Pokalgegner des VfB Stuttgart Endgültiges Aus im WFV-Pokal – das sagt Balingens Trainer Martin Braun

Balingens Trainer Martin Braun befürchtet keine negativen Auswirkungen auf den Rundenstart. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Der Einspruch der TSG Balingen gegen das Aus im WFV-Pokal wurde abgeschmettert. Wie reagiert der Verein darauf? Wie wirkt sich das auf den Regionalligastart und das DFB-Pokalspiel gegen den VfB aus? Trainer Martin Braun gibt Einblicke.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Nun ist es amtlich: Das Sportgericht des Württembergischen Fußball-Verbandes (WFV) hat den Einspruch des Fußball-Regionalligisten TSG Balingen abgelehnt. Damit steht das Aus des WFV-Pokal-Titelverteidigers in der ersten Runde fest. Wie berichtet, hatte die Mannschaft von Trainer Martin Braun gegen den Landesligisten SF Gechingen mit Henry Seeger einen Spieler eingesetzt, der nicht teilnahmeberechtigt war. Seeger fehlte beim 11:0-Sieg auf dem Spielberichtsbogen.

 

Kein Gang vor ordentliches Gericht

Die TSG hatte gegen die Entscheidung des WFV Einspruch eingelegt, doch es bleibt bei der 0:3-Wertung aufgrund des Formfehlers. Der Einspruch war aus Sicht des Sportgerichts unbegründet. Die Möglichkeit eines weiteren Vorgehens in einer höheren sportgerichtlichen Instanz gibt es nicht. Der Gang vor ein ordentliches Gericht wird nach Informationen unserer Redaktion von der TSG aktuell nicht in Betracht gezogen. Obwohl die Balinger die Entscheidung als „unverhältnismäßig“ betrachten, da der grundsätzlich spielberechtigte Seeger wie ein gesperrter Spieler behandelt worden sei.

Trainer Martin Braun möchte sich zum Sachverhalt nicht äußern und verweist auf eine demnächst erscheinende Pressemitteilung des Vereins. Er blickt lieber auf den Regionalligastart an diesem Samstag (14 Uhr) gegen den Bahlinger SC. Das tut der ehemalige Profi, trotz der jüngsten Turbulenzen, durchaus optimistisch: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das WFV-Pokal-Aus auf unseren Punktspielauftakt auswirkt. Natürlich ist das Aus ärgerlich, aber wir sind als Team damit bisher gut umgegangen und werden das auch weiterhin tun.“

Saisonziel Klassenverbleib

Als Saisonziel gibt der 54-Jährige für den Vorjahres-Sechsten „Klassenverbleib“ aus. Die Liga sei extrem ausgeglichen und deshalb auch sehr gefährlich. Seinem Ex-Club Stuttgarter Kickers traut Braun als Aufsteiger „eine gute Rolle“ zu.

Und dann steht ja demnächst noch ein Spiel an, das den bisherigen Höhepunkt der Balinger Vereinsgeschichte darstellt: der DFB-Pokal-Kracher gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart (12. August, 13 Uhr/Kreuzeiche-Stadion Reutlingen): „Natürlich freuen sich bei uns alle auf dieses ganz besondere Spiel, aber die Konzentration auf die Punkterunde darf dadurch nicht verloren gehen“, stellt Braun klar.

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