Regionalwahl CDU will stärkste Kraft bleiben

Seit 25 Jahren stellt die CDU die größte Fraktion in der Regionalversammlung. Geht es nach dem Willen der Partei soll das auch nach Regionalwahl am 26. Mai so bleiben. „Wir wollen weiter die prägende Rolle in der Region spielen“, sagt CDU-Regionalchef Matthias Pröfrock.

Der Spitzenkandidat der Stuttgarter CDU für die Regionalwahl ist Regionalpräsident Thomas Bopp (links), daneben Kreisvorsitzender Stefan Kaufmann und Gemeinderatsfraktionschef Alexander Kotz (rechts). Foto: CDU
Der Spitzenkandidat der Stuttgarter CDU für die Regionalwahl ist Regionalpräsident Thomas Bopp (links), daneben Kreisvorsitzender Stefan Kaufmann und Gemeinderatsfraktionschef Alexander Kotz (rechts). Foto: CDU

Stuttgart - Das Wahlziel ist klar. „Wir wollen weiter die mit Abstand stärkste Kraft sein“, sagt Matthias Pröfrock, Vorsitzender der CDU in der Region Stuttgart, vor der Regionalwahl am 26. Mai. Dazu streben die Christdemokraten nicht nur den Sieg im regionsweiten Gesamtergebnis an, sie wollen auch in den einzelnen Wahlbezirken in den Kreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr sowie der Stadt Stuttgart deutlich auf Platz eins. In der Landeshauptstadt geht für die CDU Regionalpräsident Thomas Bopp als Spitzenkandidat ins Rennen gegen Oberbürgermeister Fritz Kuhn von den Grünen, der in der Regionalversammlung auch Bopps Stellvertreter ist.

Seit 25 Jahre an der Spitze der Region

Die CDU stellt mit 30 Mitgliedern in der 87-köpfigen Regionalversammlung die größte Fraktion und dank ihrer Vormachtstellung auch seit dem Start des Verbands Region Stuttgart vor 25 Jahren ununterbrochen den Vorsitzenden der Regionalversammlung, kurz Regionalpräsident genannt – anders als im Land und der Stadt Stuttgart, wo sie die Spitzenämter an die Grünen verlor. Pröfrock, Bopp und der Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer, der die CDU-Fraktion in der Regionalversammlung führt, nehmen für die CDU eine „prägende Rolle“ in Anspruch, auch wenn viele Entscheidungen mit großer Mehrheit gefasst werden. In der Vergangenheit beim Neubau der Messe auf den Fildern und bei Stuttgart 21, aber auch bei den Landschaftsparks als Teil der grünen Infrastruktur, und aktuell beim Ausbau der S-Bahn mit 56 neuen Fahrzeugen und der modernen Signaltechnik sowie bei der Internationalen Bauausstellung IBA und der Gigabit-Region habe die CDU entscheidende Impulse gegeben, so Pfeiffer. Diese Themen werden dann auch in Wahlwerbespots behandelt, die die Regional-CDU auf Facebook und Instagram schaltet

Mehr Flächen für Gewerbe und Wohnen

Neben S-Bahn, IBA und dem Glasfaserausbau werde sich die neu gewählte Regionalversammlung auch damit beschäftigen müssen, wie mehr Gewerbe- und Wohngebiete ausgewiesen werden könnten, sagen Pfeiffer und Bopp. Ein Konzept haben sie noch nicht, aber „wir werden Geld in die Hand nehmen müssen“, kündigt Pfeiffer an. Sorge bereitet ihnen auch, dass vor Ort durch Bürgerentscheide regional wichtige Projekte gestoppt werden könnten – mit Spannung blicken sie deshalb nach Schwieberdingen, wo die Bürger bald darüber entscheiden, ob Porsche bisherige Ackerflächen für ein neues Werk überbauen kann.

Für Ausbau von Straße und Schiene

Zwar unterstützt die CDU wie alle anderen Fraktionen den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, doch „wir setzen auf alle Mobilitätsarten: Straße und Schiene, Rad und Fußgänger“, sagt Pröfrock. Künftig werde es durch autonomes Fahren und Elektroautos eher mehr als weniger Verkehr geben, deshalb müsse die Stadt Stuttgart durch den Bau von Nordostring und Filderauffahrt entlastet werden. „Die CDU zieht bei den Projekten vom Bezirksbeirat bis zur Bundespolitik als einzige an einem Strang“, betont Pfeiffer: „Wir setzen uns für den Ausbau der Infrastruktur ein – von der Straße über die Schiene bis zum Breitband“.

Kritik an OB Kuhn

Damit wolle man sich klar von den Grünen absetzen, aber auch von OB Kuhn, dem die CDU-Politiker vorwerfen, zu wenig zu tun, „um die Qualität in Stadt und Region zu steigern“. Darunter leide beispielsweise die Sportregion, „seitdem Stuttgart nicht mehr als Sporthauptstadt auftritt.“

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