Serie Gipfeltraum: Ein Blinder auf dem Mount Everest Messners Solo auf den Gipfel

Am 20. August 1980 steht Reinhold Messner alleine auf dem Gipfel des Mount Everest. Foto: dpa 8 Bilder
Am 20. August 1980 steht Reinhold Messner alleine auf dem Gipfel des Mount Everest. Foto: dpa

Andy Holzer ist der einzige blinde Profi-Bergsteiger Europas. Noch im Mai will er auf dem Gipfel des Mount Everest stehen. Wir begleiten ihn mit einer Serie bei seiner Vorbereitung und beim Weg hinauf in eisige Höhen.

Leben: Markus Brauer (mb)
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Mount Everest - 14. Mai 2017 – 42. Tag der Expedition des „Blind Climber“ Andy Holzer und seines Teams auf den Mount Everest.

Warten auf besseres Wetter

Das Wetter am Everest war das ganze Wochenende über durchwachsen. Starke Winde machten einen Aufstieg unmöglich. Andy Holzer, Wolfgang Klocker und Klemens Bichler harren weiter im Advanced Base Camp (ABC, vorgeschobenes Basislager) auf 6400 Meter aus.

Hunderte Bergsteiger warten in den Basislagern

Wie das nepalesische Amt für Tourismus in der Hauptstadt Kathmandu mitteilte, sind in dieser Klettersaison Lizenzen an 372 Bergsteiger vergeben worden, die den Aufstieg auf den höchsten Berg der Welt erlauben. Hinzu kommen noch weitere mehr als 300 Bergsteiger aus aller Welt, die noch Lizenzen aus den Jahren 2014 und 2015 haben sowie rund 400 lokale Bergführer, Köche und Gepäckträger, die die Bergsteiger beim Aufstieg unterstützen.

Insgesamt wollten sich 42 Expeditionsteams auf dem Weg zum 8848 Meter hohen Gipfel machen, hieß es weiter. Im vergangenen Jahr hatte Nepal Lizenzen für 34 Teams und 289 Bergsteiger vergeben. Eine Lizenz zum Aufstieg auf den Mount Everest kostet in Nepal mindestens 11 000 Dollar (ca. 10 000 Euro)pro Person.

Sherpas haben den Weg auf den Gipfel bereitet

„Die ersten Sherpas werden sich nun auf den Weg zum Gipfel machen“, sagte Temba Tsheri Sherpa, Organisator einer der Expeditionen. Als Temba Tsheri 2001 mit 16 Jahren den Gipfel erreichte, war er der bis dahin jüngste Everest-Bezwinger. „Sie werden die Ersten sein, die den Berg in dieser Saison komplett besteigen.“ Das Wetter werde erstmals in dieser Saison gut genug sein, um den Aufstieg zu wagen. Die Saison am Everest geht in der Regel von Mitte April bis Ende Mai.

„Wir haben 2017 die größte Zahl an Lizenzen seit vielen Jahren vergeben“, sagte Durga Dutta Dhakal, der Chef der Tourismusbehörde. „Ein Grund dafür ist, dass viele Kletterer noch Lizenzen aus dem Jahr 2015 haben. Deren Gültigkeit haben wir verlängert, nachdem wegen des schweren Erdbebens alle Expeditionen abgesagt werden mussten.“




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