Stuttgarter Hauseigentümer Haus und Grund: Fachwissen auf der Dachterrasse

Von Christoph Kutzer 

Der Verein Haus und Grund kann über Zulauf nicht klagen: Zum Tag der offenen Tür kamen trotz der Hitze mehr als 600 Besucher. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Eigentümerverein schon mehr als 700 Neumitglieder.

Ballone für die Kleinen gab’s beim Tag der offenen Tür von Haus und Grund. Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Ballone für die Kleinen gab’s beim Tag der offenen Tür von Haus und Grund. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - Trompetenklänge wehen über die Dachterrasse der Gerokstraße 3. Sonnenschirme spenden jenen Schatten, die der Einladung von Haus und Grund Stuttgart zum Tag der offenen Tür gefolgt sind. „Ich bin zum ersten Mal hier“, erklärt ein Hausbesitzer aus Vaihingen. „Bislang habe ich mich nur telefonisch beraten lassen.“ Das Angebot, am Samstag ohne Voranmeldung eine Beratung zu erhalten, findet der 48-Jährige ebenso attraktiv wie das Rahmenprogramm, etwa die Kurzvorträge zu Mietfragen. „Als wir heute Morgen die Rollläden hochgezogen haben, warteten draußen schon die ersten Interessenten“, sagt der Vereinsvorsitzende Klaus Lang. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen sei der Andrang groß.

An der Rezeption im Foyer hat sich eine kleine Schlange gebildet. Neue Anwärter auf eine Mitgliedschaft wollen ihre Unterlagen einreichen. „Meine Mutter ist kürzlich verstorben“, erklärt ein Herr seine Beweggründe. „Sie besaß Immobilien, die ich nun geerbt habe, und sie war lange bei Haus und Grund. Es war naheliegend, nun ebenfalls beizutreten, zumal sie immer sehr zufrieden mit den Leistungen war.“ Dass neuen Anwärtern zur Feier des Tages der Aufnahmebeitrag erlassen wird, sei für ihn nicht ausschlaggebend gewesen, fügt er hinzu. Erfreulich findet er das Entgegenkommen trotzdem.

65 Neumitglieder an einem Tag

Vom Hof im Erdgeschoss bis zur Chefetage bleibt kaum ein Raum verschlossen. Hausführungen informieren über das Spektrum an Beratungsthemen, eine Ausstellung mit Aufnahmen des Fotografen Hannes Kilian erinnert an das zerbombte Stuttgart der Nachkriegszeit. Während sich die Eltern mit Experten über Umbaumaßnahmen unterhalten, vergnügt sich der Nachwuchs am Glücksrad. „Wir treffen angesichts der angespannten Situation am Wohnungsmarkt und der aktuellen Debatten offenbar einen Nerv bei den Eigentümern“, kommentiert Geschäftsführer Ulrich Wecker das große Interesse. Im ersten Halbjahr 2019 seien bereits 650 neue Mitglieder zu verzeichnen. Am Samstag kamen weitere 65 Neuzugänge hinzu. Mehr als 600 Besucher nutzten die Chance zum fachlichen Austausch.

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