Stuttgarts Soulkitchen mit Thorsten Törtchen für die Tupperdose

Von Tanja Simoncev 

Backen, brutzeln oder braten: In Stuttgarts Soulkitchen wird gekocht und kreiert was das Zeug hält - mit Zutaten, die vielfältiger nicht sein könnten. Und weil jeder gerne isst, gibt's von uns jeden Montag feinste Rezepte frei Haus. Dieses Mal: Baking Beats mit Thorsen Weh.

Perfekt für die Tupperdose und damit fürs Festival geeignet: Thorstens Zitronen-Muffins. Foto: Thorsten Weh
Perfekt für die Tupperdose und damit für's Festival geeignet: Thorstens Zitronen-Muffins. Foto: Thorsten Weh

Stuttgart - Dass Thorsten Weh ein erfahrener Mann an Mic und Mischpult ist, weiß man spätestens seit der Gute-Nacht-Geschichte mit dem zweiten T, Thomas Hornung, und ihrem gemeinsamen Musik-Projekt Territory Sound. Die Clubs und Bars dieser Stadt sind sein zweites Zuhause, als DJ Thorsten W. hat der 40-Jährige nicht nur zahlreiche Nächte zu Tagen, sondern sich dort auch einen Namen gemacht. Der selbsternannte Anekdoten-Onkel, Kessel.TV-Brudi und Kreativchef bei Pulsmacher ist aber vor allem auch noch eines: Hobby-Bäcker aus Leidenschaft. Und wie kam's dazu? "Durch Zufall."

Thorsten ist in seine neue Wohnung eingezogen und hatte anfangs nur einen Backofen in der Küche, aber keinen Herd. "Ich wollte den Backofen nutzen, also habe ich einen Marmorkuchen gebacken und ein Bild davon bei Instagram gepostet. Weil das so gut ankam, habe ich eben eine Woche später wieder gebacken." Seitdem habe der Tausendsassa so gut wie jeden Sonntag einen Kuchen vor die Linse gezaubert und das Bild mit dem Hashtag #ibakethecake bei Instagram gepostet. Doch im Gegensatz zu seinem Musikgeschmack, der ein Mix aus Chill-Out, Techno, House, Disco, Soul und HipHop ist, sind seine Kuchenkreationen rein vegan. Und die Kirsche auf der (veganen) Sahne ist: Die lockerleichte Leckereien können jeden Montag im Holzapfel Café probiert werden.

Seit Kurzem gibt's immer sonntags das "Making of" bei Snapchat (soul-glow).

Musik und Kuchen sind sein Ding, also serviert Thorsten Weh nun seine Baking Beats.

Das Rezept für: Zitronen-Muffins für's Festival

Muffins sind immer am besten zu transportieren und deshalb auch top für ein Festival geeignet. Die veganen Zitronen-Muffins schmecken außerdem auch nach zwei Tagen noch. Ich selber bin kein großer Festival-Gänger - bei den HipHop Open war ich natürlich meistens dabei, aber ansonsten sieht’s da eher dünn aus. Aber ich gehe in diesem Jahr zum zweiten Mal zum Summerjam nach Köln - mit der speziellen Musik (Reggae und Dancehall) und der besonderen Lage am Fühlinger See ist das sicher ein außergewöhnliches Festival, von dem ich letztes Jahr sehr begeistert war.

Zutaten für 12 Muffins:

250g Dinkelmehl

200g Zucker

2 TL Natron

1 TL Vanillezucker

50 ml Pflanzenöl

100 ml Sojamilch

150 g Sojajoghurt

1 Zitrone

100 g Puderzucker

Zubereitung:

Die trockenen Zutaten miteinander vermischen. Öl, Sojamilch, Sojajoghurt und die geriebene Schale der Zitrone zugeben und zu einem glatten Teig verrühren. In 12 Muffinförmchen bzw. ein Muffinblech einfüllen und 15-20 Min. im auf 180° vorgeheizten Ofen backen. Den Saft der Zitrone mit dem Puderzucker vermischen. Nach dem Backen die Muffins oben mehrfach mit einem Holzstäbchen einstechen und mit der Zitronensaft-Puderzuckermischung beträufeln.

Und passend zum Summerjam und zum Sommer mein aktueller Lieblings-Reggae-Song: „When I Fall In Love“ von Ken Boothe aus dem Jahr 1974.