TVB Stuttgart siegt 29:24 Johannes Bitters Bekenntnis zu Stuttgart: „Ich möchte gerne bleiben“

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Doppelter Grund zur Freude für Handball-Bundesligist TVB Stuttgart. Die Mannschaft besiegte die HSG Nordhorn 29:24 und Torwart-Idol „Jogi“ Bitter will verlängern.

Rückhalt Johannes Bitter blickt nach vorne – am liebsten mit dem TVB. Foto: Baumann
Rückhalt Johannes Bitter blickt nach vorne – am liebsten mit dem TVB. Foto: Baumann

Stuttgart - In der Anfangsphase der Handball-Bundesligapartie des TVB Stuttgart gegen die HSG Nordhorn-Lingen kam einer der Schiedsrichter ins Stolpern und holte sich eine blutige Lippe – der im Abstiegskampf steckende TVB aber blieb standhaft und holte sich in diesem Kellerduell einen wichtigen 29:24(13:8)-Sieg. Entsprechend groß war das Aufatmen bei der Mannschaft. „Der Druck war natürlich gestiegen, deswegen ist die Erleichterung riesengroß“, sagte der überragende Linksaußen Patrick Zieker (11/4), der sogar noch zwei Siebenmeter vergeben hatte. Die Stuttgarter agierten vor 2169 Zuschauern in der Scharrena ohne den Schweden Adam Lönn, der sich beim Spiel in Mannheim eine Fersenverletzung eingehandelt hatte und auf der Bank saß, aber im Verlauf des Spiels nicht benötigt wurde.

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Zu gut lief es für den konzentrierten TVB, der die phasenweise überforderten Gäste vor allem in der Defensive in Schach hielt und zur Pause schon fünf Tore vorne lag. Der Vorsprung erhöhte sich zwischenzeitlich auf zwölf Treffer (24:12/45.), schmolz aber in der Schlussphase noch dahin. „Wenn es unsere größte Sorge ist, wie hoch wir gewinnen und nicht ob, nehme ich das gerne in Kauf“, sagte dazu Trainer Jürgen Schweikardt.

Zumal bereits an diesem Dienstag (20 Uhr, Scharrena) ein echter Höhepunkt auf dem Programm steht: Das Pokal-Viertelfinale gegen den Rekordmeister THW Kiel. „Natürlich möchten wir auch da unsere Chance nutzen“, sagte der starke Torwart Johannes Bitter, der zudem nach dem Spiel zugab: „Ich möchte gerne noch eine Saison in Stuttgart bleiben.“ Doch eine Entscheidung werde – wie in der Vergangenheit – erst in der Winterpause fallen. Bis dahin hat der TVB noch sechs Spiele vor der Brust – und die werden allesamt schwerer werden als das gegen die HSG Nordhorn.