Umweltgifte in Hauskatzen und Hausstaub Gefährlicher Hausstaub

Leben: Markus Brauer (mb)
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Was ist Hausstaub?

Unter dem Begriff Hausstaub werden ganz unterschiedliche partikel- und faserförmige Immissionen in geschlossenen Räumen zusammengefasst. Die Mixtur reicht von anorganischen und organischen Stoffen wie Hautschuppen von Menschen und Tieren, Fasern und Fussel, Haare, Pflanzenteile, Hausstaubmilben und ihr Kot, Feinstaub, Schad- und Giftstoffe, Salze, Toner aus Laserdruckern, Ruß von Autoabgasen, Überreste toter Tiere.

Gift liegt auf dem Boden

Umweltforscher der George Washington University Milken Institute School of Public Health haben im September 2016 in einer Studie nachgewiesen, was alles in Hausstaub steckt. Die Studie ist nach Aussage der Autoren „die erste umfassende Analyse von Konsumprodukt-Chemikalien im Hausstaub“. Sie liest sich wie ein „Who is who“ des Schreckens. 45 verschiedene potenziell giftige und gesundheitsschädliche Chemikalien steckten in den Proben:

Am häufigsten waren Phtalate – Weichmacher in Kunststoffen, die im Verdacht stehen krebseregend zu sein (7,7 Mikrogramm pro Gramm Hausstaub)

Gefolgt von Phenolen – Chemikalien, die in Reinigungsmitteln enthalten sind.

Flammschutzmittel wie polybromierte Diphenylether in Möbeln, Bodenbelägen und Baustoffen.

Schließlich noch perfluorierte Kohlenwasserstoffe wie die extrem gesundheitsschädliche Perfluoroktansäure (PFOA). Diese synthetische Säure ist als schmutz- und wasserabstoßende Substanz in Teppichen, Textilien oder Feuerlöschschaum enthalten. PFOA gilt als krebserregend und kann den Hormonhaushalt wie auch das Immunsystem schädigen. Die Chemikalie wird in Outdoorkleidung, Sportschuhen oder Antihaft-Beschichtungen verarbeitet.

Kinder sind besonders gefährdet

„Die Anzahl und Konzentration von giftigen Chemikalien, die wahrscheinlich in jedem unserer Wohnzimmer vorkommen, war selbst für mich schockierend“, schreibt Veena Singla vom Natural Resources Defense Council, die an der Studie „Potentially Harmful Chemicals Widespread in Household Dust“ mitarbeitete. Die Chemikalien im Hausstaub würden über die Atemluft, über die Haut oder durch kontaminierte Hände aufgenommen. Besonders gefährdet seien Kinder, da sie oft auf dem Fußboden unterwegs seien.

Hier kommen Sie zu der Hausstaub-Studie:

Wie kommt der Hausstaub in die Katze?

Katzen nehmen Hausstaub und mit ihm Umweltgifte durch ihre Atmung und ihren Speichel auf, wenn sie sich ihr Fell putzen. Dasselbe gilt für kleine Kinder: Wenn sie auf dem Boden umherkrabbeln und spielen, gelangen die Substanzen im Hausstaub auch in ihren Körper.

„Wenn kleine Kinder diese Substanzen aufnehmen, ist dies besonders schwerwiegend“, erklärt Jana Weiss von der Universität Stockholm. „Denn die Belastung während ihrer Kindheits-Entwicklung kann später im Leben Folgen haben, beispielsweise eine Schilddrüsenerkrankung.“ http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.schaedliche-raumluft-gift-liegt-in-der-bueroluft.0926fb82-b1b3-42a3-abb3-a4d9828958a2.html

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