Verkehr auf den Fildern Bei der Pendlerumfrage könnten ruhig noch mehr mitmachen

Von Götz Schultheiss 

Fakten sollten die Basis jeder Diskussion sein. Die Mobilitätsumfrage Synergiepark und Umgebung zeigt, wie Berufspendler ticken und unter welchen Voraussetzungen sie vom Auto auf Bahn, Bus oder Rad umsteigen.

Tägliche Staus fressen die Lebenszeit der Berufspendler auf. Damit der Standort Filder für qualifizierte Arbeitskräfte nicht unattraktiv wird, muss die Situation rasch verbessert werden. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Tägliche Staus fressen die Lebenszeit der Berufspendler auf. Damit der Standort Filder für qualifizierte Arbeitskräfte nicht unattraktiv wird, muss die Situation rasch verbessert werden. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Filder - Die Stadt Stuttgart hat die Mobilitätsumfrage Synergiepark und Umgebung, bei der es rund 6000 Rückmeldungen gegeben hatte (wir berichteten), gefördert. Der Grund: Von den Daten erhofft man sich Impulse zur Lösung des Verkehrschaos durch Berufspendler auf den Fildern. Mit dem Ergebnis sind die städtischen Verkehrsplaner sehr zufrieden, fordern aber weitere Firmen auf, sich an der baldigen zweiten Runde der Befragung zu beteiligen.

„Wir möchten uns bei allen teilnehmenden Firmen und Mitarbeitern bedanken“, sagt Andreas Hemmerich, der stellvertretende Leiter der Abteilung für allgemeine Verkehrsplanung und Stadtgestaltung. Die Resonanz aus dem Synergiepark sei besonders hoch gewesen. Es sei eine zweite Befragungsrunde geplant, von der sich die Stadt und die Wirtschafts- und Industrievereinigung (WIV) nochmals rege Teilnahme auch aus den Gewerbegebieten außerhalb des Synergieparks erhofften.

Die Umfragedaten können die Diskussion versachlichen

Für weitere Planungen im Synergiepark und im Filderraum, sagt Hemmerich, sehe er einen doppelten Nutzen: „Einerseits handelt es sich um eine wichtige Ergänzung unserer Planungsgrundlagen, und andererseits können die Ergebnisse aber auch zu einer Versachlichung der Diskussion mit Firmen, Beschäftigten, Bürgern und der Politik dienen“.

Für den Planer ist es bemerkenswert, „dass bereits heute fast 50 Prozent der Beschäftigten mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommen“. Im Gegenzug seien aber rund 50 Prozent der Beschäftigten auf Autos angewiesen, oder es fehle ihnen eine adäquate Alternative, um umzusteigen. Dementsprechend, sagt er, sehe sich die Verwaltung in ihrem eingeschlagenen Weg bestätigt, möglichst breit unter Einbeziehung aller Verkehrsarten die Mobilitätsangebote im Filderraum zu verbessern und die Vernetzung der einzelnen Verkehrsarten zu optimieren: „Die Mobilitätsbefragung zeigt, dass der Anteil des ÖPNV und des Radverkehrs weiter gesteigert werden kann, sofern hier Verbesserungen auf den Weg gebracht werden.“ Wegen erwarteten Beschäftigtenzuwachs werde darüber hinaus aber auch eine punktuelle Verbesserung der Straßeninfrastruktur, zum Beispiel im Bereich der Nord-Süd-Straße, aus fachlicher Sicht erforderlich sein.

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