Verlängerte Öffnungszeiten in der Stadtbibliothek Drei Tage langes Lernen in der Bib

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Von Mittwoch bis Freitag hat die Stadtbibiliothek Ludwigsburg bis um 21.30 geöffnet. Die verlängerten Öffnungszeiten sollen den Schülern über die drei Tage mehr Zeit zum Lernen geben. Inklusive Verpflegung.

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Ludwigsburg - Nächste Woche beginnen in Baden-Württemberg die schriftlichen Abschlussprüfungen an den Gymnasien, Real- und Hauptschulen. Die Stadtbibliothek in Ludwigsburg hat daher von Mittwoch, 19., bis Freitag, 21. April, bis um 21.30 Uhr geöffnet. Yvonne von Waldenfels, Mitarbeiterin der Bibliothek, erklärt, was es damit auf sich hat.

Frau von Waldenfels, wie kommt es, dass Sie die Bücherei länger öffnen?
Es ist bereits das vierte Mal, dass wir die Öffnungszeiten kurz vor den Prüfungen verlängern. Wir haben vor einigen Jahren festgestellt, dass wir die lernwütigen Schüler um 19 Uhr kaum aus dem Haus bekamen. Es ist ja lobenswert, dass sie lernen wollen. Also haben wir die Öffnungszeiten kurz vor den Prüfungen verlängert.
Wieso nicht über die gesamte Prüfungszeit?
Länger als drei Tage ist für uns organisatorisch und aus Personalgründen nicht möglich. Schließlich arbeiten die Mitarbeiter der Bibliothek dann außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit.
Wie werden die Schüler betreut?
Im Grunde benötigen die Schüler keine große Betreuung. Sie brauchen eher die Räume und die Lernatmosphäre. Damit sie sich aber willkommen und wohlfühlen, stellen wir in den Räumen Obstkörbe, Traubenzucker und Getränke auf. Daraus dürfen sie sich kostenlos bedienen.
Darf man sonst essen in den Räumen?
Gegen mitgebrachte Schokolade oder Butterbrot haben wir nichts. Pizza oder Döner gehen aber nicht. Schließlich sollen die anderen im Raum nicht durch den Geruch belästigt werden.
Wie viele Plätze stehen zur Verfügung?
Auf der Eingangsebene stehen zwei Gruppenarbeitsräume und der Veranstaltungsraum mit mehreren Tischen zur Verfügung. Im Stillleseraum und ganz oben auf der Galerie gibt es noch mehr Räume für die Schüler. Insgesamt haben wir Platz für rund 100 Lernende. Wir rechnen mit etwa 60-75 Schülern gleichzeitig.
Wie erklären Sie sich den Andrang?
Irgendwie ist es in Mode gekommen, nicht mehr allein zuhause zu lernen, sondern in Lerngruppen. Und dafür brauchen die Schüler und Stundenten mehr Platz, bevorzugt in Bibliotheken. An einigen Unis sind die Bibliotheken während der Prüfungsphasen sogar 24 Stunden lang geöffnet. Bei unserem Umbau vor zwei Jahren haben wir daher drauf geachtet, die Zahl der Arbeits- und Multifunktionsräume zu erweitern.



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