Vorwürfe gegen Ex-OB von Kornwestheim Justiz prüft nun den Fall Ursula Keck

Waren die Ausgaben für Zeitungsanzeigen und ein Abschiedsfest strafrechtlich relevant? Das prüft nun auch die Staatsanwaltschaft. Foto: Simon Granville

Die Vorwürfe gegen Ursula Keck erreichen ein neues Level. Jetzt prüft die Staatsanwaltschaft Stuttgart eine anonyme Anzeige gegen die frühere Oberbürgermeisterin von Kornwestheim.

Ludwigsburg : Emanuel Hege (ehe)

Neben einem Anwalt der Stadt Kornwestheim und dem Regierungspräsidium Stuttgart (RP) prüft nun auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart die Vorwürfe gegen die ehemalige Kornwestheimer Oberbürgermeisterin Ursula Keck. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitagmittag, dass eine anonyme Strafanzeige eingegangen ist, die zum Sachverhalt rund um Ursula Keck passt. Vermutlich die gleiche Anzeige, die bereits regionale Zeitungen, das RP und die Stadt erreicht hatte. Personenbezogene Daten könne man jedoch weder nennen noch auf Anfrage bestätigen, so der Sprecher.

 

Das bedeutet aber nicht, dass gegen Keck ermittelt wird. Anonyme Anzeigen werden zwar gleich behandelt wie übliche Anzeigen, in allen Fällen geht jedoch eine vorherige Prüfung voraus, bevor Ermittlungen eingeleitet werden. Wann diese abgeschlossen sein wird und ob möglicherweise eine Ermittlung eingeleitet wird, konnte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht sagen.

Zum Hintergrund: Eine angebliche Mitarbeiterin der Stadtverwaltung wirft der ehemaligen OB Ursula Keck in der anonym aufgegebenen Anzeige vor, städtisches Geld nicht ordnungsgemäß verwendet zu haben. Zum einen geht es um Zeitungsanzeigen der Stadt, im angeblichen Wert von 15 000 Euro, die trotz Warnungen des Rechnungsprüfungsamtes der Kommune und ohne Absprache mit dem Gemeinderat in Auftrag gegeben worden sein sollen. Die Anzeigen gab es, ob Keck gewarnt wurde, ist unklar. Außerdem gab es an ihrem Geburtstag eine Abschiedsfeier auf dem städtischen Bauhof – auch hier zahlte die Stadt. Keck sieht sich ungerechtfertigten Vorwürfen gegenüber und sagt bei der Recherche ihre volle Mitwirkung zu.

Weitere Themen