Sport gegen Umweltverschmutzung Was ist Plogging?

Plogging in Action. Foto: David Pereiras / shutterstock.com
Plogging in Action. Foto: David Pereiras / shutterstock.com

Sport machen und dabei der Umwelt etwas Gutes tun? Plogging macht’s möglich. Wir erklären, was hinter dem Trend steckt.

Digital Unit: Lukas Böhl (lbö)
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Was bedeutet Plogging?

Plogging ist eine Wortneuschöpfung aus „Jogging“ und dem schwedischen Wort „plocka“, was in Deutsche übersetzt „aufsammeln“ oder „aufheben“ bedeutet. Plogging ist sinngemäß also das Aufheben von Gegenständen während des Joggens. Allerdings steckt dahinter nicht etwa eine neue sportliche Komponente, sondern der Gedanke, unsere Städte und Wälder etwas sauberer zu machen. Denn beim Plogging wird allerlei Unrat aufgehoben, der einem auf der Laufstrecke begegnet. Somit kann jeder Läufer zum Plogger werden. Mittlerweile gibt es auch Plogging-Gruppen, die regelmäßig bei gemeinsamen Laufrunden mit Müllsäcken bewaffnet Straßen und Parks säubern.


Woher kommt der Sport?

Plogging kommt aus Schweden. Der Hobbyläufer Erik Alhström bemerkte beim Joggen durch Stockholm, wie vermüllt die Straßen waren. Also beschloss er, einen Teil dazu beizutragen, die Stadt sauberer zu machen. Frei nach dem Motto: „Wenn es sauber ist, wollen die Menschen es auch sauber halten.“ Die Idee kam in seinem Heimatland gut an und verbreitete sich von dort aus in die ganze Welt.

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Warum macht man das?

Der Gedanke hinter dem Plogging ist recht simpel: Wenn viele Menschen einen kleinen Teil zur Säuberung der Umwelt beitragen, kann das einen großen Effekt haben. Da es keinerlei Einstiegshürden gibt, kann jeder daran teilhaben.


Wohin mit dem Müll?

Der aufgesammelte Müll kann entweder in der Hand gehalten oder in einer kleinen Tasche bzw. einem Müllbeutel verstaut werden, bis sich eine Gelegenheit zur fachgerechten Entsorgung findet.


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Ist das noch Sport?

Tatsächlich soll Plogging laut Erfinder Ahlström sogar mehr Kalorien verbrennen als herkömmliches Joggen. Auf jeden Fall wird die Ausdauereinheit durch das wiederholte Bücken und Beugen abwechslungsreicher, wodurch letztlich der Kalorienverbrauch leicht steigen kann. Andererseits ist es durch die ständigen Unterbrechungen vermutlich schwieriger, ein Läuferhoch (Runner’s High) zu erreichen.


Plalking und Pliking: Langsames Plogging

Wem Joggen generell zu anstrengend ist, der kann trotzdem beim Umwelttrend mitmachen. Die gediegeneren Varianten nennen sich Plalking oder Pliking. Man kann also auch beim Spaziergehen und Wandern Müll aufsammeln.

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