Zeitumstellung (Hoch)Sommerzeit

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Bis Ende des 19. Jahrhunderts war alles noch so einfach: Jeder Ort seine eigene Zeit, die sich am Stand der Sonne orientierte. In Bayern richtete man sich nach der „Münchener Ortszeit“, in Preußen nach der „Berliner Zeit“ – und so waren die Bajuwaren den Preißn um sieben Minuten voraus.

1940 wurden die Uhren im Deutschen Reich wieder umgestellt und die Sommerzeit ein zweites Mal eingeführt. In Nachkriegszeit herrschte in Deutschland wieder Zeitchaos. Die drei westlichen Besatzungszonen bekamen die Sommerzeit verordnet. In der sowjetischen Besatzungszone und in Berlin galt die Moskauer Zeit, so zwischen Ost- und Westdeutschland eine Zeitlücke von zwei Stunden klaffte.

Zu allem Unglück gab es 1947 bis 1949 daneben noch eine Hochsommerzeit (11. Mai bis 29. Juni) während der die Uhren noch einmal eine Stunde vorgestellt wurden. Begründet wurde dies mit der besseren Ausnutzung des Tageslichts, um die zerstörte Infrastruktur möglichst energiesparend wieder aufzubauen.




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