Zuffenhausen Spende soll Wünsche erfüllen und Starthilfe geben

Jochen Rein und Marja Rothenhöfer von den Maltesern freuen sich über den Scheck von Rüdiger Maier und Martin Gebler von der Baugenossenschaft Neues Heim (von links). Foto: BG Neues Heim
Jochen Rein und Marja Rothenhöfer von den Maltesern freuen sich über den Scheck von Rüdiger Maier und Martin Gebler von der Baugenossenschaft Neues Heim (von links). Foto: BG Neues Heim

Die Baugenossenschaft Neues Heim spendet 4000 Euro an die Malteser. Das Geld kommt Geflüchteten zu Gute.

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Zuffenhausen - Geschenke unter dem Weihnachtsbaum, unbekümmertes Zusammensein im Kreise der Familie. Für viele Geflüchtete fernab der Heimat ist das keine Selbstverständlichkeit. Auch auf den Wunschzetteln der Flüchtlingskinder in der Unterkunft „Am Rotweg“ in Zuffenhausen stehen Wünsche. Vor Kurzem übergaben Rüdiger Maier und Martin Gebler von der Baugenossenschaft Neues Heim einen Scheck in Höhe von 4000 Euro an Jochen Rein und Marja Rothenhöfer von den Maltesern. Ein Teil der Spende soll Kinderwünsche erfüllen.

Das neue Heim hat einen eigenen Hintergrund zu dieser Aktion: Nach dem Zweiten Weltkrieg gründeten Vertriebene und Kriegsheimkehrer die Baugenossenschaft, um dringend notwendige Wohnungen zu schaffen. „Wohnraum für vielfältige Lebenslagen zur Verfügung zu stellen ist daher unser großes Ziel seit mehr als 70 Jahren“, sagt Rüdiger Maier, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft.

Einmaliges Projekt „Zwischenwohnen“

Seit Januar 2021 vermietet die Baugenossenschaft Wohnungen (aktuell sind es zwölf) im Quartier „Am Rotweg“ an die Stadt. Dort finden geflüchtete Familien ein Zuhause. Die Verträge sind allerdings befristet, da das Areal im Zuge der geplanten Quartiersgestaltung neu bebaut wird. Das gemeinsame Projekt „Zwischenwohnen“ von Stadt und Genossenschaft ist bislang einmalig in Stuttgart. „Durch das Projekt wird Leerstand vermieden und Geflüchteten kann gleichzeitig eine Chance für den Übergang aus der Sammelunterkunft hin zum langfristigen Wohnen gegeben werden“, erläutert Martin Gebler, bei der Baugenossenschaft verantwortlich für die Vermietungsabteilung.

Betreut werden die Familien von den Maltesern. Ein Teil der Spende soll als Starthilfe für die Bewohner genutzt werden. „Das Geld kommt eins zu eins bei den Geflüchteten an. Viele praktische Dinge zur Erstausstattung einer Wohnung wie Kühlschränke, Mikrowelle, Regale oder Staubsauger stehen hier auf der Liste“, sagt Marja Rothenhöfer von der Flüchtlingsarbeit der Malteser.

250 bis 280 Wohnungen sind geplant

Gemeinsam wollen Malteser und Neues Heim die Geflüchteten motivieren, sich aktiv an der Neugestaltung des Quartiers zu beteiligen. Denn aktuell geht es um die Planung für die Neubebauung dieses Areals. Dort sollen 250 bis 280 Wohnungseinheiten unterschiedlicher Typen und Größen entstehen. Wie auch schon zur Zeit der Gründung der Genossenschaft im Jahr 1949, so sollen auch zur Internationalen Bauausstellung 2027 der Bedarf und die Wünsche der künftigen Bewohner einen wesentlichen Einfluss auf das Wohnungsangebot haben. „Die Mitarbeitenden der Malteser können hier aktiv als Brücke agieren. Es gilt, die Unsicherheiten zu überwinden und durch Beteiligung aller eine wechselseitige Bereicherung zu ermöglichen“, sagt Rüdiger Maier.




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