Datenaffäre beim VfB Stuttgart Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Führungskrise

Der VfB Stuttgart befindet sich vereinspolitisch im Ausnahmezustand. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch
Der VfB Stuttgart befindet sich vereinspolitisch im Ausnahmezustand. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Der VfB Stuttgart kommt nicht zur Ruhe. Hier gibt es die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Datenaffäre und den Machtkampf beim Bundesligisten.

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Stuttgart - Wann und vor allem wie wird der beispiellose Machtkampf beim VfB Stuttgart enden? Auch das Auswärtsspiel des Fußball-Bundesligisten bei Bayer Leverkusen an diesem Samstag (15.30 Uhr/Liveticker) wird von den immer undurchsichtigeren Querelen in seiner Führungsetage überlagert. Kaum ein Tag vergeht, an dem es keine neue Entwicklung gibt. Und doch bleiben viele Fragen offen.

Was geschah zuletzt?

Präsident Claus Vogt sorgte im längst eskalierten Führungsstreit am späten Donnerstagabend für die nächste Stufe. Er habe die Staatsanwaltschaft Stuttgart eingeschaltet, teilte der 51-Jährige in einem Schreiben mit. Der von ihm erklärte Grund: Es stehe der Verdacht eines Geheimnisverrats beim VfB Stuttgart im Raum. Worum es dabei genau geht, ließ Vogt offen. Das Einschalten des Staatsanwalts sei „leider nun notwendig“. Es bestehe die Absicht, ihn „zu beschädigen“, im Raum stehende Unterstellungen seien abwegig.

Wen lässt der Vereinsbeirat zur Präsidentschaftswahl zu?

Die Entscheidung rückt näher. Nachdem Vorstandschef Thomas Hitzlsperger seine Kandidatur für das Präsidentenamt zurückgezogen hat, sind von den ursprünglichen Bewerbern nur noch Amtsinhaber Vogt und der Geschäftsmann Volker Zeh aus dem Remstal übrig. Der achtköpfige Vereinsbeirat, der für die Auswahl zuständig ist, hatte Mitte Januar aber angekündigt, über einen Headhunter weitere potenzielle Kandidaten zu suchen.

Lesen Sie hier: Die Chronologie der Führungskrise beim VfB Stuttgart

Spätestens seit Vogts Ankündigung vor rund eineinhalb Wochen, die für März geplante Mitgliederversammlung in den September verschieben zu wollen, gilt es nicht mehr als unwahrscheinlich, dass der Beirat ihn nicht zur Wahl zulässt. Seine Präsidiumskollegen Bernd Gaiser und Rainer Mutschler hatten sich Vogt in den Weg gestellt. Im Beirat soll es zwei Lager geben – eines für, eines gegen Vogt. Medienberichten zufolge könnte eine Entscheidung schon dieses Wochenende fallen. Vogt hat nicht vor, von sich aus zurückzuziehen.

Wann fällt eine Entscheidung über die Mitgliederversammlung?

Eigentlich müsste sie in der kommenden Woche fallen. „Die Einberufung erfolgt durch den Präsidenten, im Falle seiner Verhinderung durch ein anderes Mitglied des Präsidiums, fünf Wochen vor dem festgesetzten Termin“, heißt es in der Satzung. Vorgesehen war die Veranstaltung für den 18. März. Vogt hatte geschrieben, dass er die Versammlung spätestens am 10. Februar, also am Mittwoch, einberufen müsse. Stand jetzt deutet aber wenig daraufhin, dass der Präsident von seinem Ansinnen, sie nicht einzuberufen, zeitnah abrücken könnte.

Wann werden Ergebnisse zur Aufklärung der Datenaffäre erwartet?

Die Untersuchungsergebnisse des Landesdatenschutzbeauftragten Stefan Brink und der ebenfalls ermittelnden Kanzlei Esecon liegen dem VfB seit dieser Woche vor. Brink nannte die Datenschutzverstöße des Clubs „erheblich“ und kündigte an, ein Bußgeldverfahren gegen dessen AG einzuleiten, das eine empfindliche Strafe nach sich ziehen könnte.

Derweil beriefen sich an diesem Freitag Medien auf Inhalte der Esecon-Berichte. Die endgültige juristische Bewertung der Berichte steht noch aus. Sie könnte noch diesen Monat erfolgen, womöglich aber auch erst im März. Selbst die Frage, an wen sie vergeben wird, sorgte beim VfB für reichlich Zwist.




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