Debatte um Interimsoper in Stuttgart FDP im Landtag kritisiert die Grünen

Von Thomas Braun 

Die FDP-Landtagsfraktion hält die Idee zweier Stuttgarter Architekten für eine Interimsoper im Innenhof des Finanzamts für erwägenswert. Zugleich übt sie heftige Kritik an den Grünen und OB Fritz Kuhn.

Wohin kommt die Ersatzspielstätte, wenn das Große Haus saniert wird. Darüber wird in der Landeshauptstadt  heftig diskutiert. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Wohin kommt die Ersatzspielstätte, wenn das Große Haus saniert wird. Darüber wird in der Landeshauptstadt heftig diskutiert. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Die FDP-Landtagsfraktion hat OB Fritz Kuhn und den Grünen in Stadt und Land Unfähigkeit attestiert, eine Spielstätte für die Interimszeit der sanierungsbedürftigen Stuttgarter Oper zu definieren. Sie reagierte damit auf die Berichterstattung unserer Zeitung über die Idee zweier Stuttgarter Architekten, im Innenhof des Finanzamts am Rotebühlplatz eine Übergangsspielstätte zu platzieren. Der Vorschlag war einer von rund 30 Varianten, die von Stadt und Land geprüft, dann aber verworfen worden waren. Derzeit werden lediglich drei Flächen untersucht: das frühere Paketpostamt an der Ehmannstraße, ein Areal beim Mercedes-Museum sowie der Eckensee, der auf Wunsch der Ratsmehrheit in den Suchlauf einbezogen wurde. Die FDP favorisiert ein Interim in unmittelbarer Nähe des Großen Hauses.

Die Landtagsabgeordnete Gabriele Reich-Gutjahr sagte, OB Kuhn habe „jetzt noch eine weitere Chance bekommen, eine innerstädtische Lösung zu finden“. Zugleich kritisierte sie das Veto des Landes gegen die Idee der Architekten: „Reflexhaft jeden konstruktiven Lösungsvorschlag zu verwerfen, ist keine befriedigende Antwort auf bestehende Probleme.“

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