Dramatik in den NFL-Play-offs Wie die Chiefs ihre Fans quälen

Von Jürgen Kemmner 

Da waren es nur noch vier: In teils dramatischen Spielen kämpften sich die Green Bay Packers, die San Francisco 49ers, die Tennessee Titans und die Kansas City Chiefs ins Halbfinale der National Football-League (NFL). Vor allem die Chiefs trieben ihre Fans eine Weile fast zur Verzweiflung.

Chiefs-Quarterback Patrick Mahomes jubelt nach dem Erfolg seines Teams über die Houston Texans – nach zwischenzeitlichem 0:24-Rückstand Foto: AP/Charlie Riedel 10 Bilder
Chiefs-Quarterback Patrick Mahomes jubelt nach dem Erfolg seines Teams über die Houston Texans – nach zwischenzeitlichem 0:24-Rückstand Foto: AP/Charlie Riedel

Green Bay - Vier Teams sind noch im Rennen im Kampf um den Titel des Champions der National Football League (NFL): Die Green Bay Packers, die Kansas City Chiefs, die San Francisco 49ers und die Tennessee Titans. Die Packers haben sich das letzte Ticket für das Halbfinale der Play-offs gesichert, sie schlugen in der Nacht zum Montag die Seattle Seahawks mit 28:23. Die Packers führten zur Halbzeit bereits mit 21:3, nach zwei Touchdown-Läufen von Running Back Aaron Jones und einem gefangenen Touchdown von Davante Adams. Quarterback Aaron Rodgers, dessen Offensive ohne Ballverlust blieb, gelang ein weiterer Touchdown-Pass auf Adams in der zweiten Halbzeit. Seattle war auf dem Weg zu einem Comeback – wie vor fünf Jahren, als die Packers nach einer 16:0-Halbzeitführung noch 22:28 nach Verlängerung verloren. Doch dieses Mal konnten sie die Seahawks-Offensive um Quarterback Russell Wilson kurz vor Ende entscheidend stoppen. Am Ende verlor Seattle zum neunten Mal in Serie in Green Bay und wartet im Lambeau Field seit 1999 auf einen Sieg. Neben dem stark aufspielenden Rodgers überzeugte bei Green Bay Wide Receiver Davante Adams, der acht Bälle für 160 Yards und zwei Touchdowns fing.

Im zweiten Sonntagspiel hat Mitfavorit Kansas City Chiefs nach einer atemberaubenden Aufholjagd die Houston Texans ausgeschaltet. Das Team um Quarterback Patrick Mahomes setzte sich trotz eines 0:24-Rückstands mit 51:31 gegen die Texaner durch. Im Arrowhead-Stadion in Kansas City waren zunächst die Texans klar auf Siegkurs. Begünstigt durch teils haarsträubende Fehler Houstons erzielten die Chiefs jedoch im zweiten Viertel binnen 3:24 Minuten drei Touchdowns und gingen noch vor der Halbzeit mit einem weiteren Touchdown erstmals in Führung. Chiefs-Cheftrainer Andy Reid nannte das Duell in der Pause ein „wildes Spiel“. Insgesamt gelangen den Gastgebern sechs Touchdowns in Serie, drei durch Damien Williams und drei durch Travis Kelce.

Die Packers treffen im Halbfinale in der Nacht auf kommenden Montag (0.40 Uhr/Pro 7) auf die San Francisco 49ers, die die Minnesota Vikings am Samstag leicht und lässig mit 27:10 eliminiert hatten. Die Chiefs bekommen es am kommenden Sonntag (21 Uhr/Pro 7) mit Favoritenschreck Tennessee Titans zu tun, die nach Titelverteidiger New England Patriots nun auch die Baltimore Ravens im Play-off besiegten. Quarterback Ryan Tannehill hatte mit zwei Touchdown-Pässen zur 14:0-Führung früh die Weichen auf Sieg für das Team aus Nashville gestellt. Mann des Spiels war Running Back Derrick Henry. Der 26-Jährige überragte schon gegen die Patriots und lief gegen die Ravens dieses Mal für 195 Yards, bereitete zudem bei einem Trick-Spielzug mit einem kurzen Pass einen Touchdown vor.