Frisch Auf Göppingen Haarscharf am ersten Punkt vorbei

Von Jürgen Frey 

Frisch Auf Göppingen kommt mit einer „württembergischen Auswahl“ nach der Pause ins Spiel zurück, bleibt in Leipzig aber punktlos. Nun muss gegen GWD Minden ein Sieg her – sonst wird’s ungemütlich.

Marcel Schiller: Seine elf Tore reichen in Leipzig nicht zum Punktgewinn für Frisch Auf Foto: Baumann
Marcel Schiller: Seine elf Tore reichen in Leipzig nicht zum Punktgewinn für Frisch Auf Foto: Baumann

Leipzig - Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen bleibt auch nach vier Spieltagen punktlos: Beim SC DHfK Leipzig verlor das Team von Trainer Hartmut Mayerhoffer vor 3507 Zuschauern mit 25:26 (11:14). Damit stehen die Grün-Weißen am kommenden Donnerstag (19 Uhr) gewaltig unter Druck: Dann kommt GWD Minden in die EWS-Arena und ein Heimsieg ist Pflicht. „Wir waren am Ende nicht clever genug. Das ist verdammt bitter. Wenn man mit 0:8 Punkten in die Saison startet, ist das natürlich bescheiden“, sagte Göppingens Marcel Schiller. Der Linksaußen war mit elf Toren (davon fünf Siebenmetern) bester Frisch-Auf-Werfer. Spielmacher Tim Kneule traf viermal, Rechtsaußen Marco Rentschler dreimal. Für Leipzig war der Däne Patrick Wiesmach (8/3) bester Werfer. Überragend in Form zeigte sich bei den Sachsen Keeper Joel Birlehm, der vom TuS N-Lübbecke gekommene U-21-Nationalspieler. In den letzten zehn Minuten konnte auch der eingewechselte Jens Vortmann mit wichtigen Paraden glänzen.

Rebmann hält stark

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Frisch Auf kämpfte sich in der zweiten Halbzeit mit viel Leidenschaft ins Spiel zurück. Mayerhoffer setzte dabei auf eine „württembergische Auswahl“. In dem stark haltenden Torwart Daniel Rebmann, Schiller, Sebastian Heymann, Tim Kneule, Nicolai Theilinger und Marco Rentschler standen sechs gebürtige Schwaben auf dem Feld. Bei der 24:23-Führung von Frisch Auf (54.) vergab Linkshänder Theilinger die mögliche Zwei-Tore-Führung. Danach leistete sich Göppingen noch zwei ärgerliche, da absolut vermeidbare Fehler – und Leipzig konnte das Spiel noch drehen.

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Jetzt kommen Minden und Stuttgart

„So eng liegen Glück und Pech zusammen. Am Ende geben Kleinigkeiten den Ausschlag“, sagte Mayerhoffer – zog aber das Positive aus der Partie heraus: „Wir haben einen großen Kampf geliefert, das war eine ganz andere Mannschaft in Abwehr und Angriff, die heute auf der Platte stand.“ Das muss am Donnerstag gegen den Tabellen-Neunten GWD Minden und am 29. September (13.30 Uhr/EWS-Arena) im Derby gegen den aktuell Drittletzten TVB Stuttgart bestätigt werden – und zwar in Form von Punkten. Sonst wird es in Göppingen richtig ungemütlich. Für alle Beteiligten.