Leonberg Wo bitte geht’s zur Strandfigur?

Von ulo 

Im Diäten-Dschungel kann man sich leicht verlaufen. Wie Abnehmen wirklich dauerhaft funktioniert? Fitnesstrainer und Ernährungsberater Roy Epple verrät seine Geheimnisse.

Wenn man sich gesund ernährt, dann klappt es auch mit dem Training besser, sagt Roy Epple (rechts). Foto: Outside Gym/Dirk Kittelberger
Wenn man sich gesund ernährt, dann klappt es auch mit dem Training besser, sagt Roy Epple (rechts). Foto: Outside Gym/Dirk Kittelberger

Leonberg - Glyx-Diät? No-Carb? Atkins? Paleo? Wer sich mit dem Thema Ernährung und Abnehmen auseinandersetzt, braucht erst mal ein Wörterbuch. Ratgeber zum Thema füllen ganze Regale in Bücherläden, und keine Woche vergeht, in der sich Frauenzeitschriften nicht dabei überschlagen, die nächste Wundermethode anzupreisen.

Viele Wege führen nach Rom – gilt das auch beim Thema Abnehmen? „Wenn diese Diäten funktionieren würden, gäbe es nicht Tausende davon“, meint Roy Epple. Der Leonberger ist unter anderem Personal-Trainer und Ernährungsberater. 2013 und 2014 betreute er die Magstadterin Nina Sattler für die RTL-II-Show „Ex­trem schwer“, in der sie 84 Kilo abnahm.

„Richtig abnehmen funktioniert einen Tick langsamer als bei Crash-Diäten, ist dafür aber nachhaltiger“, lautet sein Trainer-Credo. Denn die wichtigste Veränderung sei nicht äußerlicher Natur, „sondern es muss im Kopf klick machen. Die Leute müssen verstehen, warum sie etwas machen“. Doch was ist zu tun, wenn man wirklich ernst- und vor allem dauerhaft abnehmen will? Für die LKZ hat der Fitness-Profi einen simplen Plan aufgestellt.

Punkt 1: Warum will ich abnehmen? Das Gewicht zu reduzieren sei oftmals nur ein vorgeschobener Grund. „Meist haben die Leute unbewusst schon ein konkretes ziel. Eine Klientin sagte mir beispielsweise, dass sie beim Treppensteigen nicht mehr so schnell aus der Puste kommen will“, erzählt Epple. Ist das Ziel klar, können Ernährung und Training darauf abgestimmt werden – aber auch aufeinander. „Wenn ich einen fitten Körper möchte, muss ich ihm auch entsprechende Nahrungsmittel geben.“ Man ist schließlich, was man isst.

Punkt 2: Mahlzeiten reduzieren Der Ernährungsexperte rät zu nur zwei bis drei Mahlzeiten am Tag. Davon ausgenommen sind reines Wasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee. Zwischen den Mahlzeiten sollten mehrere Stunden liegen, um dem Körper eine Pause vom Verdauen zu gönnen, aber auch, um die Energiespeicher zu entleeren. „Man sollte nur essen, wenn man wirklich Hunger hat. Das haben viele heutzutage verlernt“, sagt Epple.

Punkt 3: Sich mehr bewegen Oberste Regel in puncto Ernährung und Training sei, in jedem Fall locker zu beginnen. „Man muss ein Fundament aufbauen und dann langsam steigern“, erklärt Epple, der in Sindelfingen ein Fitness-Studio leitet und nach den Sommerferien auch eine Filiale in Leonberg eröffnen will. Denn wer sich zu schnell zu viel zumute, gerate leicht in den Kohlehydrate-Hunger hinein. Fress-Attacken am Kühlschrank lassen grüßen. Diese drei Punkte bezeichnet er als Grundpfeiler zum Abnehmen. Komplizierter wird es ab dem nächsten Abschnitt.