Die Stuttgarter Sozialdemokraten wollen ihren OB-Kandidaten erst benennen, wenn die Anwärter der anderen Parteien feststehen.

Stuttgart - Wenn sich CDU und Grüne für ihre jeweiligen Favoriten als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters entschieden haben, will die SPD den ihren benennen – und das werde nicht vor Mitte März der Fall sein. Das war die Neuigkeit, die der Kreisvorsitzende der Stuttgarter Sozialdemokraten Dejan Perc beim politischen Aschermittwoch in der Kulturkneipe „Friedenau“ den rund 60 Genossen und Genossinnen mitgeteilt hat. „Im Showdown der CDU brauchen wir nicht auch noch einen SPD-Kandidaten“, sagte Perc. „Wir lassen uns den Zeitplan nicht von der CDU diktieren.“ Aber es werde auf alle Fälle einen eigenen Kandidaten der SPD für das „Highlight Oberbürgermeisterwahl 2012“ geben.

Zusammen mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat, Roswitha Blind, habe er in den vergangenen Wochen mit vielen Personen über eine mögliche Kandidatur gesprochen, und dann verriet er noch ganz im „Vertrauen“: „Wir sind jetzt bei der Suche auf der Zielgeraden.“ Darüber hinaus machte Perc keinerlei Andeutungen oder Hinweise, sondern schalt die CDU. Sie zerfalle in zwei Lager: Das eine, das mit Sebastian Turner einen Kandidaten befürworte, der sein Geld mit flotten Sprüchen verdiene und ein zweites, das für Andreas Renner stimmt, „einen Anwärter, der sich in der Opferrolle sieht.“ sne

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