Die Wahl zum Oberbürgermeister von Stuttgart findet am 7. Oktober 2012 statt. Gesucht wird ein Nachfolger für den CDU-Politiker Wolfgang Schuster, der das OB-Amt am 6. Januar 2013 nach 16 Jahren abgibt. Die Ausschreibung der Stelle des Stuttgarter Oberbürgermeisters ist für den 20. Juli 2012 vorgesehen. Bewerbungen können anschließend bis zum 10. September 2012 eingereicht werden. Ein zweiter Wahlgang könnte dann am 21. Oktober 2012 stattfinden. Dieser wird notwendig, wenn kein Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält.
 
OB-Wahl in Stuttgart Grüne wollen Fritz Kuhn küren
Thomas Braun/Erik Raidt, 10.02.2012 07:35 Uhr
Fritz Kuhns Kandidatur als grüner OB-Kandidat wird immer wahrscheinlicher. Foto: dapd
Fritz Kuhns Kandidatur als grüner OB-Kandidat wird immer wahrscheinlicher. Foto: dapd

Stuttgart - Der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Fritz Kuhn, hat sich am Donnerstagabend der Findungskommission der Stuttgarter Kreispartei als OB-Kandidat präsentiert – und die Findungskommission hat sich einstimmig für ihn ausgesprochen. „Die endgültige Entscheidung obliegt unseren Mitgliedern“, sagte der Stuttgarter Grünen-Parteichef Philipp Franke, „aber wir sind uns einig geworden, dass wir mit Fritz Kuhn in den OB-Wahlkampf gehen.“ Kuhn habe am Donnerstag noch einmal zugesagt, als Kandidat zur Verfügung zu stehen. Offiziell nominiert wird der Grünen-Bewerber voraussichtlich erst am 15. März auf der Kreismitgliederversammlung.

Zunächst andere Favoritin

Der in Bad Mergentheim geborene Kuhn begann seine politische Laufbahn zunächst bei der SPD, 1980 war er Mitbegründer der Grünen in Baden-Württemberg, die er im Landtag als Abgeordneter und Fraktionschef vertrat. Im Jahr 2000 war er in die Bundespolitik gewechselt, wo er unter anderem Parteivorsitzender, später Fraktionsvorsitzender war. Kuhn gilt als Experte in Finanz- und Wirtschaftspolitik.

Bereits kurz nachdem Kuhn seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt hatte, gab es vielfältige positive Reaktionen innerhalb der Grünen. Der Staatssekretär Klaus-Peter Murawski befand, dass die Grünen mit dieser Personalie auf Sieg setzten. Auch Peter Pätzold, Fraktionschef der Grünen im Gemeinderat, zeigte sich „froh, dass einer unserer fähigsten Köpfe zugesagt hat.“ Wie berichtet, hatte die ebenfalls als potenzielle Kandidatin gehandelte Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Mitte, Veronika Kienzle, der Partei zuvor abgesagt gehabt.

Kommentare (25)
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FEB
11
Balthasar Russow, 22:38 Uhr

Grüne wollen ...

Kuhn ist klasse. Endlich kommt ein Grüner, der die S21-Gegner mit den S21-Befürworter versöhnen kann und wird. Wer soll denn der Verlierer sein? S21-Gegner? Die Stuttgarter Bürger stimmten für S21. Mit Kuhn können sie zu Gewinnern gekürt werden. Ich bin für für Kuhn.

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FEB
11
Z., 10:48 Uhr

Grüner OB hätte die Opposition in der eigenen Fraktion

Nachdem jetzt Frau Seitz unternommen hat, als grüne Stadträtin ins Leitungsteam des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 einzutreten mit voller Unterstützung der Stuttgarter Grünen, muss der aufmerksame Stuttgarter zunächst feststellen: Fritz Kuhn, der Stuttgart 21 eben nicht verhindern kann und will, hat keinen Rückhalt in der eigenen Stuttgarter Partei! Das wird schwer, sehrr schwerrr. Wäre es nicht ehrlicher, die Stuttgarter Grünen würden Frau Seitz zur OB-Kandidatin erheben? Sie wäre glaubwürdig, sie hätte die Grünenbasis hinter sich, sie wäre in der Grünensektion Stuttgart verankert. Kuhn kann ja niemals gewinnen, wenn er als Grüner quasi nur die ca. 25 % grünen Stuttgar-21-Befürworter (nach Umfragen) hinter sich wüsste. Seltsam, seltsam.

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FEB
10
Stephan, 19:06 Uhr

Grüne Partei: So sieht's aus!

WARUM MUSSTEN DIE GRÜNEN EIGENTLICH KUHN NEHMEN? Darauf muß am Wahltag jeder seine Antwort finden! Und es werden leider viele sein, die nochmal verarscht werden möchten.

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