Die Wahl zum Oberbürgermeister von Stuttgart findet am 7. Oktober 2012 statt. Gesucht wird ein Nachfolger für den CDU-Politiker Wolfgang Schuster, der das OB-Amt am 6. Januar 2013 nach 16 Jahren abgibt. Die Ausschreibung der Stelle des Stuttgarter Oberbürgermeisters ist für den 20. Juli 2012 vorgesehen. Bewerbungen können anschließend bis zum 10. September 2012 eingereicht werden. Ein zweiter Wahlgang könnte dann am 21. Oktober 2012 stattfinden. Dieser wird notwendig, wenn kein Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält.
 
OB-Kandidatensuche Kretschmann will Fritz Kuhn zur Seite stehen
Achim Wörner, 06.02.2012 14:30 Uhr
Fritz Kuhn bekommt Unterstützung. Foto: dapd
Fritz Kuhn bekommt Unterstützung. Foto: dapd

Stuttgart - Die Nachricht hat sich wie ein Lauffeuer in Stuttgart und weit darüber hinaus verbreitet: Fritz Kuhn, der aktuelle Fraktionsvize im Bundestag und frühere Vorsitzende seiner Partei, ist bereit, für die Grünen ins Rennen um den OB-Sessel im Stuttgarter Rathaus zu gehen. Gegenüber der Stuttgarter Zeitung hatte er seine Ambitionen bestätigt – vorbehaltlich der Zustimmung der Partei, wie er betont. Für den Kreisvorsitzenden Philipp Franke allerdings ist der 56-Jährige „der ideale Kandidat“. Kuhn sei ein Pragmatiker und passe mit seinem Wirtschaftsprofil perfekt zu Stuttgart. Am Donnerstag will sich der Bewerber in spe der parteiinternen Findungskommission präsentieren. „Ich gehe davon aus“, sagt Franke, „dass die Personalie einhellige Zustimmung findet.“ Die abschließende Entscheidung obliegt dann der Mitgliederversammlung am 15. März.

Kuhn selbst hielt sich am Wochenende mit inhaltlichen Aussagen zurück. Er wolle nicht den Entscheidungen der Partei vorgreifen, sagte er der StZ. Kuhn kennt Stuttgart sehr gut aus seiner Zeit als Landtagsabgeordneter. Im Jahr 2000 hat dann seine bundespolitische Karriere begonnen, die Beziehung zur Schwabenmetropole ist jedoch nie abgerissen.

Murawski hat bei Kuhn nachgefragt

Kuhn, so heißt es, sei der erklärte Favorit der Findungskommission gewesen. Klaus-Peter Murawski, im Brotberuf Chef der Staatskanzlei, hatte in deren Auftrag sodann die offizielle Anfrage gestellt. Werde Kuhn nominiert, sei dies das klare Signal der Grünen, bei der OB-Wahl auf Sieg zu setzen, so Murawski zur StZ. Dieser kann dann im Wahlkampf auch mit der Unterstützung durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann rechnen. „Der Ministerpräsident würde jeden Grünen-Bewerber unterstützen“, sagt Murawski. „Bei Fritz Kuhn täte er dies besonders gerne.“

Kuhn wird bei der OB-Wahl am 7. Oktober 57 Jahre alt sein und – wegen der Altersgrenze von 68 – nur eine Amtsperiode sowie gegebenenfalls weitere drei Jahre Rathauschef sein können. Dies sei aber kein Nachteil, heißt es in der Partei. Für Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle erfüllt Kuhn vielmehr alle Voraussetzungen: er habe einen tadellosen Ruf, sei für viele gesellschaftliche Schichten akzeptabel und könne Wahlkampf. Er selbst habe keine Ambitionen auf eine Kandidatur, so Wölfle, der sich eine Bewerbung offengehalten hatte – aber nur „falls sich niemand findet“, wie er nun sagt. Erleichtert ist auch Peter Pätzold, Fraktionschef der Grünen im Gemeinderat: „Ich bin froh, dass einer unserer fähigsten Köpfe zugesagt hat.“

Kommentare (43)
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FEB
08
Opa Kolja, 10:59 Uhr

@ 11:59 Stephan

Trotz des Fragezeichens hinter Ihrer Annahme/Aussage:"Grüne Lohnschreiber"?-diffamieren Sie wiederholt und vorsätzlich Andersdenkende als irgendwie Abhängige,Gekaufte.Sie machen es sich schon leicht mit dieser Tour.Reicht es bei Ihnen nicht soweit,sich mit Meinungen oder Fakten auseinanderzusetzen und müssen Sie deshalb ersatzweise eben mit diskredierenden "Vermutungen" (Lohnschreiber)dagegenhalten? Nach meinem Dafürhalten bloggen hier überwiegenst politisch interessierte Leser/Bürger-so auch ich.Sicherlich auch Parteimitglieder oder Parteifestgelegte. Beiden Gruppen bin ich nicht zugehörig und Geld erwarte und bekomme ich für meine rein persönliche Meinungsäußerung auch von Niemandem.Verschonen Sie mich/uns deshalb mit impertinenten Unterstellungen.

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FEB
08
Michael Kaufmann, 04:28 Uhr

keine Experimente

Bei allem Respekt für Kuhn, aber die Wirtschaftsmetropole braucht weiter einen bürgerlichen OB, anstatt grüner oder linker Experimente. Dass die nur ins Chaos führen, haben wir oft genug gesehen.

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FEB
08
Freddy Grant, 02:46 Uhr

OB-Wahl

Es ist wirklich eine possitive Entwicklung in die richtige Richtung, wenn sich eine personelle Alternative durch den Fritz Kuhn für das Rathaus in der "Schwabenmetropole" Stuttgart ergibt. Wir kommen sowohl im Lande wie auch in der Hauptstadt der Schwaben endlich zu einer konzeptionell und stategisch nachhaltigen, bürgernahen Entwicklung die uns auch gesellschaftlich und sozial wieder zusammenbringt. Vielleicht schaffen es dann in den nächsten 10-15 Jahren die jetzigen Oppossitionsparteien sich aus Ihrem Muff und Filz zu befreien und ordentliche Alternativen zu entwickeln um wieder regierungsfähig zu werden. Das wäre ein schöner Dienst für unsere Demokratie.

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