Ansturm auf den Mount Everest Trotz Corona-Fällen – Rund 350 Menschen auf dem Mount Everest

In einer langer Schlange klettern Bergsteiger auf einem Pfad knapp unterhalb von Lager vier (Archivbild aus dem Jahr 2019). Foto: Rizza Alee/AP/dpa
In einer langer Schlange klettern Bergsteiger auf einem Pfad knapp unterhalb von Lager vier (Archivbild aus dem Jahr 2019). Foto: Rizza Alee/AP/dpa

Rund 350 Menschen sind in diesem Frühjahr schon auf dem höchsten Berg der Erde gestanden. Rund 200 von ihnen kamen während guten Wetters in den vergangenen beiden Tagen auf dem Gipfel an. Gleichzeitig haben einige Expeditionsfirmen ihre Touren abgesagt: „Alle Teams haben Covid-19-Fälle. Einige wirklich viele.“

Leben: Markus Brauer (mb)
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Katamandu - Rund 350 Menschen sind in diesem Frühjahr schon auf dem höchsten Berg der Erde gestanden. Rund 200 von ihnen seien während des guten Wetterfensters am Sonntag oder Montag oben auf dem Mount Everest angekommen, sagte die Chefin der nepalesischen Tourismusbehörde Mira Acharya. Die genauen Zahlen stünden erst später fest, nachdem jeder Aufstieg geprüft sei.

Expeditionsteams sagen Touren ab

Gleichzeitig haben inzwischen einige Expeditionsfirmen ihre Everest-Touren abgesagt. Eine davon ist die österreichische „Furtenbach Adventures“. „Alle Teams haben Covid-Fälle. Einige wirklich viele. Und die meisten testen nicht oder haben aufgehört zu testen“, erklärte Lukas Furtenbach. „Das Risiko, dass Menschen glauben, dass es ihnen gut geht, sie dann in höhere Lager vordringen und dort symptomatisch werden, wird ein großes Problem sein.“

Er könne das Risiko nicht eingehen, dass einer der Sherpas oder Klienten dort oben sterben würde, so Furtenbach. Trotz strikter Hygiene-Regeln und Corona-Sicherheitsmaßnahmen hätte es bei ihnen schon Corona-Fälle gegeben.

Die US-Firma „Mountain Trip“ erklärte ihr Saisonende auf Facebook auch noch mit einem möglichen Stau auf dem Mount Everest.

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Schwere Corona-Welle in Nepal

Nepal erlebt derzeit wie sein großes Nachbarland Indien eine schlimme Corona-Welle. Krankenhausbetten und medizinischer Sauerstoff gehen aus. Doch die Behörden des armen Landes im Himalaya verneinen derzeit Berichte, wonach es einen größeren Corona-Ausbruch auf dem Mount Everest gebe.

Das Geld der ausländischen Abenteurer ist für das Land wichtig. Nur schon für die Genehmigung, den Berg besteigen zu dürfen, müssen sie jeweils 11 000 Dollar (9000 Euro) bezahlen. Nepal hat dieses Jahr 408 ausländischen Bergsteigerinnen und Bergsteigern eine solche ausgestellt.

Der Mount Everest steht auf der Grenze zwischen Nepal und China – und auch von der chinesischen Seite aus ist das Besteigen möglich. China hatte kürzlich wegen Corona allerdings die Saison abgesagt – auch wenn das Land die Pandemie derzeit gut unter Kontrolle hat.




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