Stuttgarter Kickers vor Duell in Reutlingen Die Blauen demonstrieren Geschlossenheit

Von Jürgen Frey 

Zuletzt reichte es nur zu einem 0:0 gegen das Schlusslicht, aus den vergangenen sechs Spielen gab es nur einen Sieg und der Torjäger fehlt jetzt auch noch verletzt – der Trend im Aufstiegsrennen spricht nicht für die Stuttgarter Kickers.

Geht trotzt der jüngsten Rückschläge optimistisch in die Partie in Reutlingen: Kickers-Coach Tobias Flitsch. Foto: Baumann
Geht trotzt der jüngsten Rückschläge optimistisch in die Partie in Reutlingen: Kickers-Coach Tobias Flitsch. Foto: Baumann

Stuttgart - Es steht viel auf dem Spiel für die Stuttgarter Kickers in dieser Saison in der Fußball-Oberliga. Nach dem jüngsten 0:0 daheim gegen Schlusslicht SV Spielberg und nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Spielen ist das Ziel Aufstieg in Gefahr. Und es ist nicht so, dass die Verantwortlichen der Blauen sich keine Gedanken machen würden, welche Impulse im Endspurt noch gesetzt werden können.

Vertrauen in Flitsch

Eine Möglichkeit wäre ein Trainerwechsel. Ob Tobias Flitsch zur Disposition stehe? „Wir müssen die Mannschaft in die Spur bringen“, antwortete Präsident Rainer Lorz auf diese Frage direkt nach der Nullnummer gegen Spielberg – und verwies auf den Sportlichen Leiter Martin Braun. Der versicherte: „Wir vertrauen dem Trainer.“ Am Montag saß das Trio zusammen und Flitsch stellte seine Sicht der Dinge dar. „Es war ein sehr konstruktives Gespräch. Die Quintessenz war, dass wir trotz der schlechten Serie gute Chancen sehen, mit dem notwendigen Selbstvertrauen unser Ziel zu erreichen“, sagte Braun. Präsident Lorz sprach auch nochmals zur Mannschaft. „Bei uns distanzieren sich intern nicht einzelne Personen, sondern wir demonstrieren in dieser schwierigen Phase gemeinsam, dass wir es schaffen“, erklärt Braun – ergänzt aber auch: „Letztendlich liegt die Wahrheit auf dem Platz.“

Schweres Spiel in Reutlingen

Was er damit sagen will: Überzeugt die Mannschaft an diesem Samstag (15.30 Uhr) beim SSV Reutlingen nicht und es kommt am letzten Oberliga-Spieltag am 30. Mai(15 Uhr) beim FSV 08 Bissingen zu einem „Endspiel“ um Platz zwei, wird die Situation neu überdacht.

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Leicht wird die Aufgabe im Stadion an der Kreuzeiche nicht. Die verletzten Patrick Auracher und Pedro Astray stehen noch nicht zur Verfügung. Und für Torjäger Mijo Tunjic (18 Treffer) ist die Saison nach seinem Bänderriss gelaufen. Das trifft die Blauen hart, da außer ihm nur wenige Kickers-Spieler Torgefahr ausstrahlen, auch aus dem Mittelfeldzentrum heraus werden so gut wie keine Treffer erzielt. Dies ist eines der Kernprobleme in dieser Runde. Zum Vergleich: Vergangene Saison markierte Mittelfeldmann Sandro Abruscia zwölf Tore selbst und war an weiteren 14 Treffern direkt beteiligt. Lhadji Badiane ist einer der wenigen, der auch mal einen oder zwei Gegenspieler umdribbeln kann, dadurch Überzahl und Räume schafft, doch der 32-Jährige ist kein Knipser vor dem Tor.

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Chance für Soultani?

Vielleicht kann im Schlussspurt doch noch Winter-Neuzugang Ilias Soultani für Impulse sorgen. Der technisch versierte Stürmer, der in seinen vergangenen Stationen auch Torjäger-Qualitäten zeigte, kann in dieser Woche immerhin zweimal mit der U19 trainieren und zweimal individuell mit den Co-Trainern. Der 22-Jährige wird in Reutlingen zumindest wieder im Kader stehen.

Restprogramm der Aufstiegsaspiranten

Bahlinger SC (Platz eins, 65 Punkte, plus 44 Tore)

SV Oberachern – BSC (18. Mai , 15.30 Uhr)

BSC – 1. Göppinger Sportverein (30. Mai, 15 Uhr).

Stuttgarter Kickers (Platz zwei, 62 Punkte, plus 31 Tore)

SSV Reutlingen – Kickers (Samstag, 18. Mai, 15.30 Uhr)

FSV 08 Bissingen – Kickers (Donnerstag/Christi Himmelfahrt, 30. Mai, 15 Uhr).

FSV 08 Bissingen (Platz drei, 58 Punkte, plus 20 Tore)

FSV 08 – Neckarsulmer Sport-Union (18. Mai, 15.30 Uhr)

FSV 08 – Stuttgarter Kickers (30. Mai ,15 Uhr)

Termine für die Aufstiegsspiele zur Regionalliga Südwest

Erstes Spiel am Donnerstag, 30. Mai 2019, 14 Uhr

Vizemeister Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Vizemeister Hessenliga

Bei Unentschieden oder Sieg des hessischen Vertreters im ersten Spiel geht es so weiter:

Zweites Spiel am Sonntag, 2. Juni 2019, 14 Uhr

Vizemeister Oberliga Baden-Württemberg – Vizemeister Rheinland-Pfalz/Saar

Drittes Spiel am Mittwoch, 5. Juni 2019, 19 Uhr

Vizemeister Hessenliga – Vizemeister Oberliga Baden-Württemberg

Bei Niederlage des hessischen Vertreters im ersten Spiel geht es so weiter:

Zweites Spiel am Sonntag, 2. Juni 2019, 14 Uhr

Vizemeister Hessenliga – Vizemeister Oberliga Baden-Württemberg

Drittes Spiel am Mittwoch, 5. Juni 2019, 19 Uhr

Vizemeister Baden-Württemberg – Vizemeister Rheinland-Pfalz/Saar