A8-Tunnel bei Mühlhausen Ärger  wegen Ampel an A-8-Tunnel

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Beim Albaufstieg auf der A8 werden automatisch Ampeln angeschaltet, sobald der Verkehr nicht mehr fließt. Fast 100 kurzfristige Sperrungen hat es allein im vergangenen Monat gegeben. Das ärgert die Autofahrer.

Beim Albaufstieg geht’s in den Tunnel.
Foto: Ines Rudel Foto:  
Beim Albaufstieg geht’s in den Tunnel. Foto: Ines Rudel

Mühlhausen - Ein Landwirt, der mit seinem Traktor den Feldweg an der Autobahn entlangtuckert, gibt sich gelassen. „Es hot doch jeder gwisst, dass dia den Stau mit dem Ausbau bloß a Stiggle weiterschiabet“, sagt er im besten Schwäbisch – und setzt seine Fahrt unbeirrt fort. In der Tat, ist es keine allzu große Überraschung, dass die Verbreiterung der A 8 bei Gruibingen (Kreis Göppingen) auf sechs Spuren keine echte Verbesserung des Verkehrsflusses am Fuße der Schwäbischen Alb gebracht hat.

Der Albaufstieg am Drackensteiner Hang hat nach wie vor nur zwei Richtungsfahrbahnen und ist deshalb weiterhin ein Nadelöhr. Zuletzt hat allerdings der im vergangenen Jahr in Betrieb gegangene Lärmschutztunnel Ärger ausgelöst: bei den Autofahrern, bei der Polizei, beim Stuttgarter Regierungspräsidium (RP) und nicht zuletzt bei der Landesstelle für Straßentechnik (LST). Immer wieder schalteten die Ampeln vor dem Portal auf Rot – für die Verkehrsteilnehmer aus unerfindlichen Gründen.

Fast 100 kurzfristige Sperrungen im Januar

Thomas Bucher, Abteilungsdirektor bei der LST, kennt natürlich die Ursache: „Zwischen dem Tunnel und dem Drackensteiner Hang liegt eine Kontaktschleife in der Fahrbahn. Wenn die Autos nur noch in Schrittgeschwindigkeit darüber rollen, schaltet die Ampel automatisch auf Rot.“ Das müsse den aktuellen Sicherheitsbestimmungen nach auch so sein, weil sich der Verkehr, wenn es denn dazu kommt, vor und nicht in einem Tunnel stauen soll. „Das ist kein Defekt, sondern funktioniert im Prinzip wie vorgesehen“, fügt Bucher hinzu. Gleichwohl müsse die Feinjustierung aber noch erfolgen.

Dass es daran hapert, steht außer Frage. Fast 100 kurzfristige Sperrungen hat es allein im vergangenen Monat gegeben. Lästermäuler sprechen bereits davon, dass Gruibingen die kleinste Kommune in Deutschland mit einem Rotlichtbezirk ist. Zum Lachen ist den Verantwortlichen indes nicht zumute. Bei der Autobahnpolizei etwa bindet die automatisch auslösende Ampel einiges an Arbeitskraft. Zwar läuft der entsprechende Hinweis bei der LST auf, und von dort aus wird auch wieder auf Grün geschaltet, aber erst nachdem eine Streife ausgerückt ist und nachgeschaut hat, ob im Tunnel nicht doch Gefahr droht.

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1 KommentarKommentar schreiben

Ampel am Tunnel bei Mühlhausen: So, nun bin ich auch diese Strecke in den Skiurlaub gefahren und zum ersten Mal an dieser Ampel gestanden. Was das mit Verkehrsfluss zu tun hat, ist mir schleierhaft. Der Stau fängt nun bereits am Anstieg zum Aichelberg an, was ich seit Jahren noch nicht - auch in den Hauptreisezeiten - erlebt habe. Da reden alle von Umweltschutz usw. und hier macht man eine künstliche Staustrecke draus. Danke, Ihr Verkehrsplaner. Vielleicht solltet Ihr die Strecken auch mal fahren, die Ihr geplant habt. Für den volkswirtschaftlichen und ökologischen Schaden solltet Ihr mit Eurem Privatvermögen haften. Wer sowas in einer anderen Firma abliefert, wird fristlos gefeuert.

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