AfD-Vorsitzende Petry will auf Flüchtlinge schießen lassen

Von red/dpa 

Geht es nach der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry, muss Deutschland in der Problematik um den Zustrom von Flüchtlingen im Notfall auch von Schusswaffen Gebrauch machen.

Frauke Petry von der AfD kommt mit einem neuen Vorschlag in der Flüchtlingsfrage daher. Foto: dpa
Frauke Petry von der AfD kommt mit einem neuen Vorschlag in der Flüchtlingsfrage daher.Foto: dpa

Berlin - Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry verlangt angesichts des anhaltenden Flüchtlingszustroms eine deutlich strengere Überwachung der deutschen Grenzen. „Wir brauchen umfassende Kontrollen, damit nicht weiter so viele unregistrierte Flüchtlinge über Österreich einreisen können“, sagte Petry der Zeitung „Mannheimer Morgen“. Notfalls müssten Polizisten an der Grenze „auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz“, sagte die Vorsitzende der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland.

Kein Polizist wolle auf einen Flüchtling schießen. „Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt“, meinte Petry. Entscheidend sei, dass es nicht so weit komme und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen der Flüchtlingsandrang gebremst werde.

Im November hatte bereits Petrys Lebensgefährte, der AfD-Politiker Marcus Pretzell, mit der Forderung für Empörung gesorgt, die deutsche Grenze sei „mit Waffengewalt als Ultima Ratio“ zu verteidigen.

Die AfD findet mit ihren radikalen Forderungen in der Flüchtlingsdebatte wachsenden Zuspruch. In einer jüngsten Umfrage des Emnid-„Sonntagstrends“ stieg die AfD hinter Union und SPD zur drittstärksten Kraft im Bund auf, vor der Linkspartei und den Grünen.

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und: dann taucht auch noch ein Zeuge des Interviews auf. "Beim Interview von Frauke Petry mit dem Mannheimer Morgen war auch Imad Karim mit anwesend. Imad ist gebürtiger Libanese und Ex-Moslem. Er kommentiert unter einem Artikel von Tagesschau.de: Kollegen von der Tagesschau, Ihr betreibt Propaganda von unglaublichen Maßen. So hat Frau Petry niemals gesagt. Ihr habt Euer Gewissen verkauft…….. für nichts!!!! Ich saß am selben Tisch und verfolgte das “Interview” , in der Redaktion von Mannheimer Morgen, das vielmehr ein Verhör war. Frau Petry wurde mehrmals diesbezüglich gefragt und jedesmal sagte sie, “wir müssen die Grenzen sichern und ich hoffe, es kommt nie soweit, dass ein Polizist von seiner Waffe Gebrauch macht”. Das hat aber die kleinkarierten Dorfjournalisten von MM nicht interessiert und wiederholten immer wieder und wieder und wieder ob sie für Schiessbefehl sei und jedesmal antwortete das gleiche, bis sie am Ende sagt, ein Polizist habe auch laut seinen Vorschriften zu handeln. (Es gibt Tonaufzeichnungen)." Mal wieder eine dreiste Lüge unserer Qualitätsmedien

was: ist mit der Grenzsicherung von Israel? Meterhohe Mauern, Schießereien an den Kontrollposten etc. Da traut sich kein Journalist der Qualitätsmedien auch nur ein leises Wort der Kritik zu üben. Feiger geht's nicht mehr

Nicht ganz korrekt: Herr Constanza, hier wurde immer wieder Kritik geübt an diesen Zuständen an der Grenze Israels ( http://www.spiegel.de/politik/ausland/mauer-ums-westjordanland-israels-bollwerk-gegen-den-terrorismus-a-778243.html ). Diese wurde nur mit dem Hinweis auf das Selbstverteidigungsrecht eines jeden Staates im Allgemeinen und Israels im Speziellen meist einfach weggewischt.

Frage: an die Atlantikbrücken-Mitglieder: Grenzsicherung ist doch in Eurem gelobten Land namens USA an der Tagesordnung und wird bei jeder Einreise strengstens durchgeführt, warum regt Ihr Euch dann so künstlich auf wenn Frau Petry das gleiche fordert? Ein Tag ohne Heuchelei geht wohl nicht

ganz einfach Herr Costanza: weil wir nicht USA sind! Wenn die einen das machen, bedeutet nicht, dass es der andere auch tun soll! Es bleibt Ihnen überlassen, wo Sie leben wollen. Mehr ist dazu nicht zu sagen......

Ergänzung: zu meinem Gedankenspiel. Die genannte Zahl an Flüchtlingen ist nun mangels Grenzsicherung eingereist. Nun begehen einige der Flüchtlinge Straftaten, seien es Einbrüche, Diebstähle, Überfälle - die ganze Palette der existierenden Kriminalität eben. Sie widersetzen sich aber der Festnahme, sei es mit körperlicher Gegenwehr oder gar mit Waffen. Darf hier die Polizei sich durchsetzen? Wenn ja, mit welchen Mitteln? ebenfalls körperlicher Gewalt? Oder gar der Schusswaffe? Und wenn ja: warum? Sie widersetzen sich doch nur der Festnahme, so wie sich vorher der Aufforderung die Grenze nicht zu überschreiten widersetzt haben. Oder: da es in den Flüchtlingsunterkünften zu sehr stressigen Situationen kommt, beschliessen einige wild in Gärten auf Privatgrundstücken zu campieren. Darf ich Sie als eigentümer daran hindern, mein Grundstück zu betreten? Darf die Polizei die genannten Parsonen von dem Grundstück entfernen - mir ist kein besserer Begriff eingefallen, entschuldigen Sie die martialische Sprache - und wenn ja, mit welchen Mitteln? Oder wenn sich eine größere Anzahl entscheiden würde, das Gottlieb-Daimler-Stadion zu einem großen Campingplatz zu machen? Oder vielleicht in leerstehende Häuser/Wohnungen einzuziehen, ohne den Besitzer zu fragen? Es sind doch Menschen, und was ist schon die Besetzung einer Wohnung oder eines Grundstücks, man muss doch zuerst den Menschen sehen, richtig?

Frau: Petry stellt sich mit ihrer Forderung nach Sicherung der Landesgrenzen gegen die Aufhetzung der Gesellschaft durch Schwarz-Rot-Grün-Gelb + Qualitätsmedien. Schwarz-Rot-Grün-Gelb hetzen die Leute gegeneinander auf, Qualitätsmedien unterstützen das Tag für Tag und dann werfen eben die einen Handgranaten auf Flüchtlingsheime während die anderen immer noch freudetrunken vom Bahnhofsklatschen sind. Genau so spaltet man die Gesellschaft jeden Tag ein bisschen mehr, Frau Petry versucht dies zu hintertreiben mit ihrer Forderung (um die Sicherung der Grenzen gibt es in anderen Ländern gar keine Diskussion, die Atlantikbrücken-Mitglieder müssten das doch von ihren Reisen in die USA wissen)

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