Appell an die Politiker Joachim Gauck gegen Baustopp
lsw, 21.09.2010 17:44 Uhr
Mit Joachim Gauck bezog ein weiterer Prominenter Stellung. Foto: dpa
Mit Joachim Gauck bezog ein weiterer Prominenter Stellung. Foto: dpa
""Diese Entscheidungen jetzt nicht zu vollziehen, das wäre ja fast eine Straftat.""
Joachim Gauck über die Pläne zu Stuttgart 21

Stuttgart - Joachim Gauck, ehemaliger Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, hat die Politik aufgefordert, das Bahnprojekt Stuttgart 21 trotz der Bürgerproteste zu realisieren. In jahrelangen Prozessen seien Entscheidungen zu dem Milliardenvorhaben gefallen, die bekannt gewesen seien, sagte der ehemalige DDR- Bürgerrechtler in der ARD-Sendung "Beckmann" am Montagabend. » "Und diese Entscheidungen jetzt nicht zu vollziehen, das wäre ja fast eine Straftat. Die Politiker, die jetzt sagen, ich baue einfach nicht weiter, die dürfen das gar nicht tun, wenn sie sich selbst ernst nehmen."

Die repräsentative Demokratie in Deutschland habe sich bewährt, sagte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler. Die Deutschen hätten noch nie gesagt, sie wollten so viele Volksentscheide wie in der Schweiz haben. Er freue sich aber auch diebisch, dass Menschen auf die Straße gehen und sich wiederentdeckten als Bürger. Er halte es für eine künftige Aufgabe der Politiker, die repräsentative Demokratie und den spontan artikulierten Bürgerwillen zusammenzubringen. Im Land hat die SPD einen Volksentscheid zum Thema Stuttgart 21 vorgeschlagen. Die CDU-FDP-Landesregierung prüft derzeit juristisch, ob dies überhaupt möglich ist. lsw
Kommentare (110)
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SEP
25
Booker_T, 13:42 Uhr

Perfide Methoden der Gegner

Die Methode der S21-Gegner: 1) Halb-, Viertels- oder glatte Unwahrheiten in Umlauf setzen, um möglichst viele Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen. Beispiel gefällig? „Der neue Bahnhof hat ein Gefälle! Da rollen einem die Koffer weg!“ 2) Wenn man argumentiert, die Behauptungen widerlegt und sich nicht den Behauptungen anschließt: Beschimpfen, beleidigen, „Lügenpack“, Trillerpfeifen, anspucken. 3) Wenn auch das nicht mehr hilft: Bedrohen. Letzteres macht systematisch sicher nur ein kleiner Teil der Gegner. Aber Aufrufe prominenter S21-Gegner, den Druck der Straße zu erhöhen, sind absolut deplatziert.

SEP
23
Manfred Fischer, 13:52 Uhr

Anfrage an die Redaktion

Dies ist kein Kommentarbeitrag sondern eine interne Anfrage. Ich hatte bei Ihnen vor zwei Tagen einen Beitrag zum Gauck-Artikel eingereicht, der nicht veröffentlicht wurde. 1.Frage: Gibt es eine nachlesbare Bedingung, die Kommentare erfüllen müssen, damit sie veröffentlicht werden können? 2. Falls nicht, könnten Sie mir einen Hinweis geben, warum mein Beitrag nicht veröffentlicht wird? Mit freundlichem Gruß Manfred Fischer

SEP
23
Leviathan, 11:50 Uhr

Vorredner Georg wg. " Anarchie"

Georg verdächtigt einen Foristen, dieser strebe Anarchie an. Bisschen Philosophie studieren hilft. Anarchie ist ein "politischer" Zustand, den wir Menschen in naher Zukunft nicht erreichen können. Da muss unsere Spezies sich noch wesentlich weiterentwickeln. Es ist der Idealzustand der Herrschaftslosigkeit - auch der Gesetzlosigkeit, weil die Einzelwesen es in 1000 (?) Jahren gelernt haben, sich rechtlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich unbeschränkt selbständig zu organisieren. Anarchie ist also a priori gut und nicht negativ, wie Georg zürnt. Kant würde seine kategorischen Maximen verwirklicht sehen. Auf S21 bezogen, würde eine solche Idealgesellschaft niemals das Projekt auf diese Weise angehen oder gar durchziehen. Darum wären auch keine Proteste notwendig. Es gäbe keine Schwarzarbeit, keine Subunternehmer, keine Händeaufhalter, keine Seilschaften, kein.......! Georg! Ich habe Pech gehabt. Ich muss jetzt leben!

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