Baden-Württemberg Druck auf Flüchtlinge aus Nordafrika wird erhöht

Von red/dpa 

Asylbewerber aus Nordafrika werden in Baden-Württemberg nicht mehr auf die Landkreise verteilt. Das soll den Druck erhöhen.

Flüchtlinge aus Nordafrika auf Lesbos. Foto: dpa
Flüchtlinge aus Nordafrika auf Lesbos.Foto: dpa

Stuttgart - Baden-Württemberg erhöht den Druck auf Asylbewerber aus nordafrikanischen Staaten. Flüchtlinge aus Algerien, Marokko, Tunesien, Ägypten und Libyen werden nicht mehr an die Landkreise weitergeleitet, sondern bleiben in den Erstaufnahmen des Landes. „In der Unterbringung durch das Land können wir diese teilweise problematische Klientel besser im Blick behalten und entlasten zudem die Kommunen“, sagte der Leiter der Lenkungsgruppe Flüchtlingsaufnahme, Wolf-Dietrich Hammann, am Montag in Stuttgart.

Zudem sollen auffällige Menschen aus Nordafrika an wenigen Standorten im Land konzentriert werden. Auch hätten das Land und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) vereinbart, dass die Asylanträge von Flüchtlingen aus Nordafrika vorrangig bearbeitet werden. Haben die Asylbewerber kein Bleiberecht, sollen sie schnell abgeschoben werden.

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3 KommentareKommentar schreiben

Schmierentheater: Oder gibt es einen passernderen Ausdruck für dieses verlogene Spektakel das diese sogenannten Politiker aufführen. Wer wird den diesen Schmarrn, ohnehin dauernd nur Konjunkiv, noch glauben? Auf diese Leute kann man sicherlich verzichten.

Zu spät - kein Vertrauen mehr da: Sollen, wollen, könnten, möchten... nur gehandelt wird nicht. Alles Augenwischerei. Mein Vertrauen in die Parteien ist weg.

Sollen oder werden dann tatsächlich??: ...."Haben die Asylbewerber kein Bleiberecht, sollen sie schnell abgeschoben werden" Wenn man sich die aktuellen Rückführungsquoten dieser Wirtschaftsflüchtlinge anschaut (aktuell 1%) kann das den Druck auf die Landesstellen extrem erhöhen. Die haben ja auch nicht unbegrenzt Platz. Oder will man, dass diese "problematischen Klientel" wie im Bericht benannt nicht allzu viele Bürger miterleben? Irgendwie klingt das auch nur wieder nach Symptombehandlung anstelle einer tragfähigen Lösung. Man wird um den Schutz der eigenen Grenze und/oder der EU-Grenze nicht umhinkommen und tragfähigere Regeln des Asylrechts vornehmen müssen. Nur mit schneller wieder zurück ist das nicht zu bewerkstelligen und auch nicht verantwortlich für die Wirtschaftsflüchtlinge, da das nur Zeit und Aufwand kostet. Bin gespannt auf die tatsächlichen Zahlen der Rückführung, hoffe man traut sich diese dann 2016/2017 auch zu nennen.

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