Burschentag in Stuttgart Protest gegen Burschenschafter-Treffen

Von dpa/lsw 

Nachdem am Veranstaltungsort bereits am Freitag Steine flogen und in der Nacht zum Samstag ein Burschenschaftler angegriffen wurde, ging die Polizei vom Schlimmsten aus – die Demonstrationen gegen den Burschenschaftstag in Stuttgart blieben jedoch friedlich.

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Stuttgart - Rund 100 Demonstranten haben am Samstag mit Kundgebungen gegen das Treffen des Verbands der Burschenschaften in Stuttgart protestiert. Sie seien vor dem Tagungsort von der Polizei gestoppt worden, sagte ein Sprecher. Einige Demonstranten hätten Eier und Farbbeutel in Richtung der Beamten geworfen. Nachmittags wurde die Versammlung von den Veranstaltern beendet.

In der Nacht zum Samstag war ein 25-Jähriger vor dem Haus einer Burschenschaft in Stuttgart einem Überfall entkommen. Wie die Polizei mitteilte, war der Burschenschafter beim Verlassen des Hauses von vier vermummten etwa 20-Jährigen an Arm und Rücken festgehalten worden. Ihm gelang es jedoch, sich zu befreien. In der Nacht seien zudem Straßenlaternen und Mülleimer mit Parolen gegen den Burschentag beklebt worden.

Der Verband der Burschenschaften tagt noch bis Sonntag in der Sängerhalle in Stuttgart. Bereits am Freitag waren Scheiben des Veranstaltungslokals eingeworfen worden.

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18 KommentareKommentar schreiben

Spaltung des Dachverbandes abgewendet?: >> Ob die vereinbarten Änderungen reichen, um eine Spaltung des Verbands in liberale und konservative Burschenschaften zu verhindern, ist unklar. Innerhalb des Verbandes stehen sich die in der IBZ (Initiative Burschenschaftliche Zukunft) organisierten liberalen Burschenschaften und die konservative Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG) gegenüber. Die etwa 25 Bünde der IBZ hatten bereits auf dem Treffen in Eisenach mit Austritt gedroht. In Stuttgart konnten sie zwar einige ihrer Forderungen gegen die rund 40 konservativen Gruppen durchsetzen. Geführt wird der gemeinsame Dachverband aber im nächsten Jahr von der Wiener 'Teutonia' - einem ultrakonservativen Bund innerhalb des Verbandes. ________________________________________________________ http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/sdpgid=730328/nid=1622/did=10625382/170mgja/index.html

der einzige Triumph der Liberaleren: Der strammrechte Pressereferent wirkt befreit. +++ Daran ändert auch der einzige Triumph der Liberaleren nichts. Norbert Weidner, rechtsextremer Chefredakteur der 'Burschenschaftlichen Blätter', wurde vom Plenum mit 100 zu 70 Stimmen abgewählt. 'Es gab eine Vielfalt von Begründungen dafür', sagte Walter Tributsch, Pressereferent der Deutschen Burschenschaft. '80 Prozent davon waren eher formaler Natur. Viele waren wohl der Meinung, dass es der Deutschen Burschenschaft gut tun würde, wenn der Streit ausgelagert wird.' ________________________________________________________ http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/sonder-burschentag-in-stuttgart-die-rechtsextremen-triumphieren-a-869149.html

Sängerhalle = inoffizielle Stadthalle: >> Überrascht über den enormen Wirbel zeigt sich die Chorgemeinschaft Untertürkheim, die Eigentümerin der Sängerhalle ist. 'Wir haben keinen Einfluss auf die Vermietung', sagt Geschäftsführer Klaus Wolfarth. Aber solange eine Vereinigung legal sei, spräche nichts dagegen. ________________________________________________________ So sieht es auch Pächterin Gisela Vögl: 'Mit welchem Recht könnte ich diese Veranstaltung ablehnen?' Schließlich sei die Sängerhalle die inoffizielle Stadthalle der Neckarvororte. Hier hätten alle Kulturen, Nationen und Vereinigungen ein Recht zu tagen. << ________________________________________________________ http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/nachrichten-newsticker_artikel,-Heftiger-Gegenwind-fuer-Burschenschaft-_arid,195121.html

Gib Linken und Rechten keine Chance: Es stimmt mich schon nachdenklich, wenn die Linken den Rechten mit Gewalt begegnen. Natürlich kann man dann auch ganz demokratisch ein paar Farbbeutel auf unsere Polizei zielen. Natürlich kann man auch 'Nie wieder Deutschland' von sich geben. Es bleibt die Frage, ob die Alternative wirklichlich 'links' sein kann. NEIN!! Gegen links und gegen rechts muss die Parole sein! Hört sich spießig an? Egal, für die Demokratie bin ich gerne ein Spießer!

Pauschal und einfältig!: Wie einfach die Welt doch für schlichte Zeitgenossen sein kann: Links von der Mitte ist alles gut, dort sind die Guten, die Hüter der Demokratie, rechts von der Mitte sind alle Nazis, die Bösen, die haben den (die?) Krieg(e) angefangen und Gutmenschen heißen Johanna, Schlaumaier heißen Jörgern von Pauli, Tom...!!!

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