Da Vinci Nobelquartier am Marktplatz

Von Hildegund Oßwald 

Am Karlsplatz soll ein Gegengewicht zur Haupteinkaufsmeile Königstraße entstehen. Interessenten gibt es bereits.

Das Modell des Architekturbüros Behnisch, von der Planie aus gesehen. Foto: Michael Steinert
Das Modell des Architekturbüros Behnisch, von der Planie aus gesehen.Foto: Michael Steinert
Stuttgart - Die Königstraße hat in den letzten Jahren viele neue Geschäfte bekommen, der Schlossplatz ist mit den Königsbau-Passagen noch mehr in den Mittelpunkt gerückt und mit dem geplanten Einkaufszentrum Quartier S erfährt die Haupteinkaufsmeile letztlich eine Verlängerung bis hin zur Paulinenbrücke.

Der Marktplatz droht derweil ins Hintertreffen zu geraten, weshalb Breuninger jetzt gemeinsam mit dem Land zum großen Gegenschlag ausholt. Die Initiative ging von Breuninger aus, mit klarem Ziel: rund um den Hauptsitz des angestammten Handelshauses soll ein Nobelquartier entstehen, das für Stuttgart neue Maßstäbe setzt. Dass Makler die Stiftstraße in den vergangenen Jahren zu einer kleinen Luxusmeile mit hochkarätigen Einkaufsadressen umgemodelt haben, hat die Bemühungen von Breuninger, mit dem eigenen Sortiment zunehmend auf Edelmarken zu setzen, gut flankiert. Aber Breuningerchef Willem van Agtmael will nicht zuletzt seinen Kindern ein neu aufgestelltes Haus überlassen. "Wir brauchen keinen Quadratmeter mehr, aber wir brauchen hochwertige Läden, Bars, Restaurants und ein Fünfsternehotel. Wenn wir Kunden anziehen wollen, muss auch unsere Umgebung stimmen", sagte er am Donnerstag.

Und er verriet auch schon etwas mehr: Es hätten bereits viele Interessenten für die 9000 Quadratmeter Handel und Gastronomie angeklopft, und er sei überzeugt, dass nicht nur das Hotel neue Kunden bringen werde, sondern auch die neue Tiefgarage. "Dann kommen die Leute direkt ins Quartier und können hier bummeln oder zum Böhm gehen, wenn das klappen würde", so van Agtmael. Für das Luxushotel verhandle man bereits mit einem "guten Namen". Beworben haben sich viele, das Steigenberger Graf Zeppelin ist nicht mehr dabei, sondern investiert lieber ins angestammte Haus am Bahnhof.
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22 KommentareKommentar schreiben

Arisiererfirma B.: @ Breuningerlinksliegenlassen Hallo, ich bedanke mich für die Information. Freundliche Grüße Wolfgang Krauss

@Schlonzi @ Wolfgang Krauss: Hallo Schlonzi, kurz zum Punkt 2 Deines Beitrags: Auf nachgewiesene Unwahrheiten sollte man keine Argumentation aufbauen. Wenn man die ehemalige Gestapo-Zentrale abreißen will, dann sollte man sich frech-ehrlich dazu bekennen. Das Gebäude IST nachgewiesenermaßen authentisch. Teilzerstörungen und veränderte Fassadengestaltung ändern da nichts daran. Stiftskirche, neues Schloss, Hospitalkirche usw. sind viel weniger 'authentisch'. Vergleichsobjekte - z.B. in Köln sind sehr gut besucht. Also bitte nicht so einfach ins Blaue hineinschwätzen... Hallo Wolfgang Krauss Den modernsten Forschungsstand bietet: Stuttgarter NS-Täter Vom Mitläufer bis zum Massenmörder Hg. von Hermann G. Abmayr / Verlag Hermann G. Abmayr-Stuttgart (in den Buchhandlungen vorrätig - darin dargestellt: neben Alfred Breuninger auch Otto Breitling)

Zeitungsleser, volker s: Wo das jetzige Innenministerium steht, soll das 5-Sterne-Hotel hin. Wo das Hotel Silber steht, soll das neue Innenministerium gebaut werden. Von einer Gedenkstätte habe ich nichts gehört. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie das gehen soll, wenn man das zugehörige Gebäude doch abreißt.

Überall: Probleme - Probleme - Probleme: Wann immer in S. ein Projekt entstehen soll, dass mehr als 3,5 Euro kostet ( und daher schwer vorstellbar ist) finden sich in schöner Regelmäßigkeit in den Foren der Stz die selbsternannten 'Missionare' zusammen. Nur sie wissen, was wirklich gut ist - nur sie bestimmen, was die Bevölkerung zu denken und über was sie wo zu gedenken hat. Immer die gleichen Mechanismen ---- und wahrscheinlich immer die (fast) gleichen Leute. Schon mal überlegt, dass es andere Welten gibt? Wenn jemand das Risiko geht dies alles für den gehobenen Bedarf zu bauen, was zerbrecht ihr euch den Kopf, ob sich das rechnet? Wo ihr doch sowieso dort nie einkaufen könnt oder in dem 5 * Hotel absteigen. Wo ist eigentlich euer Problem? Die Wahrheit ist auch, dass die Stuttgarter Bevölkerung diese Hotel Silber Diskussion weder versteht noch eine Gedenkstätte dort haben will. Die Jungen sowieso nicht ... Wenn ein Teil der Leute, welche hier mailen die Ansprüche, welche sie an andere Leute stellen für 5 Minuten an sich anlegen würden wärs vermutlich hier ziemlich einsam.

Nobelquartier am Marktplatz: S21-Gegner suchen ein Nachfolgeprojekt. Dagegen egal warum. Ein Grund findet sich immer ;spei smiley;

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