Debatte über "sexuelle Vielfalt" Initiator der Petition gibt Posten auf

Von SIR/dpa 

Der Initiator der umstrittenen Petition zur Sexualerziehung an den Südwest-Schulen, Gabriel Stängle, ist nicht mehr Referatsleiter im Realschullehrerverband. Dessen Vorstand hat das Rücktrittsangebot des Religionslehrers angenommen.

Der Initiator der umstrittenen Petition zur Sexualerziehung an den Südwest-Schulen, Gabriel Stängle, ist nicht mehr Referatsleiter im Realschullehrerverband. Foto: dpa
Der Initiator der umstrittenen Petition zur Sexualerziehung an den Südwest-Schulen, Gabriel Stängle, ist nicht mehr Referatsleiter im Realschullehrerverband.Foto: dpa

Der Initiator der umstrittenen Petition zur Sexualerziehung an den Südwest-Schulen, Gabriel Stängle, ist nicht mehr Referatsleiter im Realschullehrerverband. Der Vorstand des Verbandes teilte am Dienstag mit, er habe am Montag das Rücktrittsangebot des Religionslehrers angenommen.

Stuttgart - Der Initiator der umstrittenen Petition zur Sexualerziehung an den Südwest-Schulen, Gabriel Stängle, ist nicht mehr Referatsleiter im Realschullehrerverband. Der Vorstand des Verbandes teilte am Dienstag mit, er habe am Montag das Rücktrittsangebot des Religionslehrers angenommen. Stängle war als einer von fünf Referatsleitern für die Themen Erziehung, Bildung und Schulpolitik zuständig. Der Lehrer, der im Bereich Nagold (Kreis Calw) unterrichtet, bleibt allerdings Mitglied des Verbandes.

Der Realschullehrerverband distanzierte sich von der Online-Petition, in der Stängle Grün-Rot den Versuch der „Umerziehung“ in Richtung sexuelle Vielfalt im Bildungsplan 2015 vorwirft. Es handele sich ausschließlich um eine Privatmeinung, die in ihrer ursprünglichen Version im Widerspruch zu den Vorgaben des Verbandes stehe und auch in der veröffentlichten Form eine tendenzielle Ausrichtung aufweise, heißt es in einem vom Vorstand verabschiedeten Papier.

So gehört es aus Sicht des Verbands in den Bereich der Spekulation, wenn der „sofortige Stopp einer propagierenden neuen Sexualmoral“ gefordert wird, diese den internen Papieren zum Bildungsplan jedoch nicht zu entnehmen sei. Die Richtlinien des Verbandes orientierten sich an Achtung und Toleranz gegenüber Andersdenkenden und verböten jegliche Diskriminierung von Personen oder Gruppen.

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12 Kommentare Kommentar schreiben

Paul Peter: 'So lange die Eltern sich mit dem neu zu installierenden Bildungsplan nicht einverstanden erklären, ist eher die Meinung des Realschullehrerverbands eine Private. Elternrecht steht ÜBER dem Erziehungsauftrag der Schule – auch das weiß der Realschullehrerverband offensichtlich nicht' ... Bei dem was andere schreiben jedes Detail auf die Goldwaage legen, aber selbst nicht besser sein: Wer sagt denn bitte, dass bloß Eltern die Petition unterzeichen...vielleicht ist der großteil Kinderlos und hat somit mit dem Thema gar nichts zu tun, wer weiß? Ansonsten werden die Elternverbände das in die Hand nehmen müssen und nicht eine Onlinepetition, die von Hinz und Kunz unterzeichnet wird. Und was die Eltern zu Hause treiben ist immer noch deren Sache, wenn ich nicht mit dem Unterricht einverstanden bin kann ich meinem Kind immer noch meine Meinung zu dem Thema darlegen. Aber Argumente in unbequemen Diskussionen finden zu müssen ist logischerweise anstrengender als wenn das Thema einfach totgeschwiegen wird. In der Schule sollten die Grundrechte jedes Menschen, das Recht auf freie Entfaltung, freie Meinungsbildung und Individualität im Vordergrund stehen und nicht die Kinder nach der Meinung ihrer Eltern erzogen werden.

Gewählte Regierung: Die (Bildungs-) Politik wird von der demokratisch gewählten Landesregierung bestimmt. Was soll eine Petition auf einem Online-Portal mit 100 bis 200.000 Stimmen bringen? Sie hat keinerlei jursitische Bedeutung. Rot-Grün hatte 2011 bei der Landtagswahl 2,3 Millionen Stimmen....

Paul Peter meinte ich natürlich...: in meinem vorherigen Kommentar...

Herr Jansen...: Sie mögen wohl mit den genannten Zahlen recht haben, jedoch haben Sie vergessen zu erwähnen, dass die Petition von Herrn Stängle 38 Tage früher (!) begonnen hat und in 12 Tagen ausläuft. Warten wir noch die 50 Tage ab (Solange hat nämlich die "Pro Bildungsplan-Petition noch Zeit) bis wir uns repräsentative Zahlen um die Ohren werfen :-)

Ulrich Jansen: Herr Jansen, die angebliche „Gegenpetition“ von campact können Sie sich in die Haare schmieren. Campact ist eine Vereinigung, die ganz nach gusto für oder gegen irgendetwas ist und ihre Mitglieder auffordert, entsprechend abzustimmen: mal gegen das Essen von Weißwurst, mal für das Trinken von Bier. Zurzeit sind mehr als eine Million Menschen bei Campact registriert, die sich an den Kampagnen beteiligen.___________________ Die echte Gegenpetition hat bis soeben 71.489 Unterzeichner, davon 28.832 aus Baden-Württemberg – und das ist die entscheidende Zahl. Die Petition von Herrn Stängle hat bis soeben 135.887 Unterzeichner, davon 62.219 aus Baden-Württemberg. ____________ Die Analyse zeigt, dass die Gegenpetition von Berlin aus gesteuert wird, was bei der Petition von Herrn Stängle nicht der Fall ist. Die Grünen werden die Quittung in Baden-Württemberg bekommen, da bin ich mir sicher. ____________________ Im übrigen ist es Verleumdung wenn Sie sagen, die Petition von Herrn Stängle sei eine Hetze, das Gegenteil ist der Fall. Link: https://www.openpetition.de/petition/online/zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens#sticky

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