Sich an den Wettbewerben der Zirkel zu beteiligen strebt er momentan nicht an. „Ich konzentriere mich auf die Zauberei vor Publikum“, sagt er. Die eiserne Regel der Zirkel, über Tricks zu schweigen, hat er einmal gebrochen, gibt er zu und meint heute: „Ich finde den Ideenklau viel schlimmer als den Trickverrat.“ Also: wie schafft er es, aus einem Kartenspiel, das er mehrmals in neue Stapel ordnet, die zwei Karten herauszufinden, die zuvor zwei Kandidatinnen gezogen und wieder zurückgesteckt haben? „Eine mathematische Regel“, sagt Bastian Fischer kurz angebunden und geheimnisvoll. Wer nachfragt, hat sich verrechnet, wenn er auf eine Antwort zählt.

 

Jetzt sitzt Anja auf dem Stuhl mitten in dem Frühstücksraum. Bastian Fischer hypnotisiert sie, aber er macht sich nicht lustig darüber, wenn die junge Frau auf seinen Befehl hin ihren Namen vergisst und sich, wie von Fischer angekündigt, plötzlich Lara nennt. Die Spielerinnen staunen, sie lachen, Verbeugung, Applaus.

Es wird schwer für ihn, sich zu etablieren

„Die Zauberei kostet sehr viel Zeit“, sagt Bastian Fischer. Manchmal dauert es zwei Jahre, bis ein Trick klappt. Er studiert jetzt im zweiten Semester Wirtschaftspsychologie in Frankfurt/Main – das passt zu seinem Interesse an Fragen, wie Menschen zu beeinflussen sind. „Das Studium ist etwas Handfestes“, sagt er, ein Netz gewissermaßen, falls sich die Magie als fauler Zauber erweisen sollte. „Mein Ziel ist aber, von der Zauberei leben zu können. Ich will mein Zauberbusiness während des Studiums aufbauen und danach durchstarten.“ Dass es schwer wird, sich zu etablieren, weiß er auch. Selbst der renommierte Magische Zirkel in Stuttgart hat nur 14 Profikünstler in seinen Reihen. Immerhin: am 12. Mai tritt er beim Müttertag im Theaterhaus mit dem Komikertrio Eure Mütter auf.

„Das Zaubern soll die Menschen zum Staunen bringen und Spaß machen“, sagt Bastian Fischer. Die Handballerinnen haben vor einem Jahr gestaunt und ihren Spaß gehabt. Ob Bastian Fischer wieder für sie auftritt? In diesem Jahr könnte es die Meisterfeier geben. Vier Spieltage vor Saisonende führen sie mit drei Punkten Vorsprung die Tabelle an. Einfach zauberhaft.

Um offene und schmeichelnde Worte ist Bastian Fischer auch auf der Bühne, und sei sie ein Frühstücksraum, nicht verlegen. „Ich habe kein Problem, vor Publikum zu stehen, ich rede gern vor Leuten“, sagt er. Und da mache es gar keinen Unterschied, ob „30 oder 400 Menschen vor der Bühne sitzen“. Viel schwieriger sei es für einen Zauberer, wenn „nur einer zuschaut“. Jetzt schauen ihn mehr als zwei Dutzend Augenpaare an. Spielerinnen kommen nach vorn, er lässt sie verdeckt Gesichter malen – in verschiedenen Farben, mit schmollendem oder lachendem Mund, mit trauriger oder freundlicher Miene. Und er malt auch, und natürlich stimmen die von Bastian Fischer gemalten Gesichter mit denen von den Spielerinnen gefertigten überein.

Im Jahr 2009 hat Bastian Fischer, der zu dieser Zeit noch das Gymnasium besucht, seinen ersten öffentlichen Auftritt in der Stuttgarter Rosenau, wo sich Talente präsentieren können. „Das hat richtig gepusht“, sagt er. Mittlerweile tritt er drei- bis viermal im Monat auf – vor kleinem Publikum auf Partys und Feiern, aber auch auf der großen Bühne, etwa im Römerkastell mit den magischen Spitzenkräften Topas und Roxanne oder im Theaterhaus. Der Nachwuchszauberer schließt eine Hypnoseausbildung ab, geht zum Sprechtrainer, lässt sich von Eberhard Riese, dem Vorsitzenden des Magischen Zirkels Stuttgart, beraten – und er wird Anwärter auf eine Mitgliedschaft in der traditionsreichen Vereinigung, die 1928 gegründet wurde und zu den größten und bekanntesten Zirkeln in Deutschland gehört.

Ideenklau ist schlimmer als Trickverrat

Sich an den Wettbewerben der Zirkel zu beteiligen strebt er momentan nicht an. „Ich konzentriere mich auf die Zauberei vor Publikum“, sagt er. Die eiserne Regel der Zirkel, über Tricks zu schweigen, hat er einmal gebrochen, gibt er zu und meint heute: „Ich finde den Ideenklau viel schlimmer als den Trickverrat.“ Also: wie schafft er es, aus einem Kartenspiel, das er mehrmals in neue Stapel ordnet, die zwei Karten herauszufinden, die zuvor zwei Kandidatinnen gezogen und wieder zurückgesteckt haben? „Eine mathematische Regel“, sagt Bastian Fischer kurz angebunden und geheimnisvoll. Wer nachfragt, hat sich verrechnet, wenn er auf eine Antwort zählt.

Jetzt sitzt Anja auf dem Stuhl mitten in dem Frühstücksraum. Bastian Fischer hypnotisiert sie, aber er macht sich nicht lustig darüber, wenn die junge Frau auf seinen Befehl hin ihren Namen vergisst und sich, wie von Fischer angekündigt, plötzlich Lara nennt. Die Spielerinnen staunen, sie lachen, Verbeugung, Applaus.

Es wird schwer für ihn, sich zu etablieren

„Die Zauberei kostet sehr viel Zeit“, sagt Bastian Fischer. Manchmal dauert es zwei Jahre, bis ein Trick klappt. Er studiert jetzt im zweiten Semester Wirtschaftspsychologie in Frankfurt/Main – das passt zu seinem Interesse an Fragen, wie Menschen zu beeinflussen sind. „Das Studium ist etwas Handfestes“, sagt er, ein Netz gewissermaßen, falls sich die Magie als fauler Zauber erweisen sollte. „Mein Ziel ist aber, von der Zauberei leben zu können. Ich will mein Zauberbusiness während des Studiums aufbauen und danach durchstarten.“ Dass es schwer wird, sich zu etablieren, weiß er auch. Selbst der renommierte Magische Zirkel in Stuttgart hat nur 14 Profikünstler in seinen Reihen. Immerhin: am 12. Mai tritt er beim Müttertag im Theaterhaus mit dem Komikertrio Eure Mütter auf.

„Das Zaubern soll die Menschen zum Staunen bringen und Spaß machen“, sagt Bastian Fischer. Die Handballerinnen haben vor einem Jahr gestaunt und ihren Spaß gehabt. Ob Bastian Fischer wieder für sie auftritt? In diesem Jahr könnte es die Meisterfeier geben. Vier Spieltage vor Saisonende führen sie mit drei Punkten Vorsprung die Tabelle an. Einfach zauberhaft.