Deutschland – Brasilien 7:1 Ja, jemand hat dieses Ergebnis getippt – und noch mehr

Deutschland schlägt Brasilien 7:1, unvorstellbar? Nein, nein. Darauf haben Leute getippt – weltweit. Hierzulande war die Quote dabei wesentlich besser als etwa in Brasilien, wo ein Tipper bloß einen Fernseher gewann. Und Christoph Metzelder ist etwas Lustiges passiert.

Zu schön, um wahr zu sein? Dieser Screenshot soll eine Wahnsinnswette dokumentieren, nämlich ein 7:1 für Deutschland und dass Sami Khedira ein Tor erzielt. Der Einsatz: 20 Dollar, der Gewinnt: 46 380 Dollar. Foto: unbekannt, gefunden bei  http://imgur.com/gallery/FLw3dQU
Zu schön, um wahr zu sein? Dieser Screenshot soll eine Wahnsinnswette dokumentieren, nämlich ein 7:1 für Deutschland und dass Sami Khedira ein Tor erzielt. Der Einsatz: 20 Dollar, der Gewinnt: 46 380 Dollar.Foto: unbekannt, gefunden bei http://imgur.com/gallery/FLw3dQU

Stuttgart - „Damit hat keiner gerechnet“, war wohl einer der häufigsten Sätze nach dem 7:1-Sieg der DFB-Elf gegen Brasilien. Falsch. Damit hat jemand gerechnet. Auf dieses Ergebnis hat jemand gewettet. Sogar ziemlich viele.

Bei dem Sportwetten-Anbieter Oddset sind deutschlandweit 351 Wetten auf einen Deutschland-Sieg eingegangen, der höher als 5:1 ausfällt, berichtet ein Sprecher. Auf ein 7:1 konnte man nicht tippen, bei so vielen so hohen und vor allem unwahrscheinlichen Ergebnissen werde es „ein bisschen unübersichtlich“, so der Sprecher.

Eine ordentliche Quote

Die 351 Tipper dürfen sich auch so freuen. Die Quote beträgt 250 zu 1. Das heißt, wer einen Euro auf fünf oder mehr Deutschland-Tore und ein Tor von Brasilien gewettet hat, bekommt jetzt 250 Euro zurück. Ärgerlich nur: in sämtlichen bei Oddset eingegangenen Tipps wurden nur Kleinbeträge auf einen so deutlichen Sieg Deutschlands gewettet. Im Schnitt habe der Wetteinsatz vier Euro betragen, so der Sprecher.

Wie sich die Wetten auf das Bundesgebiet verteilen, konnte der Oddset-Sprecher nicht sagen. Jedenfalls lohnte sich die riskante Wette auf den hohen Deutschland-Sieg im Vergleich zum einfachen Tipp auf einen Finaleinzug der DFB-Elf: Dafür gab es bei Oddset nur eine Quote von 2,4 zu 1. Bei bwin und anderen nicht-staatlichen Anbietern betrug die Quote um die 2,7 zu 1.

Beim privaten Sportwettenanbieter Tipico konnte man das Spielergebnis gar nicht korrekt vorhersagen: Im Programm waren lediglich Wetten auf Ergebnisse mit sechs oder weniger Toren je Mannschaft. Auf ein 6:0 hätte man tippen können, auf ein 7:0 oder 7:1 hingegen nicht.

„Bei Deutschland gegen Luxemburg wäre so ein Eregbnis denkbar, für das WM-Halbfinale Deutschland gegen Brasilien haben wir es als sehr unwahrscheinlich eingeschätzt“, sagt ein Tipico-Sprecher. Tipper hätten zwar eine Wette auf einen deutschen 7:1-Erfolg extra anfragen können. Das habe aber niemand getan, so der Tipico-Sprecher, „und man wäre da bei einer fantasiereichen Quote herausgekommen.“

Fürs Niederlande-Spiel kann man noch wetten

Im Nachbarland Österreich haben die Buchmacher vor den deutschen Spielen stets am meisten zu tun. Das Halbfinale sei das zweitstärkste Spiel der bisherigen Weltmeisterschaft gewesen, sagt Barbara Binzely vom Wettanbieter „tipp3 Sportwetten“. Nur beim ersten Gruppenspiel der Deutschen gegen Portugal sei noch mehr gewettet worden.

Ein 7:1 konnten die österreichischen Sportexperten allerdings gar nicht vorhersagen – mehr als drei Tore Differenz waren nicht im Angebot. Das haben die Mathematiker für das zweite Halbfinale noch schnell geändert. Wer auf ein 7:1 der Argentinier gegen Holland wetten will, der bekommt im Erfolgsfall 250 Euro für einen ausgezahlt, bei einem niederländischen 7:1 lautet die Quote gar 500:1

Das ist weniger, als der schwedische Tipper bekommt, der in der Nacht zum Mittwoch das korrekte Endergebnis des ersten Halbfinales vorhergesagt hat. 190:1 lautete die Quote für das 7:1 beim Anbieter „Svenska Spel“. Die Wette wurde allerdings platziert, als das 2:0 bereits gefallen war. Für die gesetzten 200 Kronen (21,50 Euro) wurden somit 38 000 Kronen (4080 Euro) ausgezahlt.

19 weitere Schweden haben das 7:1 der deutschen vor der Partie vorhergesagt, besonders reich werden sie allerdings nicht, ihr Spiel findet in einer Art geschützten Gemeinschaft statt, in der die eigenen Einsätze ausgeschüttet werden. Dafür, dass es überhaupt Menschen gab, die der DFB-Elf solch ein Ergebnis zugetraut haben hat Johan Söderkvist von Svenska Spel eine einfache Erklärung: „Der Sommer ist gut – in Schweden und das Bier ist es auch“.

  Artikel teilen
1 KommentarKommentar schreiben

damit wir klug und wachsam bleiben: bekennende Bewahrer unseres Kopfbahnhofs ("Kopfbahnhofschützer") singen aus Anlaß der offiziellen Taufe des Fildertunnels +++ der verquere Struktur-Rückbau-Tunnel-21 muß erst noch gebohrt werden - dagegen funktioniert der Kopfbahnhof zur vollsten Zufriedenheit +++ http://www.youtube.com/watch?list=PLl031FAdZ0sAiBunEYMsj-iiJ0WLrpuaS&v=cjtFeJHK5ek

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.