Europa und die Flüchtlingskrise Polnisches Magazin schockt mit Cover

Von noa 

Ein beliebtes polnisches Magazins ist diese Woche mit einem sehr provokanten Titelbild zur Flüchtlingskrise erschienen - das sorgt in den sozialen Medien für viel Furore.

Mit diesem Cover schockt die polnische Wochenzeitung wSieci. Foto: Screenshot
Mit diesem Cover schockt die polnische Wochenzeitung "wSieci".Foto: Screenshot

Stuttgart - Eine der beliebtesten Wochenzeitschriften Polens, "wSieci" (Das Netzwerk), zeigt auf dem Cover seiner jüngsten Ausgabe ein Titelbild zur Flüchtlingskrise, das von vielen als "politisch inkorrekt" empfunden wird. Es zeigt ein weißes Mädchen, gehüllt in die Europaflagge, das von dunklen Händen angefasst wird. Der Titel lautet: „Islamische Vergewaltigung von Europa“. Darunter steht geschrieben: "Unser Bericht über das, was die Medien und Brüssels Elite vor den Bürgern der Europäischen Union verstecken."


"Hat Europa vor Selbstmord zu begehen?" und "Die Hölle Europa" - so lauten die Überschriften der Titelgeschichten im Inneren der Zeitung. Die Journalistin Aleksandra Rybinska schreibt darin: „Das Volk des alten Europa hat nach den Ereignissen von Silvester in Köln die wahren Probleme schmerzhaft realisiert. Die ersten Anzeichen dafür, dass die Dinge schief gehen, waren jedoch schon viel früher da. Sie werden immer noch ignoriert oder deren Bedeutung wird im Namen der Toleranz und politischen Korrektheit heruntergespielt.“ Auch die Schuldfrage an der schwersten Krise in der Geschichte der Europäischen Union steht für das polnische Magazin bereits fest. Für die Macher von „wSieci“ ist es Bundeskanzlerin Angela Merkel.


Das Cover wurde binnen 24 Stunden nach seinem Erscheinen an den Kiosken zigfach in den sozialen Medien geteilt - und sorgte dort für mächtig Furore. So zogen manche Twitter-Nutzer beispielsweise den Vergleich mit Plakaten aus dem italienischen Faschismus oder dem Dritten Reich heran:


 

  Artikel teilen
24 KommentareKommentar schreiben

Hetze ? : Über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten, auch über manche Titelbilder. Tatsache ist jedoch, daß die Zustände in den vielerorts rechtsfreien Räumen zahlreicher deutscher Großstädte einen anschaulichen Beweis dafür liefern, daß sich die Mißachtung geltender Gesetze ( von den gesellschaftlichen Umgangsformen einmal ganz abgesehen ) gerade nicht - wie von den Protagonisten der unreglementierten Zuwanderung behauptet - auf wenige Einzelfälle beschränkt. Die Mehrzahl der Straftäter ist dabei auch einem eindeutigen soziokulturellen Hintergrund zuzuordnen. Wer noch daran zweifelt, sollte einmal das vor kurzem erschienene Buch einer Bochumer Polizistin mit Migrationshintergrund zu Rate ziehen. Die Vorstellung einer friedlichen, multikulturellen Einwanderungsidylle wird bei der Lektüre schnell revidiert.

NA JA-- - - - - -: Charlie Hebdo - - - um nur ein Beispiel zu nennen, war und wie ich vermute auch nicht gerade zimperlich wenn es um (natürlich) satirische Darstellungen geht. Den vergleich mit alten Faschismus Plakaten finde ich treffend.

Polnisches Magazin: Ich würde all denen, die sich hier über eine "Menschenverachtung" wegen des Titelbildes eines polnischen Magazins aufregen, folgende Empfehlung geben. Fahren sie mit ihrer Frau oder Freundin nach Berlin-Kreuzberg zum Kottbusser Tor. Und lassen sie dann ihre Frau oder Freundin so um die Mittagszeit mal alleine da lang gehen. Sie werden sich wundern, wie menschenverachtend sich da Migranten verhalten, um die es in dem polnischen Magazin geht.

da wäre dann aber ...: eigentlich doch die Stadtverwaltung in der Pflicht, finden sie nicht. Ach ja, wenn wir bei dem Thema sind. Auf "Ballermann" soll ja auch die Lage wieder entspannter sein und Bier in 10 Liter Eimern verkauft werden. - - -Dann ist ja erstmal wieder alles OK. $-))

Keine Scherze:: Das Thema sowie seine medialen Reflektionen sind bei weitem zu ernst, um hier mit seichten Ballermann-Vergleichen daherzukommen.

Diese bildhafte: üble Polemik ist vergleichbar mit der verbalen , üblen Polemik, deren sich hier viele bedienen. Radikalismus ist nicht explizite einer politische Richtung zuschreibbar , sondern ist latent in vielen Köpfen. Bei manchen kommt er gewandelt zum Vorschein. Wölfe im Schafspelz, ein Zeit-Phänomen , dass mehr und mehr um sich greift.

Was gibt es hier, was einen: brüskieren lässt? Was hier gezeigt wird, war Realität für x Frauen an Silvester... schon vergessen? Während die Presse hierzulande relativiert, erklärt, verharmlost oder sich gänzlich ausschweigt, wird hier erinnert? Wir Deutsche sind doch sonst auch so gut im Erinnern... warum also nicht hier?

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.