ExklusivFDP in Holzmaden Der 27,5-Prozent-Mann

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Rainer Stephan von der FDP hat bei der Landtagswahl 2011 Geschichte geschrieben. Sein Ergebnis in Holzmaden im Landkreis Esslingen ist kaum zu toppen. Im aktuellen Wahlkampf soll es ein anderer Kandidat richten.

Rainer Stephan hat im Jahr 2011 für positive Schlagzeilen in Holzmaden gesorgt. Foto: privat
Rainer Stephan hat im Jahr 2011 für positive Schlagzeilen in Holzmaden gesorgt.Foto: privat

Holzmaden - Anders als noch vor vier Jahren tritt Rainer Stephan bei der nun anstehenden Landtagswahl zwar nicht mehr als Kandidat der FDP an. Doch sein Herz schlägt immer noch genauso stark für die Liberalen wie damals. Im Wahlkreis Kirchheim klebt er Plakate und wirbt auch an Wahlkampfständen für seine Partei um die Gunst der Wähler.

Als die Landes-FDP im Jahr 2011 auf 5,3 Prozent abstürzte und eine historische Niederlage einstecken musste, konnte wenigstens Rainer Stephan für positive Schlagzeilen sorgen. Zwar kam der heute 60-Jährige damals in seinem Wahlkreis Kirchheim auch nur auf überschaubare 5,97 Prozent und verpasste den Einzug ins Stuttgarter Landesparlament. Doch in seinem Heimatort Holzmaden im Landkreis Esslingen machten 27,5 Prozent der Stimmberechtigten ihr Kreuzchen hinter dem Namen von Rainer Stephan.

Rainer Stephan ist tief verwurzelt in Holzmaden

Dieses sensationelle Ergebnis, das auch der Baden-Württemberg-Atlas der Stuttgarter Zeitung unter www.bwatlas.de zeigt, wird sich in diesem Jahr nicht wiederholen. „Das wäre ein Weltwunder“, sagt Rainer Stephan mit Blick auf den 13. März. Die liberale Erfolgsgeschichte von 2011 in Holzmaden ist untrennbar mit der Person des damaligen Bewerbers verbunden. „Mir haben natürlich auch viele Leute ihre Stimme gegeben, die sonst eine andere Partei wählen würden“, sagt der Holzmadener. „Einer von uns“ – treffender hätte der Slogan im Fall von Rainer Stephan nicht sein können. Tief verwurzelt ist der Diplom-Verwaltungswirt in dem gut 2000 Einwohner zählenden Flecken. Über Mitgliedschaften in mehreren Vereinen kennt Rainer Stephan die Menschen im Ort. „Mein Leben wird geprägt durch das Ehrenamt“, sagt der Holzmadener, der im Turn- und Sportverein der Ehrenamtsbeauftragte ist. Ein Vierteljahrhundert saß Rainer Stephan auch im Gemeinderat der Albvorlandgemeinde.

 

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Ein liberaler Nachfolger für Rainer Stephan ist in Holzmaden derzeit nicht in Sicht. „Die FDP hat hier genau ein Mitglied: Das bin ich“, sagt der 60-Jährige. Gleichwohl hofft Rainer Stephan auf ein gutes Ergebnis seiner Partei in Holzmaden und darüber hinaus. „Es ist eine Stimmungsverbesserung für die FDP eingetreten“ – das ist der Eindruck, den Rainer Stephan bei seinen Begegnungen mit den Bürgern auf der Straße zuletzt gewonnen hat. Sein Tipp für die Liberalen bei der Landtagswahl am 13. März: sieben Prozent.

Stephan unterstützt im Wahlkampf den amtierenden Kandidaten Kuhn

Nach Kräften unterstützt Rainer Stephan in der heißen Phase des Wahlkampfs Ulrich Kuhn – den amtierenden FDP-Kandidaten für die Landtagswahl im Wahlkreis Kirchheim. Als niedergelassener Kinder- und Jugendarzt hat Ulrich Kuhn im Raum Kirchheim einen relativ hohen Bekanntheitsgrad, den er durch zahlreiche Wahlkampfauftritte noch zu steigern versucht. Doch bei aller Popularität dürfte Rainer Stephans Traumergebnis von 27,5 Prozent selbst in Ulrich Kuhns Heimatgemeinde Lenningen wohl kaum zu toppen sein.

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Keine Sorge: Freies Denken erfodert Mut. Dieser Mut wird oft verkannt oder gar bekämpft. Am Ende zählt der Einsatz für die Menschen. Und diese sind nicht rot, grün oder blau. Herr Stephan machen Sie bitte an Ihrer Stelle weiter. ich bin übrigens kein Parteigänger, sonst würden Sie mich höchstwahrscheinlich kennen.

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