In diesem Jahr finden die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Stuttgart statt: Die Stadt und das Land müssen sich über den Umfang der zentralen Feierlichkeiten allerdings erst einigen.

Stuttgart - Nach München ist in diesem Jahr die Landeshauptstadt Stuttgart an der Reihe, die zentralen Feiern und Veranstaltungen zum Tag der Deutschen Einheit am 2. und 3. Oktober auszurichten. Doch mit der Umsetzung der Pläne und der Finanzierung hapert es noch. Grund sind nach StZ-Informationen Abspracheprobleme zwischen dem Rathaus und dem Staatsministerium.

 

Für diese Woche hatte die Verwaltung entsprechende Beratungen in den zuständigen Ausschüssen des Gemeinderats angekündigt, doch der Tagesordnungspunkt wurde abgesetzt. Es gebe an der einen oder anderen Stelle noch Klärungsbedarf, sagte Ordnungsbürgermeister Martin Schairer. Wie es aussieht, kann die Stadt bisher ihren Kostenbeitrag zu den Feierlichkeiten nicht exakt beziffern, weil die Landesregierung bisher kein Konzept für die Bespielung von Plätzen in der Stadt vorgelegt hat. Unklar bleibt daher, ob der veranschlagte städtische Kostenanteil von 300 000 Euro ausreicht, um etwa im Anschluss an die Feiern die Rasenflächen am Schlossplatz zu sanieren oder sonstige Reparaturarbeiten vorzunehmen. Der Zeitplan für die entsprechende Vorlage zur Finanzierung des Nationalfeiertages sei „zu ambitioniert gewesen“, heißt es aus dem Referat für Sicherheit und Ordnung.

Offiziell ist das Land Veranstalter des Tags der Deutschen Einheit und auch Hauptfinancier der Feierlichkeiten. Die Stadt als Ausrichtungsort beteiligt sich aber an der Organisation. Der Tag der Deutschen Einheit findet seit 1990 in der Landeshauptstadt des Landes statt, das zu diesem Zeitpunkt auch den Vorsitz im Bundesrat inne hat.