Filderbahnhof SPD-Rat denkt an Extratopf
Thomas Braun, 10.11.2012 19:53 Uhr
Sollte die im Filderdialogs geänderte Planung nicht abgedeckt sei, kann sich die SPD vorstellen, dass sich die Stadt an einer Finanzierung der Mehrkosten aus beteiligt.Foto: dpa
Stuttgart - Die SPD im Gemeinderat schwenkt offenbar auf die Linie des Fraktionschefs der SPD im Landtag, Claus Schmiedel, ein. Demnach könnten Mehrkosten für die geänderte Planung des Fernbahnhofs am Flughafen gegebenenfalls außerhalb der geltenden Finanzierungsvereinbarung finanziert werden, in der die Gesamtkosten von maximal 4,52 Milliarden Euro für das Projekt Stuttgart 21 vertraglich fixiert sind. Der SPD-Fraktionsvize im Rathaus, Hans H. Pfeifer, sagte auf Anfrage, zunächst seien das Land und die Bahn am Zug, die exakten Kosten zu ermitteln. „Die Frage ist, ob der Filderbahnhof Bestandteil des Finanzierungsvertrags ist oder nicht“, so Pfeifer. Falls sich herausstellen sollte, dass eine im Rahmen des Filderdialogs geänderte Planung durch die zwischen den Projektpartnern abgeschlossene Vereinbarung nicht abgedeckt sei, könne er sich vorstellen, dass sich die Stadt an einer Finanzierung der Mehrkosten aus einem Extratopf beteilige. Er setzte hinzu, die SPD-Fraktion stehe aber weiter zu dem von ihr initiierten Bürgerentscheid für den Fall einer Überschreitung des vertraglich vereinbarten Kostenrahmens: „Ich will den Kostendeckel nicht lupfen“, so Pfeifer.
Die Grünen im Rat kritisierten Pfeifers Aussagen scharf. Die SPD habe 2009 selbst jenen Ratsbeschluss herbeigeführt, wonach im Fall von Mehrkosten für die Stadt ein Bürgerentscheid oder eine Bürgerbefragung durchzuführen seien. „Wir hoffen, dass das eine Einzelmeinung ist“, so Fraktionssprecherin Sylvia Fischer. Ihr Kollege Peter Pätzold erinnerte an die Prämissen des Filderdialogs, in denen es heißt: „Die Finanzierungsvereinbarung darf in den Grundzügen (Kostendeckel) nicht tangiert sein.“ Pätzold: „Wir haben einen Haushalt für S 21 und keinen Schattenhaushalt.“





Vielen Dank Herzilein-EB (17:47) für die nette Satireneinlage
Dazu paßt die Fortsetzung (17:52) bestens dazu, wo Sie Hohenstadt auf der Schwäbischen Alb plötzlich irgendwohin zwischen Flughafen und Wendlingen (oder war es an den Fernsehturm?) hinverlegt haben. Amüsant auch, daß Sie K21 mit S21 verwechselt haben, oder war es doch umgekehrt? .......... Schön wie Sie in Ihrem netten Aufsatz über Streckenanschlüsse feststellen, daß da gar keine Züge fahren. Ok, dann stimmen wir das Lied an: „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“. .......... Und was habe ich gelacht, daß es keinen Anschluß mehr von Cannstatt zum Flughafen mehr geben soll, dafür aber eine Direktverbindung Nürtingen – Cannstatt. .......... Und noch so einen Lacher bekam ich, daß Sie einen Höhenverlauf eines nicht mehr existierenden Bauteils des Kopfbahnhofs gebeten hatten. Ach tut mir noch der Bauch weh, vor lauter Lachen. - Dennoch allen Ernstes Oben bleiben!
S21Gegner stellen fest: S21 ist doch harmlos, weil der Kombibahnhof akzeptabel ist
Werter Herr Schwab! 'Sie wissen ganz genau aus Hunderten Kommentaren von mir, daß ich ein Verfechter von K 20, allenfalls K 21 bin' Wenn Sie 'allenfalls' für K21 eintreten, dann treten Sie also auch für die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm mit dem Scheitelpunkt bei Hohenstadt ein? Dann haben sich also Ihre energetischen Überlegungen gegen S21 in Luft aufgelöst? ________________________________________________________________________ 'Den Kombibahnhof würde ich nur als Kompromiß schlucken, ich sehe Vorteile gegenüber S 21 und teilweise auch K 21, aber auch die selben massiven Probleme, wie bei S 21, nur in abgeschwächter Form. ' Sehen Sie nun massive Probleme, die das Projekt Ihrer Meinung nach unmöglich machen, oder nicht? Was sind denn 'massive Probleme in abgeschwächter Form'? Muss für den Kombibahnhof das Grundwasser abgesenkt, der Schlossgarten umgebraben, der Nesenbach in einen Düker verlegt, die Seitenflügel abgerissen, die Ebenerdigkeit des Sackbahnhofs aufgegeben, die Tunnels durchs Anhydrit getrieben, die Bahnsteige geneigt werden? Und akzeptieren Sie das, Ja oder Nein? ___________________________________________________________________ 'Ich bin nur ein guter Demokrat und würde einen Kompromiß akzeptieren, das ist alles.' Wenn Sie ein Demokrat wären, hätten Sie nach der Volksabstimmung das letztgültige demokratische Votum der Bevölkerung Baden-Württembergs akzeptiert. ___________________________________________________________________ 'für einen viergleisigen Tiefbahnhof müßten maximal 12 Weichen verlegt werden, für einen 8-gleisigen viermal so viel, trotzdem können beim viergleisigen alle Gleise von jedem Zulaufgleis her erreicht werden, bei einem 8-gleisigen trotz vier mal so vieler Weichen nur 5' Was soll das für ein Argument sein? Der 4gleisige Bahnhof wäre an 3 wichtige Streckenäste (Cannstatt, Plochingen, Böblingen) gar nicht angeschlossen, es könnte also GAR KEIN ZUG aus diesen Richtungen ihn und damit Flughafen oder NBS erreichen. Warum soll das toll sein? Und warum soll es besser sein, dass ein Zug 4 Bahnsteiggleise erreicht und im Zweifelsfall den gesamten Betrieb blockiert (Kreuzung der Gegenrichtung im 4gleisigen Bahnhof), als wenn jeder Zug 5 Bahnsteiggleise erreicht und dabei 3 der Gegenrichtung immer noch komplett freie Fahrt ermöglichen? Das ist wohl unlogisch, oder? ____________________________________________________________________ 'Werner Stohler, der den umstrittenen Streßtest präsentiert hat, stellt fest, daß die Seitenflügel bei einem nur viergleisigen Tiefbahnhof hätten stehen bleiben können.' Wie soll das möglich sein? Bitte um ein Zitat und um Angabe der Höhenverläufe. Davon ab, dass die Diskussion müßig ist, denn die Bahnhofsflügel sind WEG! ___________________________________________________________________ 'Der Bahnhofstrog hätte weitaus weniger Gewicht gehabt, die Verankerung wäre viel einfacher und schonender gewesen.' Wenn der Bahnhofstrog weniger Gewicht hätte, dann müsste ja die angebliche von Ihnen postulierte Gefahr des 'Aufschwimmens', des 'Blockierens des Grundwasserstromes', viel extremer sein, oder? Wenn also der S21-Bahnhof das Grundwasser blockiert oder aufschwimmgefährdet ist, dann müsste der 4gleisige leichtere Durchgangsbahnhof ja noch viel gefährlicher sein, oder? Oder ist der auf einmal harmlos? Dann wäre S21 Ihrer Meinung nach auch harmlos. ______________________________________________________________________ 'Wer den Kompromiß Kombibahnhof gewollt hätte, hätte dies sofort nach dem Streßtest tun müssen mit voller Kraft. Jetzt ist der Zug abgefahren. ' Wir sind uns in diesem Punkt einig, mit Ausnahme des Zeitpunktes. Wer den Kombibahnhof gewollt hätte, hätte sich schon im ROV 1996 oder im PFV 1.1 dafür stark machen müssen. Seit 2005, dem Zeitpunkt der Baugenehmigung, ist der Zug abgefahren. ___________________________________________________________________ 'Im übrigen: ein Kombibahnhof in Tallängsrichtung wäre eh besser und schonender, aber, wie gesagt, das ist Schnee von gestern. ' Ein Kombibahnhof in Längsrichtung wäre wegen der kritischen Unterfahrung der Innenstadt nicht baubar oder wegen der resultierenden Tunneltiefe nicht genehmigungsfähig gewesen. Wenn Sie anderer Meinung sind, bitte einen genauen Höhenverlauf mit Lageplan und Überdeckung vorlegen. Es geht einfach nicht.
Was glauben Sie denn, wer Sie sind?
Ich bin ein Eisenbahner seit Generationen, ich weiß noch den Dampfzug. Und der Verkehr war schon immer gleich und nun zu den Fakten. 1. Der Filderbahnhof wird unter den Fildern gebaut und obendrauf auch, so daß man zugleich noch ein paar Krautsköpfe nach Hannover in einen Kühlwagen verladen kann. 2. Der unterirdische Teil dient dem Tunnel. Im Tunnel wird angekommen und abgereist, die Flieger starten gleich daneben. 3. Ein Parkplatz braucht es nicht. Man stellt das Auto einfach am Bahnhof ab. 4. Eine Eisenbahn fährt immer vorwärts, egal wo die Lok ist und bergauf geht auch weit über 30% Steigung, siehe Gletscherbahn in Zermatt. Ein ICE schafft das locker. 5. Der Schaffner paßt zusätzlich auf, das der Lokfahrer die Handbremse anzieht und sauber am Berg anfährt. Aber das können sich die Gegner wieder alles nicht vorstellen, was heutzutage alles möglich ist.