Filderstadt Zu dunkel und zu dreckig

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Der Gang zwischen dem S-Bahnof Bernhausen und dem benachbarten Parkhaus ist dreckig und schlecht beleuchtet . Die Stadtwerke wollen die Situation verbessern. Den entsprechenden Antrag hatte die SPD-Fraktion gestellt.

Der Gang zwischen Parkhaus und S-Bahnhof ist nicht nur dunkel, dort gibt es auch Urinpfützen und viel Müll. Foto: Otto-H. Häusser
Der Gang zwischen Parkhaus und S-Bahnhof ist nicht nur dunkel, dort gibt es auch Urinpfützen und viel Müll.Foto: Otto-H. Häusser

Bernhausen - Schon seit Jahren machen viele Fahrgäste der S-Bahn einen Bogen um den Gang, der sich zwischen dem Parkhaus und der Bahnstation befindet. Sie gehen lieber, wenn sie ihr Auto abgestellt haben, den weiteren Weg entlang der Karlstraße zum Bahnhof.

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Der direkte Weg durch einen schmalen Gang ist schlecht beleuchtet, dreckig und riecht. „Dort gibt es Exkremente und Urinpfützen“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Bauer im Technischen Ausschuss. Deshalb hatte seine Fraktion im Rahmen der Haushaltsberatungen gefordert, für mehr Sauberkeit zu sorgen. „Das ist der Eintrittsbereich von Filderstadt, das muss verbessert werden“, fügte Bauer hinzu. Armin Stickler (Grüne) unterstützte das Begehren und sagte, dass der Gang heller ausgeleuchtet werden müsse, damit er besser einzusehen sei. Richard Briem (FW) schlug vor dort ein Schild aufzuhängen, auf dem zu lesen ist: „Vorsicht videoüberwacht“ – auch wenn es dort keine Kameras gebe.

Stadtwerke zuständig

Auch im Stadtwerke-Ausschuss spielte das Thema am Montag noch mal eine Rolle. Vor allem deshalb, weil der städtische Eigenbetrieb für das Parkhaus verantwortlich ist. Stadtwerke-Geschäftsführer Jan Meier sagte, dass der Gang noch zum Parkhaus gehöre, dass er aber von der Bahn im Auftrag der Stadtwerke gereinigt werde, und zwar dreimal die Woche. Der Aufzug im Parkhaus müsse dagegen von einem städtischen Mitarbeiter sauber gehalten werden. Dort sei es aber trotzdem nicht sauber, sagte Alfred Weinmann (SPD). „So was dreckiges habe ich sonst noch nirgends gesehen“, sagte der Bonländer und fügte hinzu, dass er oft ins Ausland reise.

Auch der Fraktionskollege von Weinmann, Frank Schwemmle, griff den Haushaltsantrag der SPD erneut auf. „Das ist alles andere als eine Visitenkarte für Filderstadt“, sagte er. Den Leuten, die dort vorbei kommen, sei es im Übrigen egal, wer für die Reinigung zuständig sei, sie müsse nur ordentlich erledigt werden. „Das ist ein ernsthaftes Problem.“ Die dunklen Ecken müsse man beseitigen.

Gespräche mit der Bahn laufen

Stadtwerke-Chef Meier berichtete, dass bereits entsprechende Gespräche mit der Bahn geführt würden. Man sei bestrebt, die dreckigen Stellen wegzubekommen und für mehr Licht in dem Verbindungsgang zu sorgen. Bürgermeister Andreas Koch sagte: „Das ist aber nicht nur ein Filderstädter Problem.“ Das Anliegen der Stadträte sei jedoch auf jeden Fall berechtigt. Man werde ihnen in einer der nächsten Sitzungen des Betriebsausschusses Stadtwerke berichten, welche Verbesserungen dort vorgenommen wurden und inwieweit sie gewirkt hätten.