Fildertrasse von Stuttgart 21 Bagger räumen schon das Baufeld

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Schon vor der Genehmigung für die Fildertrasse von Stuttgart 21 und den geplanten Fernbahnhof am Flughafen wird zwischen Ostfildern und dem Stuttgarter Stadtteil Plieningen das Baufeld der Hochgeschwindigkeitsstrecke frei geräumt.

Zwischen Ostfildern und Plieningen stehen Baumaschinen, weil ein  Glasfaserkabel  der Fildertrasse von Stuttgart 21 im Weg ist. Foto: C. Hass
Zwischen Ostfildern und Plieningen stehen Baumaschinen, weil ein Glasfaserkabel der Fildertrasse von Stuttgart 21 im Weg ist.Foto: C. Hass

Stuttgart - Noch läuft auf der Messe der Erörterungstermin für die Fildertrasse von Stuttgart 21. Nach Lärmschutz, Öko-Ausgleich, den Sorgen der Landwirtschaft und der Geologie entbrannte am Freitag eine Debatte um den Brandschutz im Flughafenbahnhof und das von Gegnern angezweifelte Tunnel-Sicherheitskonzept (siehe „Feuerwehr kritisiert Brandschutzkonzept“). Bis zu einer Entscheidung, ob die Bahn ihr Großprojekt tatsächlich wie geplant verwirklichen darf, werden noch Monate ins Land ziehen. Erst Mitte nächsten Jahres wird mit dem nötigen Beschluss des Eisenbahn-Bundesamts über die Planfeststellung gerechnet.

Seit Juli arbeitet eine Spezialfirma auf Plieninger Markung

Doch augenscheinlich wird bereits jetzt das Feld für die Fildertrasse frei geräumt. Über den Sommer hat eine Baufirma aus Nordbayern begonnen, Leerrohre für eine Datenleitung der Telekom in den Boden zu verlegen. An der Markungsgrenze zu Ost-fildern ist im Schatten der Autobahn 8 ein kleines Baulager eingerichtet. Dicht neben den auf dem Feld wachsenden Salatköpfen warten Absperrgitter, Kabelrollen und Bagger der Firma Kollmer auf den Einsatz.

Das 1948 von einem Sprengmeister gegründete Unternehmen hat sich von einem kleinen Bohrfachbetrieb zu einer 150 Mitarbeiter starken Spezialfirma für Leitungsbau gemausert. Um einen neuen Platz für das Glasfaserkabel zu schaffen, rücken die Arbeiter von Denkendorf im Landkreis Esslingen aus nun Richtung Stuttgart vor.

„Seit Juli arbeiten die auf Plieninger Markung“, weiß Michael Gehrung, landwirtschaftlicher Obmann für den Stadtteil. Dass die laut Eigenwerbung auf graben-losen Leitungsbau, Pressbohrverfahren und die Arbeit mit Grabenfräse und Verlegepflug spezialisierte Firma schon vor dem Start der S-21-Bauarbeiten mit schwerem Gerät auf den Fildern unterwegs ist, passt für den Landwirt ins Bild: „Das ist eben die Taktik bei Stuttgart 21, dass immer bröckelesweis vorgegangen wird“, sagt er. Wenigstens bescheinigt er der Firma, sich in den meisten Fällen bei den Arbeiten an den Verlauf der Feldwege zu halten.

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31 Kommentare Kommentar schreiben

dieses ewige geheule: hier baut die telekom. dass dies der bahn später vorteile bringt ist unbestritten. deshalb bezahlen sie auch einen teil der freimachung. das ist wie in stuttgart. da braucht nur einer mit der schaufel auf der schulter durch stuttgart laufen schon wird er angeraunzt wo wieder für s 21 gebaut werden soll.

ermüdend, Herr Paul Peter: Was wollen Sie mir denn jetzt schon wieder sagen? Von welchen Vorstellungen fabulieren sie da? Ich habe nirgendwo behauptet die Bahn sei hier der Auftraggeber. Ich sagte die Bahn ist als Mitfinanzier indirekt an dem Auftrag beteiligt. Ja, das Land ist an S21 beteiligt. Das Land ist Projektpartner! Ich habe niemals behauptet, das Land sei der Auftraggeber. Also verdrehen Sie nicht schon wieder alles - oder verstehen Sie das wirklich nicht?!

Falscher thread - Thomas Schmidt: Leider habe ich meinen Beitrag im falschen thread eingestellt, daher hier nochmals richtig: Das Land beteiligt sich an den Kosten für S21. Ich wusste nicht, dass es deshalb dann auch Auftraggeber ist - vielleicht sollten Sie Ihre Vorstellungen dem Land unterbreiten.

Paul Peter, 10:33 Uhr: Sie verstehen mal wieder nicht. Die Bahn bezahlt für die Freiräumung des Baufelds. Ob si nun selbst die Bagger auffährt, oder auffahren lässt, spielt dabei keine Rolle.

Innovativ: Ach so, wenn ich mich an etwas beteilige bin ich nicht daran beteiligt. Das wußte ich natürlich nicht. Diese Logik ist schon grandios und vor allem innovativ, Herr Peter! Bin ich dann eigentlich auch an etwas beteiligt, wenn ich mich nicht beteilige?!

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