Flüchtlinge in Stuttgart-Feuerbach An der Wiener Straße haben die Arbeiten begonnen

Von Torsten Ströbele 

Die drei Unterkünfte an der Wiener Straße für bis zu 243 Flüchtlinge sollen im Juni fertiggestellt sein. Der Freundeskreis Flüchtlinge bereitet sich derzeit auf die Aufgaben vor, die auf ihn zukommen werden.

Auf rund 3500 Quadratmetern werden derzeit drei Systembauten erstellt. Zuvor befanden sich Gärten auf dem städtischen Grundstück an der Wiener Straße. Foto: Torsten Ströbele
Auf rund 3500 Quadratmetern werden derzeit drei Systembauten erstellt. Zuvor befanden sich Gärten auf dem städtischen Grundstück an der Wiener Straße.Foto: Torsten Ströbele

Stuttgart-Feuerbach - Die Gärten an der Wiener Straße sind weg. Wo früher auf etwa 3500 Quadratmetern unter anderem Bäume, Hütten und Tiere zu finden waren, wird seit wenigen Tagen kräftig gebaut. Bis Juni sollen dort drei Unterkünfte für bis zu 243 Flüchtlinge errichtet werden. Axel Wolf vom Amt für Liegenschaften und Wohnen geht davon aus, dass die Bewohner im Juli einziehen werden.

Vor allem Familie Schütz ist vom Bau der Unterkünfte an dem Standort betroffen. Sie hatte den Löwenanteil der Gartenfläche von der Stadt gepachtet (wir berichteten). Mittlerweile haben sich die Wogen vor Ort wieder einigermaßen geglättet. Die zwei Ponys der Familie sind untergekommen, und auch ein neuer, kleinerer Garten ist gefunden. Auf die Ersatzangebote der Stadt ist Familie Schütz nicht eingegangen. Allerdings haben sich beide Parteien am Ende doch angenähert. „Die Fläche haben wir letztendlich wie sie steht und liegt zurückgenommen“, sagt Axel Wolf. Familie Schütz habe viel beseitigt, es letztlich aber nicht geschafft, bis Ende Oktober das Gartengrundstück komplett freizuräumen. Das sei aber kein Problem gewesen – weder technisch, noch finanziell. „Die Beseitigung der Reste ist quasi nebenbei erfolgt. Kostenmäßig haben wir es nicht beziffert, aber es handelt sich sicher nur um untergeordnete Beträge ohne Auswirkung auf das Gesamtbudget. Eine weitere Verzögerung der Freimachung der Fläche wäre ungleich nachteiliger gewesen“, sagt Wolf.

Nun richtet sich der Blick vor Ort in die Zukunft. Der Sprecher der Flüchtlingsfreunde Feuerbach (FFF), Wolf-Dieter Dorn, ist schon in Gesprächen mit der Nachbarschaft, den Kirchen und Vereinen, um die neuen Herausforderungen, die mit der Unterkunft an der Wiener Straße auf den FFF zukommen, meistern zu können. Der Präsident der Sportvereinigung Feuerbach, Rolf Schneider, möchte auf jeden Fall weiterhin helfen: „Was wir an der Bubenhaldenstraße angefangen haben, führen wir hier fort.“ Es handle sich unter anderem um Fußball-, Basketball- und Gymnastik-Angebote. In den Schulferien versuche man zudem die freien Wasserzeiten im Hallenbad Feuerbach zu nutzen und Schwimmkurse anzubieten. Mittlerweile gebe es auch eine feste Ansprechpartnerin im Verein, die sich um den Bedarf bei den Flüchtlingen und die passenden Möglichkeiten im Verein kümmere. Außerdem gebe es Patenschaften für Mitgliedschaften bei der Sportvg. „Es ist also für Gleichbehandlung gesorgt“, betont Schneider.

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