Fluggastdaten in den USA Keiner weiß, was mit den Daten geschieht

Von Christiane Schulzki-Haddouti 

Die US-Behörden geben Reisenden keine Auskunft über die gespeicherten Fluggastdaten. Ohne Verdacht werden Daten von US-Bürgern gesammelt.

Die Lufthansa muss über gespeicherte Passagierdaten Auskunft geben. Die US-Behörden weigern sich hingegen weiterhin.  Foto: dapd
Die Lufthansa muss über gespeicherte Passagierdaten Auskunft geben. Die US-Behörden weigern sich hingegen weiterhin. Foto: dapd

Stuttgart - Edward Hasbrouck ist ein viel gereister Mann. Seit Jahren schreibt der Amerikaner unter www.hasbrouck.org darüber, wie sich Individualreisende über das Internet ihre Reise einmal um die Welt zusammenstellen können. Selbst ist er in den letzten drei Jahrzehnten schon dreimal um den Globus gereist - und sieht daher wohl kaum wie ein anderer, was sich am Reisen dank der allgegenwärtigen Digitalisierung verändert hat.

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 werten die US-Sicherheitsbehörden die Buchungsdaten von Flugpassagieren aus aller Welt aus - über die Buchungssysteme der Fluggesellschaften, deren Server sich auf amerikanischem Boden befinden. Seit Jahren versucht Edward Hasbrouck herauszufinden, welche Daten die Fluggesellschaften über ihn speichern und wie sie von den US-Behörden weiterverarbeitet werden.

Die US-Behörde weigert sich

Hasbrouck hat diverse europäische Datenschutzbehörden ersucht, ihm dabei zu helfen. Im Fall der Lufthansa hatte er Erfolg: Der nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte verpflichtete die Lufthansa dazu, nicht nur über die bei der Luftfahrtgesellschaft gespeicherten Reisedaten Auskunft zu geben, sondern auch über die Daten, die die Lufthansa an das Buchungssystem Amadeus übermittelt hatte. Die Lufthansa hatte dies zunächst abgelehnt.

Weniger Erfolg hatte Hasbrouck hingegen in den USA. Dort versucht der US-Bürger die Herausgabe seiner Flugpassagierdaten und weiterer Informationen über das Automatische Targeting-System der US-Heimatschutzbehörde zu erreichen und beruft sich dabei auf das Informationsfreiheitsgesetz. Die Behörde weigert sich bis heute. Ende August wird ein Gericht über sein Ersuchen entscheiden.

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1 KommentarKommentar schreiben

Flugdaten: Wer geschäftlich in die USA m u s s hat schlechte Karten. Wer nur Urlaub machen will soll einfach ein anderes Land wählen. Die USA ist inzwischen datenmäßig schlimmer als die Stasi. In dieses Land will ich nicht reisen. Die USA sind nicht mehr der Nabel der Welt auch wenn die das nicht wahrhaben wollen. Freies, demokratisches Land, das war einmal. Fliegt nach china da wisst Ihr im voraus dass Eure Daten gespeichert werden und Ihr keinerlei Auskunft bekommt.

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