Forschung in Hohenheim Bio-Sprit für Flugzeuge

Von cr 

Die Airline Lufthansa will künftig ihrem Treibstoff Bio-Sprit beimengen. Die Grundlagen für diesen Treibstoff stammen von der Universität Hohenheim. Die Emissionen der Flugzeuge könnten so gesenkt werden.

Jatropha – eine Wunderpflanze? Foto: dpa
Jatropha – eine Wunderpflanze? Foto: dpa

Hohenheim - Die Lufthansa will künftig ihrem Treibstoff Bio-Sprit beimengen, der an der Uni Hohenheim entwickelt worden ist. So sollen Emissionen gesenkt werden. Mitte September experimentierte die Lufthansa zunächst mit einem Kraftstoff aus Kerosin und dem Zuckerrohrgemisch Farnesan bei einem Flug von Frankfurt nach Berlin. Es war der erste Inlandsflug in Europa, bei dem Biotreibstoff verwendet worden ist.

Ein Stuttgarter Unternehmen produziert den Sprit

Die Fluglinie will sich künftig auch Biokraftstoff aus dem Öl der Pflanze Jatropha zunutze machen, den das Stuttgarter Unter­nehmen Jatrosolutions produziert. Dabei handelt es sich um einen Betrieb, den die Uni Hohenheim 2005 ausgegliedert hat. Die EnBW fördert das Forschungsprogramm mit Millionenbeträgen.

Die Pflanze Jatropha ist seit einiger Zeit im Fokus der Energiebranche als Biokraftstoff. Sie gilt als besonders wetterbeständig und ist nicht essbar. Somit ergibt sich die bei vielen Bio-Kraftstoffen kritisierte Konkurrenz der Produktion für Teller oder Tank nicht. Jatropha-Büsche sind zudem sehr genügsam. Sie wachsen auf trockenem Boden und nährstoffarmem Brachland, können bis zu zwölf Meter hoch und 50 Jahre alt werden. So kann sie auf für die Landwirtschaft unbrauchbaren Flächen angebaut werden.

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