Getrommelte Transrapid-Rede „Stoiber on drums“

joe, 07.02.2013 18:00 Uhr

Sie ist ein wahrer Hit, seit es sie gibt: Edmunds Stoibers legendäre Transrapid-Rede aus dem Jahr 2002. Mit ihr wollte der frühere bayrische Ministerpräsident seine Landsleute einst von den Vorteilen einer Magnetschwebebahn überzeugen und hat dabei bekanntlich, „ohne am Flughafen einchecken zu müssen“, schon „am Münchner Hauptbahnhof“ komplett abgehoben. Nun gibt es das allseits beliebte Werk auch in einer Version mit Schlagzeug und Band. „Stoiber on drums“ heißt sein Titel. Jonny König, Student der Mannheimer Popakademie kurz vor dem Abschluss, hat es komponiert. Seit dem 30. Januar steht es bei You-Tube im Netz. Seither haben so gut wie alle wichtigen Medien darüber berichtet. „Große Kunst“ und eine „irre Performance“ haben die FAZ-Kritiker dem jungen Schlagzeuger attestiert.

Komponiert hat König das Stück im Rahmen seiner Semesterabschlussarbeit. „Da wollte ich mal neue Wege gehen, etwas Besonderes machen – nicht einfach ein normales Schlagzeugsolo schreiben“, verrät er. Stoibers Kultrede schien ihm eine ausreichend große Herausforderung zu bieten. „Unrhythmischer“, sagt der Popmusiker in aller Offenheit, „geht es ja gar nicht“. Doch er hat das sehr gut in den Griff bekommen. Sein Stück beginnt mit ein paar trockenen Schlägen und endet in einem furiosen Trommelwirbel. Dazwischen hört man einen Stoiber wie noch nie, der sich – mit Hilfe einiger aufweniger Computermodulationen – refrainartig „weil das ja klar ist, weil das ja klar ist“ in einen regelrechten Rausch hinein singt.

Vom Chef der Akademie, Professor Udo Dahmen, bekam König die Note 1,3, von Stoiber ein großes Lob. „Als Texter fühle ich mich von dem Komponisten absolut verstanden. Ich wünsche ihm natürlich eine große Karriere“, sagte der Politiker der „Welt“. Da wären auch König und seine Band „Die Zappler“ einverstanden – die ersten Anfragen sind schon da.