Hauptbahnhof in Stuttgart Wassereinbruch in S-Bahn-Station

Von wos 

Aufgrund starker Regenfälle hat es am Dienstagabend in der S-Bahn-Station unter dem Hauptbahnhof Stuttgart einen Wassereinbruch gegeben. Die Bundespolizei sperrte einen Bereich von etwa 30 Metern aus Sicherheitsgründen ab.

Am Dienstagabend lief in der S-Bahn-Station Hauptbahnhof Wasser aus der Decke. Foto: www.7aktuell.de/Timo Reichert 13 Bilder
Am Dienstagabend lief in der S-Bahn-Station Hauptbahnhof Wasser aus der Decke.Foto: www.7aktuell.de/Timo Reichert

Stuttgart - Aufgrund starker Regenfälle hat es am Dienstagabend in der S-Bahn-Station unter dem Hauptbahnhof einen Wassereinbruch gegeben. Der S-Bahn-Verkehr war aber nicht gefährdet. Nach Angaben der Bahn lief von 19 Uhr an in der Nähe des gesperrten Aufgangs zum Hauptbahnhof Wasser aus der Decke. Die Bundespolizei sperrte einen Bereich von etwa 30 Metern aus Sicherheitsgründen ab. „Es tritt Wasser aus der Decke der Station“, bestätigte ein Bahnsprecher. Ein Notfallteam sei vor Ort.

Auf den S-Bahn-Verkehr am Mittwochmorgen wirkte sich der Wassereinbruch nicht aus. Am Mittwoch soll untersucht werden, wie das Wasser in die unter dem Bonatzbau liegende Station eindringen konnte. Laut Stuttgarter Wetteramt handelte es sich am Dienstagabend nicht um ungewöhnlich starke Regenfälle. „Knapp 15 Liter je Quadratmeter in drei Stunden sind nicht dramatisch“, sagte ein Meteorologe.

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15 KommentareKommentar schreiben

@ Bernhard Klar - Ergo?: Die Rechnung ohne die Naturgewalten gemacht. Na ja, was soll´s. Da war halt damals bei der Planung zuviel Sonne über dem Arbeitsplatz und Champus in the Air. "Hemmer halt vergässa!" Wenn eine Dränage wasserdurchlässig wird, dann findet des Wässerle (egal ob klar vom Himmel, oder braun durch das Erdreich) halt auch den Weg zum Bahngleis. Man könnte doch ganz schnell abschöpfen, indem man die Zügla einfahren lässt, die Wägela durch öffnen der Türen befüllt und dann ganz schnell gen Neckarbrickle fährt und dort ablässt. Wär des nix? Ich denke, was damals das wichtigste war, war wohl die Tatsache, dass hier der Rubel rollt, die Wirtschaft damit angeschmißen wird und die Vetterla sich öffters in den Weinlauben in geselliger Runde treffen können, um die Schecks unter dem Tisch zu verteilen. So stell ich mir das vor. Na, mol säha, was no älles passiert. Vielleicht ereilt Stuggihausen noch ne Hitzewelle, dann wäre die unterirdische städtische Sauna ne weitere Einnahmequelle. Getreu dem Motto: "Schwitsch Du no, oder fährsch Du scho?" Es grüßt Sie ganz lieb die Motzkugel von Maulwurfshausen.

Bertram Scheuert : Domm gloffa: Wenn justament nach Abbruch des " alten Hüttenkruscht " ( Bahnsteigdächer, übrigens Nachkriegsbau, nicht von " Kaisers " ) das Wasser durchsifft.Könnte Jahre gebraucht haben,das Wasser - oder Stunden.Ich bin auf "das Grübchen " zur Lecksuche gespannt.Vielleicht bleibts auch beim Test mit gefärbtem Wasser.

Bettina Kienzle Das kann unsdoch nie passieren: Bettina Kienzles Hoffnung auf einen 100 %tig trockenen Tiefbahnhof kann die Bahn leider nicht erfüllen. Ganz im Gegenteil, in den Bauplänen für den neuen S 21-Bahnhof sind die Flutungslöcher bereits fest eingeplant. Klingt unglaublich, ist es aber nicht. Hier ein kurzes Zitat aus den Unterlagen der Bahn: “ … Notüberläufe in den Außenwänden vorgesehen, um bei einem Versagen des Dränagesystems ein Einströmen von Wasser in das Bauwerk zu ermöglichen…“. Andernfalls würde der Tiefbahnhof nach oben streben und dabei unbrauchbar werden. Wer es immer noch nicht glaubt, möge es selbst nachlesen. Den vollständigen Text findet man in der Anlage 20.1B Erläuterungsbericht Hydrogeologie und Wasserwirtschaft, Anhang: Wasserrechtliche Tatbestände Seite 14 zum PFA 1.1. Frau Kienzle, leider kann ich Ihnen keine Entwarnung geben, denn die Bahn hat vor dem Wasser kapituliert. Aber Naturgesetze kann man – Gott sei Dank - nicht wegplanen.

Nicht ganz dicht?: Die Wege des Wassers sind unergründlich, das weiss jeder Besitzer eines Flachdachs. Interessant ist, dass diejenigen, die allzu leichtfertig die Bauarbeiten dafür verantwortlich machen wollen, ja mehrheitlich ein Bauwerk aus den Zeiten des letzten deutschen Kaisers "ertüchtigen" wollen. Wer Hand an einen Altbau legt, muss mit dem Schlimmsten rechnen und sollte nicht über weitaus kostengünstigere Lösungen fabulieren. An Stelle der Panoramabahnfanatiker würde ich jeden Abend ein Stoßgebet gen Himmel richten, dass ich niemals ein Gleisgebirge für die nächsten 100 Jahre fit machen muss. In der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. In der Praxis schon. Und da ist ein Neubau allemal billiger.

Kommentarfunktion schließen: Eigentlich eine nette Idee, das mit den Kommentaren. Aber was anfangs noch erhellend, amüsant und oft auch lehrreich war, verkommt immer mehr zur Farce. Wenn es in einen Bahnhof reinregnet - wer ist dann Schuld? Darüber lässt sich trefflich kommentieren. Und auch darüber, ob der Regen jetzt stark war oder nicht. Und ob das im Tiefbahnhof auch passieren könnte oder nicht. 15 Zeilen Bericht und schon so viele Kommentare. Und ich Dummi kommentiere das auch noch :-((( Macht aber dennoch auch Spaß! :-)))

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