Herzogin Kate Als wäre ganz Großbritannien schwanger

Peter Nonnenmacher, 04.12.2012 18:54 Uhr

London - Die ersten Babybecher sind schon auf dem Weg in die Läden. Die Nase vorn hatte am Dienstag die Firma ­Bridgewater im englischen Staffordshire. Sie stellte einen blau-weiß-roten Becher vor, der außer vielen Herzen die Aufschrift „2013 – ein königliches Baby“ trägt. Wenn der Name des Sprösslings bekannt werde, wolle man natürlich eine aktualisierte Version produzieren, versprach ein Sprecher.

Nachdem 2011 königliche Hochzeit und 2012 das diamantene Amtsjubiläum der Queen gefeiert wurde, steht der Insel nun der dritte royal verklärte Sommer hintereinander ins Haus. Die frohe Kunde zog auch am Dienstag in eisiger Dezemberkälte Royalisten, Urlauber und Pressekolonnen aus aller Welt zu Londons gut gesichertem King-Edward-VII.-Hospital, wo die schwangere ­Kate behandelt wird.

Es sollte ein Geheimnis bleiben

Wie das gemeine Volk war auch die Queen erst am Montag über die Schwangerschaft unterrichtet worden. Eigentlich hatten William und Kate die Sache ja noch geheim halten und die Nachricht ihren Familien sozusagen als Weihnachtsgeschenk unter den Christbaum legen wollen.

Der Gesundheitszustand der Herzogin aber erlaubte es ihnen nicht, es für sich zu behalten. William musste seine Frau am Montag eilends in die Klinik befördern. Damit hatte sich die Hoffnung auf Geheimhaltung dieser „frühen Phase der Schwangerschaft“ (wie es im höfischen Kommuniqué hieß) zerschlagen. Seither rätselt das Königreich darüber, wie ernst Kates „hyperemesis gravidarum“, die extreme Schwangerschaftsübelkeit, zu nehmen ist.