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Neckarwestheim/Stuttgart - Nach den Atomunfällen in Japan ist ein Experten-Team in Neckarwestheim in Baden-Württemberg eingetroffen, um die beiden dortigen Meiler einer Sonderprüfung zu unterziehen. Im Mittelpunkt der Besuche eines Inspekteurs des Umweltministeriums und eines externen Experten in Neckarwestheim und anschließend in Philippsburg stehe die Notstromversorgung, sagte ein Sprecher von Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) in Stuttgart.
Unter die Lupe nehmen die Fachleute insbesondere die Sicherheitsnetze für den Fall, dass die reguläre Stromversorgung ausfällt. Der Sprecher wies darauf hin, dass bei den japanischen Meilern die Notstromaggregate nicht durch das Erdbeben, sondern wegen des Tsunamis ausgefallen seien.
Experten sollen Meiler auf mögliche Fehlerquellen untersuchen
Begleitend wird im Südwesten eine fünfköpfige Expertenkommission eingesetzt, die im Laufe des Montags komplettiert werden soll. Sie soll analysieren, was in Fukushima passiert ist und ob es in den Südwestmeilern Fehlerquellen gibt. Mitglieder der Kommission sind unter anderen die ehemaligen Vorsitzenden der Reaktorsicherheitskommission, Klaus-Dieter Bandholz (Energiesysteme Nord) und Michael Sailer (Öko-Institut Darmstadt).
Ministerin Gönner sagte dem Südwestrundfunk (SWR), es gehe jetzt um die Frage, was in Japan an Naturgewalten gewirkt habe und ob das auch bei uns geschehen könne. „Es spricht wenig dafür, dass ein Tsunami an unseren Kraftwerksstandorten entstehen wird und trotzdem ist die Erdbebenfrage und die Reaktion der entsprechenden Notversorgung auf die Erdbeben ganz, ganz wichtig.“
Unterdessen sagte der Münchner Strahlenexperten Edmund Lengfelder, acht deutsche Atomkraftwerke müssten sofort abgeschaltet werden. „Der größte Teil unserer deutschen Atomkraftwerke hat einen Planungsstand aus den Siebziger Jahren, das heißt, heute wären eigentlich praktisch alle deutschen AKWs nicht mehr genehmigungsfähig, weil sie eben diese alten Konzepte haben. Eigentlich müssten acht der deutschen Reaktoren sofort abgeschaltet werden“, sagte der Strahlenbiologe vom Otto-Hug-Strahleninstitut im Interview mit dem
rbb-inforadio. Wenn hier eine Kühlmittelleitung abreiße, sei „der Super-GAU da“, so Lengfelder.


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@ Baron zu Klartext
1Das mit der SPD und glühender Verfechter der Atomkraft müsste sich schon mit dem Abtritt Schmidts geändert haben. Seinerzeit ist man ja auch noch hinter dem Nato-Doppelbeschluss gestanden.. 2.) Das ist korrekt. Aber es ist schon sehr lange her, als das der Fall war. Ich wage zu behaupten, dass die heutigen SPDler seinerzeit im allerbesten Fall Hinterbänkler waren. 3.) Stimmt - aber 2022 wäre das letzte AKW vom Netz gegangen. Dann ist eine Partei der Ewig-gestrigen gekommen, welche gemeint hat, man kann ohne weiteres nochmals 8 bis 14 Jahre draufpacken. Ganz Atom-verrückte MPs sollen sogar 15 Jahre, bzw. eine unbegrenzte Laufzeit gefordert haben. 4.) Sie wollen uns mal wieder für blöd verkaufen. Japan interessiert die CDU nicht, es sind die Wahlen, die Sie zum Umdenken bewegen. Was es bringen soll, jetzt einfach so -mir nichts dir nichts AKWs abzuschalten, ist wohl nicht nur H. Villis ein Rätsel. Die Dinger sind ja nicht unsicherer über Nacht geworden und das latente Restrisiko ist allen bekannt. 5) Was Wahlen nicht alles bewirken können -nicht wahr? 6) Die Grünen sind entstanden aus dem Anti-Atom-Kampf (ich habe bisher noch nie Grün gewählt!!!) Wieso sollten diese sich nicht bestätigt fühlen dürfen - es waren die von Ihnen aufgebotenen Polizei-Hundertschaften, welche die Grünen im Wendland zusammengeknüppelt haben. Im Gegensatz dazu solls ja nach offiziellen Angaben nur ganz wenige Tote im Zusammenhang mit dem Super-GAU gegeben haben. Ihr Vorwurf ist nicht angemessen. 7) Die Meinung der Opposition hat Sie doch bisher nicht interessiert. Weshalb wollen Sie jetzt auf einmal diese in Ihre Entscheidungen einbinden? Ich persönlich bevorzuge im Übrigen HGÜ-Kabel. Auch ich will mein Haus nicht von einer 380 kV-Leitung überbaut haben. Im Übrigen sollte die CDU als Atompartei angesichts der Ereignisse in Japan sich in Demut üben und nicht irgendwelche Ablenkungsmanöver starten.
Unverantwortliche Opposition
. Die SPD war glühender Befürworter von Atmonenergie (siehe Godesberger Programm).======== 2. Unter der SPD gingen viele AKWs ans Netz.=========== 3. Irgendwann hat die SPD ihre Meinung geändert und unter rot-grün die Laufzeiten der AKWs bis 2022 terminiert. Diese Terminierung geschah ohne Überprüfung der AKWs und natürlich ohne Berücksichtigung der Naturkatastrophe in Japan (wer hätte das auch voraussehen sollen?).=========== 4. Unter dem Eindruck der Vokommnisse in Japan haben die CDU und FDP ihre Meinung zur Laufzeitverlängerung revidiert und schnell und verantwortungsvoll gehandelt.=========== Sie lassen sogar AKWs abschalten, für die rot-grün eine längere Laufzeit vereinbart hat.======== 5. Im Gegensatz dazu gibt es Regierungen in Frankreich, Großbritannien und anderswo, die sich von den Vorkommnissen völlig unbeeindruckt zeigen und Reaktoren lustig weiterbauen, von Ländern wie Rußland und China ganz zu schweigen.======== 6. Daher ist es völlig unangebracht, die deutsche Regierung zu kritisieren, im Gegenteil. Jetzt kann die Opposition zeigen, ob auch sie zu verantwortungsvollem Handeln in der Lage ist oder ob sie billigen Wahlkampf unter Mißbrauch der Opfer und deren Leid in Japan betreibt.========== 7. Alle gesellschaftlichen Gruppierungen - und da gehört nach meinem Verständnis auch die Opposition dazu - ist aufgerufen, in den nächsten 3 Monaten nach der besten Lösung in Energiefragen zu suchen. Dazu gehören auch Strommasten von der Küste bis zu uns und dazu gehören auch Pumpspeicherwerke - was beides von den GRünen abgelehnt wird.========== Ich möchte noch vor der Wahl wissen, wie sich die Opposition aufstellt und ob sie aus durchsichtigen Gründen nun weiterhin gegen ihre eigenen Beschlüsse protestiert.
@Baden-Württemberger
Dass eine solche Diskussion auch personalisiert wird ist doch logisch, angesichts der Verstrickung von Frau Gönner und anderen in die Machenschaften zur Laufzeitverlängerung. Ich möchte hier ein paar Fakten anfügen: 1. AKWs sind nicht ohne weiteres drosselbar, d.h. die Energiemenge, die sie Liefern können wird auch geliefert. Ist der Bedarf nicht vorhanden, müssen andere Energieträger runtergefahren werden. Das ist der Grund, weshalb die AKWs mit ihrer Stromproduktion die Leitungen verstopfen und verhindern, dass erneuerbare Energien zunehmend eingespeist werden können. 2. Deutschland hat noch immer eine Stromüberproduktion. Das Gerede vom Zukauf aus AKWs jenseits der Landesgrenzen ist reine Propaganda. Würden zumindest die ältesten AKWs abgeschaltet, so würde das zu einem Anstieg umweltverträglicher Energieproduktion führen, aber ohne Engpässe. 3. Der Atomausstieg der rot-grünen Regierung hatte wenigstens den gesellschaftlichen Frieden bezüglich einer mehr als umstrittenen Technologie wieder hergestellt und ein klares Ausstiegsszenario festgeschrieben. Es gab überhaupt keinen sachlichen Grund diesen Kompromiss, der angesichts der Gefahren keinesfalls zufriedenstellend war, auch noch aufzukündigen. Der einzige Grund war die Bedienung der Lobbyinteressen der Energiewirtschaft. 4. Mit dieser Entscheidung und der Vernachlässigung von Sicherheitsüberprüfungen gerade durch Frau Gönner wurde deutlich, worum es dieser Regierung eigentlich geht. Jedenfalls nicht um die Sicherheit der Bürger. 5. Ich bin schon sehr dafür, dass die Genese solcher Entscheidungen personalisiert wird. Es muss Schluss sein mit diesen angeblich legitimen Verfahren hinter denen sich dann die Drahtzieher verschanzen und ihre ganz persönliche Verantwortung abwälzen. Auch und gerade als Repräsentant muss man in besonderem Maße Verantwortung übernehmen und das nicht nur als Gefasel zur Beruhigung sondern ganz real und praktisch.