Interview mit Jochen Schneider "Jeder Spieler hat seine Geschichte"
Thomas Haid, Fotos: Baumann, 09.09.2010 16:25 Uhr
Erfahrung statt Talent: der bald 34-jährige Mauro Camoranesi soll die jungen Spieler beim VfB führen. Foto: Baumann
Erfahrung statt Talent: der bald 34-jährige Mauro Camoranesi soll die jungen Spieler beim VfB führen. Foto: Baumann
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Wie wollen Sie das anstellen?


Das lässt sich nicht einfach erzwingen. Aber erstens hat der VfB international einen guten Ruf. Und zum Zweiten entwickeln wir auch unser Scouting auf diesem Gebiet ständig weiter.

Sehen Sie weitere Möglichkeiten, die Jugendarbeit zu optimieren?


Kaum. Zusammen mit den Bayern sind wir da bundesweit führend. Unsere personellen und infrastrukturellen Voraussetzungen sind hervorragend. Als Trainer arbeiten bei allen Jahrgängen fast ausschließlich frühere Profis. Dazu haben wir im letzten Jahr unser Nachwuchskonzept überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht.

Sie selbst haben auf der Mitgliederversammlung erzählt, noch mehr Geld und Energie in den Nachwuchs investieren zu wollen. Das nützt aber alles nichts, wenn der Profitrainer als letztes Glied in der Kette nicht auf die jungen Spieler baut.


Natürlich muss der Profitrainer dafür offen sein. Das ist klar - und das steht für diese Position ja auch schon ganz oben in unserem Anforderungsprofil.

Ist Christian Gross so offen?


Absolut. Er war ja auch schon in der Schweiz bekannt dafür, dass er junge Spieler entwickelt - ob Kuzmanovic, Petric oder Rakitic. Er hat sie alle nach vorne gebracht. Aber was noch wichtiger ist: die Jungs selbst müssen die erforderliche Qualität und die richtige Einstellung haben. Sonst funktioniert es nicht.

Funktioniert es bei Funk und Didavi?


Beide haben das Zeug dazu und besitzen unser Vertrauen. Deshalb war es für uns nie ein Thema, sie auszuleihen, obwohl es genügend Anfragen gab.

Dann kann Dieter Hundt auch auf der nächsten Mitgliederversammlung wieder von der Nachwuchsarbeit beim VfB schwärmen?


Zu hundert Prozent.

Kommentare (4)
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SEP
10
Olivier, 13:53 Uhr

Nachwuchsmann Träsch

Schön, dass man sich den vor 2 Jahren eingekauften 60er Träsch mangels Masse nun auch schon als eigenen Nachwuchs zurechnet. Unter diesem Blickwinkel hätte Hoffenheim, wo die in jungen Jahren hintransferierten wahren VfB-Eigengewächse blühen, eine noch viel bessere Nachwuchsarbeit. Die Wahrheit ist, dass der VfB seit 2-3 Jahren keinerlei Konzept oder Strategie hat. Die Abgänge von Gomez und Khedira wurden nicht annähernd gleichwertig kompensiert. Nachwuchsleute wie Beck und Rudy wurden vergrault. Stattdessen kauft man wahllos Zweitligakicker und Ausländer der 3. und 4. Kategorie ein und wundert sich über das Resultat (aktuell Platz 18, ein Saisontor).

SEP
10
torfkopf, 09:54 Uhr

Der Glebbrlesverein

Scouten in ganz Europa? Scouten in der ganzen Welt! Die Dortmunder haben sich die Mühe gemacht und ein junges Bürschchen in Japan eine Weile "gescoutet" und sind dann zum Schluss gekommen: Wird gekauft für ein Nasenwasser! So wie es aussieht, hat er (es, das Bürschchen)eingeschlagen. Guido Buchwald ist in Japan Doppelchampion geworden. Er kennt sich aus! Sehr seltsam das Scoutingsystem. Es gibt keinen Grund an Groß zu zweifeln, aber er musste nehmen, was übrig bleibt und dazugekommen ist nichts ,außer einem ausrangierten Strategen mit Zopf! Es ischd Herbschd ond Zeit für einen Hefezopf ond a Viertele!

SEP
10
LMAA, 09:11 Uhr

Heldentum

"...und unser Markt sollte da ganz Europa sein." Wir haben 2010 und heute brüstet sich der VfB damit, dass er seinen Nachwuchs in ganz Europa rekrutieren will. Italien Englang und Spanien machen das schon seit vielen Jahren. Einmal mehr beweisen wir, dass "mr halt a Klepperlesverei sen".

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