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Frankfurt am Main - Joachim Löw hat genug. Er will einfach nichts mehr wissen von diesem Duell. Deutschland gegen Spanien, ewig lockt der Vergleich. "Um Gottes willen", sagt der Bundestrainer, "es gibt auch noch andere Mannschaften als Spanien und Deutschland." Die Niederländer zum Beispiel, die Engländer. Auch die Franzosen, und sogar die noch nicht qualifizierten Portugiesen. Ihnen allen traut Löw bei der Europameisterschaft 2012 viel zu.
Doch natürlich führt kein Weg an den Spaniern vorbei, wenn es um die Titelvergabe geht. Das weiß auch Löw. Er selbst hat den Welt- und Europameister in den vergangenen drei Jahren zum Maß aller Fußballdinge erhoben. Dessen Ballgewandtheit gepriesen, die Stilsicherheit gelobt und sich an seiner Mannschaftsstruktur orientiert. Aber jetzt, da durch das 3:1 gegen Belgien (Tore von Mesut Özil, André Schürrle und Mario Gomez) eine perfekte EM-Qualifikationsrunde hingelegt wurde, und das deutsche Team dem Erfolgsmodell der Spanier sehr nahegekommen ist, soll es sich davon emanzipieren.
Starker Kader anstatt Stammspieler
Löw kann das bewirken. Ohne Weiteres sogar. Der Bundestrainer ist in der angenehmen Lage, über einen so starken Kader zu verfügen, um nicht mehr nach anderen schielen zu müssen. Er selbst hat auch eine so starke Position inne, dass er per Dekret einfach den Begriff Stammspieler abschafft. Gibt es einfach nicht mehr beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). "Genau so verabschiede ich mich jetzt vom Duell Spanien gegen Deutschland", sagt Löw.
Und wenn der 51-Jährige demnächst mal das Vorschlagsrecht erhält, das Wort des Jahres zu küren, dann wird es "Konkurrenzkampf" sein. Diesen fordert er ein, diesen müssen die Spieler annehmen, und dieser wird die verbleibenden acht Monate bis zum Endrundenbeginn bestimmen.


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