Karlsruhe
Protest gegen Castor-Transport
dapd,
15.02.2011 08:18 Uhr
Am Montag in Greifswald, am Dienstag in Karlsruhe: Protest gegen den Castor-Transport. Foto: dpa
Karlsruhe - Vor dem geplanten Atommüll-Transport nach Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern ist es am Dienstagmorgen zu ersten Zwischenfällen vor der ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe gekommen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace brachte einen Container mit einer Hebebühne auf die Gleise, die in die Anlage führen. Aktivisten versuchten, ein Protestplakat über die Gleise zu spannen. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben mehrere Atomkraftgegner in Gewahrsam. Der Castor-Transport soll in der kommenden Nacht starten. Einige Personen ketteten sich an den Gleisen an, wie ein Sprecher der Polizei Karlsruhe sagte. Er sprach von 25 bis 30 Atomkraftgegnern. Greenpeace sprach von 35 Aktivisten. Mit ihren Aktionen verstießen sie gegen das Versammlungsverbot, das entlang der Transportstrecke verhängt worden sei. Es müsse abgewartet werden, ob die Greenpeace-Aktionen den Castor-Transport beeinträchtigen könnten, sagte der Polizeisprecher.
Das hoch radioaktive Material soll von Karlsruhe aus zum Zwischenlager Nord bei Lubmin gebracht werden. Die verglasten Flüssigabfälle stammen aus der ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, die Anfang der 1990er Jahre stillgelegt wurde. Der Zug mit den fünf Castor-Behältern soll am Donnerstag im Zwischenlager Nord eintreffen, das von der bundeseigenen Energiewerke Nord GmbH (EWN) betrieben wird. Atomkraftgegner hatten Protestaktionen und Blockaden entlang der Strecke angekündigt. In Karlsruhe ist am Abend eine "Nachttanzblockade" mit Mahnwachen und anderen Aktionen vorgesehen. Greenpeace erklärte den Transport für sinnlos und gefährlich. "Solche unnötigen Transporte von strahlendem Müll quer durch die Republik müssen vermieden werden", hieß es.
Das hoch radioaktive Material soll von Karlsruhe aus zum Zwischenlager Nord bei Lubmin gebracht werden. Die verglasten Flüssigabfälle stammen aus der ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, die Anfang der 1990er Jahre stillgelegt wurde. Der Zug mit den fünf Castor-Behältern soll am Donnerstag im Zwischenlager Nord eintreffen, das von der bundeseigenen Energiewerke Nord GmbH (EWN) betrieben wird. Atomkraftgegner hatten Protestaktionen und Blockaden entlang der Strecke angekündigt. In Karlsruhe ist am Abend eine "Nachttanzblockade" mit Mahnwachen und anderen Aktionen vorgesehen. Greenpeace erklärte den Transport für sinnlos und gefährlich. "Solche unnötigen Transporte von strahlendem Müll quer durch die Republik müssen vermieden werden", hieß es.
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Wie immer ungeklärt:
Wer ist verantwortlich, wenns schief geht?
Unsensibel und verhöhnend
Was bei diesem Transport am meisten erschreckt, ist die Tatsache das der Castor weitgehend unnötig durch bewohntes Gebiet rollte, obwohl man einiges davon locker umfahren konnte. Die Politik weiss ganz genau um die Sensibilität der Bürgerinnen und Bürger beim Thema Atomkraft. Trotzdem mutet man es diesen besorgten Menschen zu, den Castor direkt an derren Schlafzimmer vorbei zu rollen, mit allen damit verbundenen Gefahren. Man sollte sich schämen.
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