Kindertagesstätte auf dem Fasanenhof Erste SOS-Kita in Stuttgart eröffnet im Januar

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Anmeldungen für die neue Kindertagesstätte auf dem Euopaplatz sind bereits möglich. Der Betrieb soll jedoch nicht sofort in voller Besetzung aufgenommen werden, sonder Schritt für SChritt eröffnen.

In Göppingen ahben die SOS-Kinder- und Jugendhilfen gute Erfahrungen mit tiergestützter Pädagogik gemacht. Es soll diese auch in der neuen Kita am Fasanenhof geben. Foto: privat
In Göppingen ahben die SOS-Kinder- und Jugendhilfen gute Erfahrungen mit tiergestützter Pädagogik gemacht. Es soll diese auch in der neuen Kita am Fasanenhof geben.Foto: privat

Fasanenhof - Die Spielgeräte auf dem südlichen Europaplatz stehen bereit, jetzt fehlen nur noch die Kinder der geplanten Kindertagesstätte. Diese wird unter Trägerschaft des Vereins SOS-Kinderdorf geführt – die erste ihrer Art in Stuttgart. Monika Pandikow ist die Einrichtungsleiterin der SOS-Kinder- und Jugendhilfen Göppingen. Sie wird auch die Leitung der Kita auf dem Fasanenhof übernehmen; zusätzlich wird es eine Bereichsleitung vor Ort geben. „Die Kita auf dem Europaplatz soll Mitte Januar 2015 eröffnen“, berichtet sie.

Das Betreuungskonzept wird derzeit erarbeitet

Man wolle den Betrieb jedoch nicht sofort in voller Besetzung aufnehmen, sondern Schritt für Schritt eröffnen, erläutert Pandikow. Geplant ist, dass es drei Gruppen mit insgesamt 30 Plätzen für unter Dreijährige geben soll und zwei Gruppen mit 40 Plätzen für Kinder im Alter von drei Jahren an. „Wir werden wahrscheinlich mit jeweils einer Gruppe starten“, sagt die Diplom-Sozialpädagogin.

Das Betreuungskonzept für die Kindertagesstätte wird derzeit erarbeitet. Man wolle sich am Early-Excellence-Concept (EEC) orientieren. Dieses ist eher offen gestaltet und hat die Grundlage, dass jedes Kind einzigartig ist und individueller Förderung bedarf. „Wir werden uns aber am tatsächlichen Bedarf der Kinder ausrichten“, sagt Pandikow. Vorstellbar sei eine Mischung aus ausreichend verlässlichen Gruppenkontexten sowie Elementen, die gruppenübergreifend angeboten werden, erläutert sie. „Wir orientieren uns bei unserem Konzept an gelingenden Beispielen.“

Schminkaktion und tiergestützte Pädagogik

Wie sieht es mit dem Thema Inklusion in der neuen SOS-Kita aus ? „Die Offenheit und Bereitschaft ist da. Wir müssen jetzt schauen, was für Anmeldungen wir bekommen“, sagt Pandikow. Einige Anmeldungen und viele Nachfragen könne man bereits vermelden, berichtet die Einrichtungsleiterin. Ursprünglich war vorgesehen, im November zu eröffnen. „Das Gebäude wird nun aber doch später bezugsfertig als geplant, und eine gewisse Vorlaufzeit benötigen wir einfach“, sagt sie.

Am 5. und 6. Juli feiert der Fasanenhof ein Stadtteilfest beim katholischen Gemeindezentrum. Daran werde man teilnehmen, kündigt Pandikow an. „Es wird eine Schminkaktion geben und tiergestützte Pädagogik.“ Hinter diesem Begriff steckt die Erkenntnis, dass Erzieher mit speziell geschulten Tieren einen ganz anderen Zugang zu Kindern bekommen. Die Mitarbeiter der SOS-Kinder- und Jugendhilfen Göppingen werden ihre Hunde zum Fest mitbringen. Unter Anleitung können die Kinder dort einen Parkours absolvieren. „Es geht darum, Kontakt aufzunehmen und sich auszuprobieren“, beschreibt Monika Pandikow. „Was muss ich tun, damit der Hund mit mir zusammenarbeitet?“

„Mit offenen Armen empfangen worden“

Eine solche tiergestützte Pädagogik wolle man gern auch auf dem Fasanenhof installieren, allerdings sei die Finanzierung noch nicht gesichert, berichtet sie. „Wir haben aber gesehen, wie erfolgreich dies ist. Kinder, die in Großgruppen sehr auffällig sind, sind in der Kleingruppe mit Hund plötzlich nicht mehr auffällig. Man kann an den Gefühlen und am Verhalten arbeiten“, erklärt sie. Auf dem Stadtteilfest wolle man den Eltern und Kindern einen ersten Eindruck vermitteln.

Direkt neben der Kita wird es ein Familienzentrum mit einem größeren Raum und zwei kleineren Gruppenräumen geben. „Auch hier schauen wir nach dem Bedarf, welche Angebote es geben wird“, sagt Pandikow. Möglich sei beispielsweise, dass auch externe Gruppen die Räume nutzen. Man sei diesbezüglich bereits mit dem Bürgerverein in Kontakt, der ebenfalls dort seine Räume haben werde. Beim Vortreffen zum Stadtteilfest habe es sehr positive Gespräche gegeben, erzählt sie. „Wir sind mit offenen Armen empfangen worden und freuen uns über die sehr angenehme Atmosphäre auf dem Fasanenhof.“

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