Kofferträger-Projekt Flüchtlinge sauer über Sklaverei-Vorwürfe

Von dpa 

Einen Tag, nachdem die Deutsche Bahn nach Ausbeutungsvorwürfen ein Projekt mit Flüchtlingen als Gepäckträger gestoppt hat, haben diese ihren Unmut ausgedrückt. „Das hat nichts mit Sklaverei zu tun, das ist nicht wahr“, sagte Asylbewerber Kolade Ajibola aus Nigeria.

Einen Tag, nachdem die Deutsche Bahn nach Ausbeutungsvorwürfen ein Projekt mit Flüchtlingen als Gepäckträger gestoppt hat, haben diese ihren Unmut ausgedrückt.  Foto: dpa
Einen Tag, nachdem die Deutsche Bahn nach Ausbeutungsvorwürfen ein Projekt mit Flüchtlingen als Gepäckträger gestoppt hat, haben diese ihren Unmut ausgedrückt. Foto: dpa

Schwäbisch Gmünd - Einen Tag, nachdem die Deutsche Bahn nach Ausbeutungsvorwürfen ein Projekt mit Flüchtlingen als Gepäckträger gestoppt hat, haben diese ihren Unmut ausgedrückt. „Das hat nichts mit Sklaverei zu tun, das ist nicht wahr“, sagte Asylbewerber Kolade Ajibola aus Nigeria am Donnerstag in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis).

Der 27-Jährige hatte mit acht weiteren Flüchtlingen von Montag bis Mittwoch Reisenden beim Koffertragen über eine provisorische Brücke am Gmünder Bahnhof geholfen. „Das war für uns eine gute Möglichkeit, uns zu integrieren und der Gesellschaft einen Beitrag zu leisten“, sagte Ajibola. Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ist es ihnen nicht erlaubt, mehr als 1,05 Euro die Stunde zu verdienen.

16 Kommentare Kommentar schreiben

Kleinvolk soll wohl dienen?: Mit den kleinen werde die Großen groß und die Kleinen werden ewig klein bleiben. Das ist wohl die Philosophie der Großen. Die Kleinen werden wohl immer mitmachen, denn deren kleine Existenz ist so nichtssagend gering, dass die Großen darüber ewig Witze machen. Schade nur, dass die Kleinen ewig an ihrer Existenz hängen, nicht erkennen und weiter dienen.

lbbwler, 09:36 Uhr: Wer das Zeug hat, es hier zum Millionär zu bringen, der ist auf die rassistischen Almosen der Bahn nicht angewiesen. Warum sind wir Deutsche eigentlich nicht alle Millionär, wenn "solche Träume", wie Sie sie träumen - vom Fließbandarbeiter zum Millionär - vom Klauenschneider zum Mulitmillionär - vom Flaschensammler zum Milliardär - nur von den Bärendienst-Bemühungen der Gutmenschen verhindert werden? Gutmenschen setzen sich doch nur für Ausländer ein, nicht für Einheimische, oder etwa doch?

dpa-"Bericht" - alles klar!: Die Gleichschaltungszentrale hat wieder einen massiv im Sinne der Regierung gefärbten anonymen Propaganda-Artikel abgesetzt. Wohl eher die Ausbeuter dürften sauer sein, als die Ausgebeuteten - letztere wissen es nicht besser.

Ist die Bahn, die jährlich Millionenprofite einstreicht,: nicht imstande, die Leute aus eigener Tasche anständig zu bezahlen? Ekelerregend, widerlich, abschreckend, wie sich die Bahn und damit der Bund hier aufführt. Man muß sich langsam wieder schämen, ein Deutscher zu sein.

Wer nichts hat, wird alles tun.: Natürlich halten diese armen Leute einen 1-Euro-Job für besser als nichts - und werden dann auch noch mißbraucht, organisierte Ausbeutung und moderne Sklaverei in der Öffentlichkeit durch ihre Sicht zu bewerben. Ja, es ist Ausbeutung, ja, es ist rassistisch, ja, es ist Sklaverei, ja, es ist Sozialdarwinismus. Asylanten sollen Koffer schleppen, Rikschas ziehen, Sänften tragen, Schuhe putzen, weil sie eben keine Deutschen sind: Offenbar ist der sozialdarwinistische Rassismus in Deutschland schon wieder so alltäglich, daß nur noch wenige ihn bemerken.

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt.